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EinzelExperiment: Ypnas Traumdeutung

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Reine Traumberichte ohne Fragen in "Dein Traumtagebuch"!

EinzelExperiment: Ypnas Traumdeutung

Beitragvon Hausmeister » 07.12.2012, 21:49

Hihallo!

Ich mach mich mal - wie gewünscht - über einen Traum von Ypna her. Den hier:

ich bin in der wg meines Freundes und das erste Zimmer ist die Küche. Die Wohnung gegenüber (existiert wirklich) wird von einer Frau bewohnt (sieht sehr reich aus) die ganz viele kleine tiere hat, Hunde Katzen und auch undefinierbares. Ein Hund heißt Lily und sieht aus wie der Hund einer Freundin in Athen. Ich rufe ihn, und er kommt zu mir in die Wohnung,da alle Türen offenstehen. Auch andere Tiere kommen mit.
Sie bemerkt es und kommt rüber. Sie ist der Ansicht, dass die Tiere nun bestraft werden müssten (sie verstehen jedes Wort). Sie hat ein Gerät bei sich, auf dem sie Strafen wählen kann: eine Pfote abhacken oder zwei. Das dritte weiß ich nicht mehr. Und dann noch die Option, wer sie aabhacken darf: sie selbst, ein anderes Tier, oder all die anderen Tiere zusammen. Die Wahl fällt auf eine pfote und alle Tiere zusammen... und es werden viele bestraft. ICh weine und sage, dass es doch meine Schuld sei, das interessiert sie nicht. Die kleinen fügen sich ihrem Schicksal.
Die alte hat auch einen Butler, der zu uns rübrkommt (ich wohne mit meinem Bruder zusammen), weil er sehen will, was wir gekocht haben. Ich habe Angst vor der Alten und habe nichts Tolles vorzuweisen. Pommes, Tortellini, Spiegeleier und Muffins (was für eine Mischung). Er will Spiegeleier auf Muffins gestrichen haben. Mehr weiß ich nicht mehr.




Whow, ich kann verstehen, dass dies ein Alptraum ist. Mal sehen, was er zu sagen hat.

Als erstes ist es wichtig zu wissen, dass die Traumelemente Persönlichkeitsanteile von dir sind. Also zum Beispiel: seelische Ressourcen, Fähigkeiten, innere Wahrheiten, Moralvorstellungen, Wünsche, Ängste u.s.w.
Der Traum hat ja die Aufgabe, auch diese nichtmateriellen Dinge dar zu stellen, und dazu braucht er eben Bilder und Symbole. Die Kunst ist es nun, die Traumbilder zu übersetzen in "seelische Anteile". Und das geht recht einfach, wenn man das dahinterliegende Prinzip kennt. Die Herleitungen sind einfach und logisch, aber sie lassen sich nicht in ein paar Sätzen erklären. Deshalb muss ich hier einiges einfach "behaupten". Wer den wissenschaftlichen Beweis lernen will, der kann ja in meinem Buch ... äh, lassen wir das.

Also Ypna, was taucht auf in deinem Traum:

Grundsätzlich:
Das Thema solcher Träume (es gibt noch andere Traumtypen) ist: Das Spannungsfeld zwischen dem "was wir wollen" und dem "was wir müssen". Wir "wollen", weil wir Naturwesen sind, weil wir laut unseres Bauplans eine gewissen Natürlichkeit leben müssen. (Nahrung, Schlaf, Triebe, Lust, Verdauung...)
Dem gegenüber steht das, was die Leistungsgesellschaft von uns fordert: Disziplin, Leistung, Abstraktes, Moral, Karriere ... kurz: die Überwindung der Natur. Historisch gesehen ist das der Widerspruch zwischen matriarchaler Gesellschaftsform und Partriarchat.
Wir träumen diese Alpträume, weil wir von der Natur fürs Matriarchat konstruiert sind, aber im Patriarchat bestehen müssen.

