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Erste Klartraum-Erfahrung?

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Erste Klartraum-Erfahrung?

Beitragvon Olm » 07.11.2014, 20:22

Nachdem ich lange um das Forum herumgeschlichen bin, hab ich mich jetzt doch entschlossen mich anzumelden, um mich ein bisschen auszutauschen.
Anlass war vor allem ein Traum von letzter Nacht.
Ich beschäftige mich jetzt etwa zwei Monate mal mehr mal weniger intensiv mit Klarträumen. Vor kurzem habe ich ein Traumtagebuch angefangen und versuche mir RCs und ein kritisches Bewusstsein anzutrainieren (an manchen Tagen funktioniert es ganz gut und an manchen vergesse ich einfach alles, weil mir der Kopf sonst wo steht)

Also ich war bereits leicht frustriert, weil ich die ganze Woche über keine wirklich gute Traumerinnerung hatte, die ich hätte niederschreiben können. Auch nach WBTB nicht.
Heute bin ich wieder sehr zeitig aufgewacht, sodass ich mich nochmal schlafen legen konnte. Etwa eine halbe Stunde war ich zwischen drin wach.
Ich schlafe also wieder ein und habe endlich wieder einen Traum an den ich mich auch noch relativ lebhaft erinnern kann. Ich bin in einer Art Kaufhaus und kaufe mir an einem Stand eine angebotene Spezialität. Eine Art Pfannkuchen, der nur nach ungezuckerten Teig geschmeckt hat. Da steh ich also und ärgere mich ein bisschen darüber, dass ich Geld für sowas ekliges ausgegeben habe, als ich anfange zu überlegen, was ich eigentlich hier mache und wie ich hier her komme. Da kommt mir der Gedanke, dass das eigentlich nur ein Traum kann. Ich mache den Nasen RC und kann tatsächlich atmen. Dann wird plötzlich alles um mich herum weiß. Also nicht plötzlich sondern graduell.
Dann spüre ich wie ich im Bett liege. Ich reflektiere kurz die Situation und mache erneut einen Nasen-RC in der Hoffnung vielleicht doch noch in einem Traum zu sein. Und tatsächlich kann ich durch die geschlossene Nase wunderbar atmen.
Jetzt richte ich mich langsam auf und öffne meine Augen. Wie erwartet bin ich in meinem Zimmer. Zumindest ist es grob eine Repräsentation meines Zimmers. Einige Sachen sind anders. Meine Vitrine beispielsweise ist vollgestopft mit CD's.
Ich bin aufgeregt und freue mich total, weil ich mir jetzt sicher bin in einem Traum zu sein und Kontrolle zu haben. Dann beginnt mein Bild wieder ins Weiß überzugehen. Derweil bleibe ich sitzen und versuche mich zu beruhigen, ich atme gleichmäßig und reibe meine Hände und sammle mich. Ich weiß, dass ich meine Umgebung stabilisieren kann, weil es ein Traum ist und ich es nur wollen muss. Tatsächlich wird meine Sicht sofort besser. Jetzt traue ich mich auch aus dem Bett zu steigen.
Ich strecke mich und spüre das Laminat unter mir. Es ist definitiv da und kalt, wie im Wachzustand.
Weiterhin versuche ich ruhig und besonnen zu bleiben.
Für meinen ersten Klartraum habe ich mir schon vorher vorgenommen das Fliegen auszuprobieren, weil ich gelesen habe, dass es eine einfache Übung für Anfänger kann.
Also stelle ich mich in die Mitte des Zimmers und springe erstmal. Im Traum soll man ja eigentlich sanft und langsam zu Boden gleiten, aber irgendwie ist es bei mir anders. Es war einfach ein normales springen, wie im Wachzustand. Nur der Aufprall war weniger hart.
Noch ein Sprung. Gleiches Ergebnis. Jetzt bin ich kurz verwirrt, lasse mich aber nicht unterkriegen. Also lege ich mich auf den Boden und versuche mich von dort abzudrücken um vielleicht etwas zu schweben. Nichts passiert, außer dass ich mich nochmal vergewissern kann, dass das Laminat sich echt anfühlt.
Nach einer Weile komme ich mir lächerlich vor, wie ich da auf dem Boden rumliege und mir kommt der Gedanke, dass es vielleicht doch kein Traum ist.
Vor mir auf dem Boden sind ein paar meiner Haargummis verteilt.
Testweise versuche ich eins schweben zu lassen und das klappt auch. Das Gummi folgt der Bewegung meiner Hand. Dann bin ich mir wieder sicher in einem Traum zu sein.
Langsam nervt mich das etwas und ich überlege mir, dass mich vielleicht mein kleines Zimmer als Umgebung daran hemmt, schweben zu können. Ich gehe zum Fenster und überlege raus zuspringen, aber dann entscheide ich mich doch dafür durch die Tür zu gehen. Als ich mich umdrehe, sehe ich dass eine Kommilitonin ins Zimmer gekommen ist und auf meinem Bett platz genommen hat.
Aufgeregt erzähle ich ihr, dass ich gerade wohl einen Klartraum habe. Sie freut sich für mich. Außerdem frage ich sie, ob sie mein Traumhelfer werden will und sie willigt ein.
Bevor ich aber noch mehr Zeit verliere gehe ich nach draußen.
Danach ändert sich das Umfeld und ich stehe auf einer Art Acker, und im Hintergrund beginnt ein Wald. Ich sehe meinen Vater und er deutet mir an ihm zu folgen und rennt los. Ich verabschiede mich von der Kommilitonen und sage ihr, dass ich noch fliegen muss und renne los.
Jetzt bin ich zuversichtlich, dass ich es schaffen kann. Ich sehe wie mein Vater abhebt und stoße mich selber kräftig von der nachgiebigen Erde ab.
Erst bin ich sehr niedrig, aber immerhin hänge ich in der Luft. Langsam schaffe ich es aufzusteigen und gewinne an Geschwindigkeit.
Müsse ich das Fliegen beschreiben würde ich sagen, es fühlte sich an, als hätte mich jemand an der Hüfte gegriffen und würde mich durch die Luft ziehen.
Ich sause kurz herum und beschließe dann, dass die Aussicht auf die Dauer etwas deprimierend ist.
Vorher hatte ich mir auch schon überlegt eine Fantasystadt zu besuchen. Ich fliege durch dichte Baumkronen hindurch und dahinter erstreckt sich tatsächlich eine Stadt ähnlich einer, die ich mir ausgedacht habe.
Die Gebäude sind aus weißem Stein und sie ist von viel Wasser umgeben. Ich konnte wenig Details aufnehmen, weil ich so schnell unterwegs war. Kurz steige ich noch einmal weit hoch, um mich dann von oben ins Wasser fallen zu lassen.
Ich erfreue mich daran unter Wasser atmen zu können, bevor ich wieder auftauche.
Als ich oben treibe nehme ich mir kurz Zeit um Nachzudenken. Vor allem Wünsche ich mir, mich nach dem aufwachen noch an den Traum erinnern zu können.
Danach schwimme ich zu einer Treppe die zu einem Gebäude der Stadt führt. Als ich hochsteige, sehe ich eine Wache. Es war kein Mensch dafür war sein Gesicht zu seltsam. Ich weiß aber, dass er nach mir sucht. Irgendwie finde ich es seltsam, dass ich in einer Stadt, die meiner Fantasie entsprungen ist als Eindringling gelte. Kurz überlege ich auch, ob ich nicht versuchen könnte ihn mit einer Art Magieangriff unschädlich zumachen.
Aber dann entscheide ich mich, dass ich nicht unnötig aggressiv reagieren muss, weil ich weiß, dass er mich sowieso nicht findet, wenn ich das nicht möchte. Schließlich ist es ein Traum und ich habe Kontrolle.
Also verziehe ich mich in einen Schatten und dort bricht die Szene auch ab. Das Nächste, an das ich mich erinnere ist, dass ich in hinten in einem Auto sitze. Es ist dunkel und wir fahren durch eine Stadt. Ich habe Kopfschmerzen und mir tut mein Körper generell etwas weh. ich frage mich, ob es daran liegen kann, dass ich mich im Traum etwas übernommen habe. Auf jeden Fall denke ich, dass es vielleicht gut wäre, wenn der Traum jetzt vorüber wäre. Was er dann auch ist.