Die Wohnung:
Dein Haus, deine Wohnung, dein Zelt, dein Planwagen u.s.w. sind ein Standardsymbol für die "gesamte seelische Ausstattung" also das, was dich seelisch ausmacht, deine "aktuelle seelische Heimat" so zu sagen. (Das hat mit dem Übergang vom Nomadenleben zur Sesshaftigkeit in der Menschheitsgeschichte zu tun.)
Schon die ersten 7 Worte des Traumes ("ich bin in der wg meines Freundes") verraten also: Du bist seelisch unterwegs, deine aktuelle seelische Heimat ändert sich gerade = du entwickeltst dich. Die Psyche wagt sich in einen neuen Zustand und testet den erst mal aus.
(Für's Verständnis: Würde die psychische Veränderung nicht grundlegende Bereiche betreffen, dann würdest du träumen: "Bin bei mir zu Hause". Zuerst getestet wird, weil Veränderung auch Risiko bedeutet. Die Veränderung ist noch unverbindlich, deshalb ist es "nur" die Wohnung des Freundes.)

Der Freund:
Zeigt natürlich auch einer deiner Persönlichkeitsanteile. Es hat nichts mit der realen Person des Freundes zu tun. Welchen seelischen Komplex stellt der Freund dar? Hm... es wird nicht viel gezeigt von ihm. Aber die Küche steht im Fokus, also vermute ich, es ist eine körpernahe Größe. Denn Küche hat mit Nahrung, Essen, Lust und deshalb mit (Über-)Leben zu tun. Es ist also eine Kompetenz, die der "Naturseite" in dir zuzuordnen ist.

Der Traum zeigt also bis hierhin: Es findet eine psychische Umorientierung statt. Und zwar weg von der "Leistungsseite" hin zur "Naturseite". Es dürfte also bei dir gerade so sein, dass die gesellschaftlichen (inneren) Antreiber zur Disziplin, Leistung und so, etwas schwächer werden. Sie bekommen weniger "Wichtigkeit" in deinem Leben.
Dafür wird die Bereitschaft "mehr für dich zu tun" und "Mensch sein dürfen" etwas stärker.

Jedenfalls die Sehnsucht danach, denn der Traum zeigt, dass der Wechsel nicht recht von der Stelle kommt. Warum ist das so?

Weil wir seelische Größen haben, die das verbieten. Hauptsächlich ist das unser gesellschaftlich geprägtes Gewissen. Wir haben "ein schlechtes Gewissen", wenn wir gegen Gesellschaftsregeln verstossen. Wenn wir die Karriere zugunsten eines Kindes aufgeben, oder wenn wir Überstunden verweigern u.s.w. Wenn ein Vater zu seinem Kind sagt: "Kann nicht mit dir spielen, muss arbeiten", dann folgt er gesellschaftlichen Gewissensinhalten.
Das Gewissen ist enorm stark, und es trachtet danach, uns als "leistungsbereite Übermenschen" zu behalten. Diese Gewissensinhalte sind es, die einen seelischen Umzug zur "menschlichen Naturseite" behindern.

Die Gewissensinhalte werden auch als Traumsymbole dargestellt.
In deinem Traum ist das die Frau aus der Nebenwohnung. (Nebenwohnung = anders gestaltete seelische Heimat). Sie zeigt deine Persönlichkeitsanteile die für die Gesellschftsregeln stehen. Schon ihr Äusseres verrät sie: "Sie sieht reich aus". Also nicht natürlich, lebendig, urwüchsig sondern Karrieretyp.

Jetzt haben wir "schon" anderthalb Sätze deines Traumes. Ich muss leider abkürzen, es ist schon fast Mitternacht.

Du liebäugelst also damit, etwas Leistungsbereitschaft zu opfern, zugunsten mehr Natürlichkeit. Das zeigt dein Traum.
Und jetzt kommts: Die gesellschaftlichen Normen sind bei dir sehr stark verankert. Deshalb sind die Seelenanteile, die dich im Leistungsbereich festhalten wollen sehr stark - sie bestrafen dich für das "fremdgehen". Du wolltes Persönlichkeitsanteile (die Hunde) abwerben, damit sie zu dir in die neue Wohnung kommen (= in die neue persönliche Einstellung). Das lässt dein Gewissen nicht zu und bestraft dich. Der seelische Konflikt wird so groß, dass es zum Alptraum kommt.

Ich möchte noch erwähnen: Alle anderen Symbole (Hunde, Butler, Pfote, abhacken ...) kann man alle eindeutig zuordnen und auch herleiten. Sie unterstützen die Grundaussage des Traumes noch. Ich muss leider auf die Erklärungen verzichten - ihr seht ja wie viele Worte man dazu braucht.

Wenn ihr Fragen habt ... gerne!
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Re: Traumdeutung möglich?

Beitragvon Ypna » 07.12.2012, 22:36

also ich habe schon vage Vermutungen, was diesen Traum betrifft... brauchst du Hilfestellungen?

e: DS woher wusstest du, dass es sein Buch ist? E Mail Adresse?
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Re: Traumdeutung möglich?

Beitragvon Hausmeister » 07.12.2012, 22:53

Ypna hat geschrieben:also ich habe schon vage Vermutungen, was diesen Traum betrifft... brauchst du Hilfestellungen?

ne, lass mal. ich will ja zeigen, dass es auch geht ohne dich zu kennen. Nur allein auf Grund der Traumsymbole.

e: DS woher wusstest du, dass es sein Buch ist? E Mail Adresse?

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Re: Experiment: Allgemeine Traumdeutung

Beitragvon Ypna » 08.12.2012, 15:24

ok, ich muss dir sagen, dass ich das viel zu allgemein finde. Alles, was du hier schreibst, trifft einfah auf jeden Menschen zu und fast jeder meiner Träume spielt in Wohnungen. Was bedeuten würde, dass ich mich prmanent im Umbruch befinden würde bzw permanent gegen das konventionelle Leben kämpfe.

Im Prinzip kann ich nicht sagen, dass es falsch ist, was du da schreibst, nur finde ich es, wie gesagt, viel zu allgemein.

Ich hänge mal meine eigene Interpretation hier an.

In der Wohnung gegenüber wohnt ein Paar, das in der Tat sehr reich ist, weil dr Mann Anwal ist und sie diverse Immobilien haben. Die Frau macht ständig Anzeigen gegen den Mieter aus den abstrusesten Gründen: ein Zweig vom Baum ist abgebrochen, das Auto steht einen Millimeter auf dem Parkplatz eines anderen usw. Ich betrachte sie als Monster/Arschloch/blöde Nuss. Ich persönlich denke, dass ihr Mann gar nicht so übel ist, mit dem ich mich schon mehrfach unterhalten habe, während sie mich offenbar ignoriert. Scheinbar liegt es daran, dass ich studiere (klingt echt blöd, aber seit er weiß, dass ich studire redet er mit mir... und sie hasst mich umso mehr. ein kontrollfreak also.) Kontrollfreak erklärt, warum sie nicht akzeptiert, dass die kleinen Hunde zu mir wollten. Der Butler ist offenbar ihr Mann, weil er zu mir in die Küche gekommen ist, um etwas zu Essen (Essen = Unterhaltung). Die ganzen kleinen Tiere betrachte ich als all ihre Opfer, wie z.B. die Mieter. Wenn sie etwas falsch machen, was kein anderer als falsch betrachtet, werden sie bestraft, weil sie es nicht abkann, wenn jemand anderes ihr vorgezogen wird (in ihrer kleinen kranken Welt). Ich bin kein Psychologe und ich kenne sie nicht gut genug, um mir ein Urteil zu bilden, aber das ist das Bild, dass ich von ihr habe.
Das einzge, was ich nicht zuordnen kann, ist mein Bruder.

Diese Interpretation ist nun fernab von deiner, aber sie ist bei Weitem nicht so allgemein. Wie gesagt, eine Interpretation ist immer Ansichtssache (wie bei Gedichtinterpretationen) und mir fehlt bei deiner der persönliche Aspekt, was bei einer allgemeinen Interpretation nicht gegeben ist. Das ist, als würde man Kafka interpretieren, ohne seine kaputte Beziehung zu seinem Vater zu beachten.