Anschließend erinnere ich mich noch an einen folgenden Trübtraum (bin mit Bekannten Zutaten für eine Pizza kaufen, als die Situation eskaliert)

Auch wenn ich mir in den meisten Situationen während des Traums sicher war in einem Tagtraum zu sein und die Kontrolle zu haben, bin ich mir im Rückblick nicht mehr ganz so sicher in wie weit meine Entscheidungen wirklich bewusst von mir getroffen wurden. Schon während des Traum hab ich mir auch schon gedacht, dass es irgendwie zu leicht schien den Traum zu stabilisieren und zu diesen Zustand zu halten. Außerdem fällt mir so viel ein was ich noch hätte machen können und sollen (in den Spiegel oder auf die Uhr schauen, in einem Buch lesen, mehr mit Gegenständen interagieren).
Außerdem habe ich das Gefühl, dass es Passagen gab an die ich mich wahrscheinlich nicht so gut erinnern kann.
Deshalb bin ich nicht ganz schlüssig in wie weit ich wirklich frei agiert habe oder ob die meisten meiner Handlungen doch eher von den Wünschen und Erwartungen, die ich vorher angelegt habe, gesteuert wurden.

Es war auf jeden Fall ein sehr spannendes Erlebnis und guter Ansporn mich endlich täglich und intensiver mit Klarträumen zu befassen und meine Erfahrung auszuweiten.
Vielleicht kann ich die Unklarheiten auch irgendwann selbst beseitigen.

Ich entschuldige mich für diese Wall of Text
Olm
 
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Re: Erste Klartraum-Erfahrung?

Beitragvon DeeJay » 07.11.2014, 22:30

Erstmal herzlich willkommen im Forum :)

Dein erster Klartraum klingt ja super! Klingt auch nicht danach, als ob du allzu lange gebraucht hast, für Dein deinen ersten Klartraum! Herzlichen Glückwunsch :). Dass du dich an die Stabilisation erinnert hast ist ja auch cool, bei mir war das.. Etwas anders :D Ich finde es gut dass du jetzt so motiviert bist, das ist das allerwichtigste beim Klarträumen meiner Meinung.

Grüßchen, DJ
DeeJay
 
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