Könnte aber auch falsch liegen und ich bin unter Umtänden ein Einzelfall. Ich denke momentan steht es 1:0 (individuelle Interpretation vs allgemeine Interpretation). (Oder jemand findet deine Interpretation besser, dann ist es 1:1).

Ich finde dieses Experiment shr interessant, vielleicht hättest du Lust, wenn jemand sich bereit erklärt, noch einen weiteren Traum auseinander zu nehmen? Im Schnelldurchlauf, versteht sch, ich denke so eine Interpretation ausgebig niederzuschreiben ist echt zu aufwendig (aufwändig??), hab das auch nur schnell schnell gemacht.

Vielen Dank für deine Arbeit und deine Interpretation, freue mich auf mehr.
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Re: EinzelExperiment: Ypnas Traumdeutung

Beitragvon Oni » 08.12.2012, 17:08

..........
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Re: EinzelExperiment: Ypnas Traumdeutung

Beitragvon Hausmeister » 09.12.2012, 17:33

Hallo an alle,

danke für deine Interpretation, Ypna.
Das Problem bei persönlichen Interpretationen ist, dass sie sich nicht herleiten lassen. Der einzige Anhaltspunkt, ist das persönliche Gefühl von "das fühlt sich stimmig an". Dieses Gefühl hat man aber bei (fast) allem was man denkt. Und es hat nichts damit zu tun ob man richtig liegt oder nicht - es ist ein Trick des Gewissens. Glaub' nicht alles was du denkst - dass die Erde eine Scheibe ist, hat sich in Millionen Menschen über Jahrhunderte auch stimmig angefühlt. Und das, obwohl es objektiv falsch ist.
Was ich damit sagen will: Auch wenn sich etwas noch so richtig anfühlt, das ist kein Indiz dafür, dass es auch wahr ist.

Aus diesem Dilemma kann man ausbrechen, wenn man Fakten nimmt, um Träume zu analysieren. Fakten - nicht ein Gefühl. Das ist zwar nicht so romantisch und spirituell, aber dafür liegt man auf der richtigen Seite. Und diese Fakten lassen sich eben herleiten - aus der Menschheitsgeschichte, aus archäologischen Funden, aus Kultstätten, aus Legenden ...
Und, was noch wichtiger ist, sie lassen sich verifizieren. Es gibt einfach jede Menge Träume - ich selbst habe mehrere Tausend analysiert - in denen die Wohnung, Hunde und Katzen vorkommen. Und immer passen sie perfekt ins Erklärungsmuster. Das kann kein Zufall sein, zumal man dieses Muster in der Natur entdeckt.

Ich will dir deine Interpretation nicht ausreden, sag mir noch: was ist die Aussage dieses Traums. Das habe ich noch nicht verstanden.
Was du über die Frau schreibst, klingt in der Tat nach Persönlichkeitsstörung. Ich kann nur noch nicht erkennen, was deine Psyche damit sagen will. Über dich. Hm ... eigentlich lese ich in deiner Interpretation wie deine Nachbarn sind und dein Verhältnis zu ihnen. Aber nicht, was der Traum bedeutet. Erklär's mir, ich bin ehrlich interssiert. Was will deine Psyche damit dagen, dass sie die Küche auswählt? Was will sie ausdrücken damit, dass du den Hund zu dir rufst? u.s.w.

Dein Einwand:
Alles, was du hier schreibst, trifft einfah auf jeden Menschen zu

Das stimmt. Leider. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und in den Traumforen etwa 500 Träume klassifiziert. Über 95 Prozent hatten dieses Thema zum Inhalt. Es ist aber auch kein Wunder, denn dies ist das große Problem in unserer Kultur - wir haben eine Gesellschaft geschaffen, in der wir unsere Natur verleugnen müssen. Sie ist einfach nicht menschlich. Kein Wunder, dass die meisten Menschen damit seelischen Probleme haben. Die Zuwächse an Burn-out belegen das.
Es gibt durchaus Themen, die gesellschaftsweit im Traum behandelt werden, einfach weil viele Menschen das Problem haben. Als ich vor 30 Jahren mit Traumforschung angefangen habe, gab es gesellschaftsweit noch Träume die, den Sexualtrieb im Traum befriedigten. Heute ist das nicht mehr notwendig und siehe da - die Träume sind ausgestorben.
Meine Analyse ist also keine allgemeine - sondern leider für viele Menschen relevant.

und fast jeder meiner Träume spielt in Wohnungen.

Mag sein. Glaube ich dir, denn das ist nicht ungewöhnlich. Aber warum beweist das, dass meine Interpretation nicht stimmt?

Was bedeuten würde, dass ich mich prmanent im Umbruch befinden würde bzw permanent gegen das konventionelle Leben kämpfe.

Oh, sorry habe ich das zu kurz erklärt. "Wohnung" bedeutet nicht, dass du gegen das konventionelle Leben kämpfst. "Wohnung" zeigt dein psychisches Inventar. Erst "wie und wo" die Wohnung ist, zeigt wie du gerade drauf bist. Du kannst z.B. durchaus von einer Wohnung träumen die zeigt: "Ypna ist gerade voll in der Natur daheim."

Wie gesagt, eine Interpretation ist immer Ansichtssache (wie bei Gedichtinterpretationen)

Ne, eben nicht. Es gibt ein Prinzip, nach dem Träume die Symbolik wählen. Traumanalyse ist ein erlernbares "Handwerk", die Sprache der Träume ist festgelegt und lässt sich beweisen. (Ich kann ja nichts dafür, ich beschreibe es bloß.)

@onikaan
danke für dein Interesse!
[...] die Leute können ja auch Träume bei dir einreichen, wenn es dir nicht zuviel Arbeit ist. Mach halt wie du Zeit und Lust hast.


Ja, können sie machen. Ich analysiere ja schon Träume im Internet. In meinem Forum, (dessen Name ich hier ja nicht nenne darf ;-p .) Auch auf meiner Homepage habe ich Traumanalysen stehen, ausfühlicher als hier und mit Hintergrunderklärungen. Es geht darin aber nicht um Klarträume! Damit kenne ich mich nicht gut genug aus um mein Wissen weiter zu geben.

Bei Traumanalysen hier habe ich das Problem, dass ich kein Vorwissen voraussetzen kann. Es ist ein bisschen so, als müsste ich Wurzelziehen erklären, muss dabei aber bei 1+1=2 anfangen. Deshalb wirken die Analysen natürlich etwas unverständlich oder verworren. Und es fehlen die Beweise und Herleitungen. Wenn ich aber alles erkläre und herleite, dann brauche ich viele, viele Seiten und viel Zeit. Aber wir können es versuchen, schickt mir Träume ... wenn ich genug analysiert habe hier, dann erkennt ihr das Gesamtbild.

Liebe Grüße
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Re: EinzelExperiment: Ypnas Traumdeutung

Beitragvon Ypna » 10.12.2012, 01:56

o.O ich befriedige sehr wohl meinen Sexualtrieb in Träumen (nicht nur in KT), selbst wenn ich direkt davor voll und ganz befriedigt worden bin :)

wie erkärst du dir Deja vus? Auch herleitbar, ja, hab ich bei Galileo gesehen aber eben einfach nicht wahr.

Ich habe deine Ausführungen wohl verstanden. Genauso wie Zähne aussfallen ein Symbol für eine Verlustangst ist (hey... jeder Mensch hat Angst, etwas zu verlieren. Geld, Ansehen, Freunde, Familie, seine Hose - aber ich träume nie von ausfallenden Zähnen, wenn ich meine Kauschiene trage!)

Wir können ja mal den umgekehrten Versuch starten, und DU schickst MIR einen und ich analysiere den Traum dann nach beiden Methoden :) Wär auch mal interessant.

Ich habe heute Nacht von einem Zug geträumt, in dem ich mit Freunden war (eine Veränderung, es geht voran und ich fühle mich wohl/gute Begleitung. Beides falsch. Ich bin festgefahren und hasse meine Umgebung). Dann steige ich aus dem Fenster aus (Versuch, aus der Umgebung zu fliehen, die mir doch do gut tut - falsch. Ich weiß, dass ich hier nicht wegkann und tu auch nichts dagegen). Da treff ich auf eine Meute pöbelnder Jugendlicher, einer heißt Edward, sieht wie ein Schüler aus und will eine von meinen Kolleginnen vergewaltigen (kenne keinen Edward, mein Schüler macht mir keine Angst, Jenny ist eine Figur aus meiner Lieblingsserie, die dort zweimal fast vergewaltigt worden ist). Er schafft es aber nicht, weil ich seinen Schädel so hart auf den Asphalt schmettere, dass da kein Gesicht mehr übrig ist (ich habe Final Destination 4 gesehen. Ziemlich blutig). Ja ich weiß, meine INterpretation ist falsch, weil sie nicht auf jahrhunderteralter, erlernter Symbolik besteht, sondern weil ich mir den ganzen Tag lang Gedanken darüber mche, was zu diesem Traum geführt haben könnte.

Aber einen Versuch war es ja Wert :)

Ich bleibe bei meiner Interpretation. Eigentlich will ich nicht im Wald leben und meine natürlichkeit wiederfinden. Ich finde Zivilisation toll. Das führt dazu, dass rauen nicht mit ner Keule erschlagen und dann an den Haaren in die Höhle gezerrt werden ;)
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Re: EinzelExperiment: Ypnas Traumdeutung

Beitragvon MC KT » 10.12.2012, 07:25

Interessant :D.
o.O ich befriedige sehr wohl meinen Sexualtrieb in Träumen (nicht nur in KT), selbst wenn ich direkt davor voll und ganz befriedigt worden bin :)


Könntest auch meine Träume deuten ??? Wäre sehr nett.
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Re: EinzelExperiment: Ypnas Traumdeutung

Beitragvon Hausmeister » 10.12.2012, 08:42

Hi Ypna

Genauso wie Zähne aussfallen ein Symbol für eine Verlustangst ist)

Ne, das stimmt nicht. Das wird immer nur unreflektiert nachgeplappert. Das lässt sich nicht herleiten, das ist eine reine Erfindung.

Aber mal was grundsätzliches.
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass es dir nicht ernst ist mit diesem Experiment. Du bist so sehr auf Konfrontationskurs. Mir geht es nicht darum einen Schlagabtausch zu führen über die Frage wer recht hat. Wir müssen das nicht machen, und wenn du nicht offen bist für Neues sondern es dir nur darum geht deine Sichtweise bestätigt zu bekommen, dann lassen wir es einfach.

Wir können ja mal den umgekehrten Versuch starten, und DU schickst MIR einen und ich analysiere den Traum dann nach beiden Methoden :) Wär auch mal interessant.

Das ist bestimmt interessant, das können wir gerne machen. Wie ist denn deine Methode? Das habe ich noch nicht verstanden.

Liebe Grüße
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Re: EinzelExperiment: Ypnas Traumdeutung

Beitragvon Ypna » 10.12.2012, 11:58

Ich bin nicht auf Konfrontationskurs, nur sehe ich, dass ein Schlagabtausch nichts bringt, weil ich eine aus Büchern erlernte Methode ohne jeglichen Bezug zur Person als an den Haaren herbeigezogen empfinde. Und Männer können besser einparken, weil sie den besseren Orientierungssinn haben, weil sie in der Steinzeit jagen gehen mussten.

Du haast das so gelernt und sagst, es wurde aus vielen Quellen bestätigt und ist wissenschaftlich. Ich wüsste gerne, wer das alles bestätigt hat. Wenn Leute zum Wahrsger gehen, dann sagt der einem auch nur allgemeine Sachen und achtet dann auf Muskelzuckungen, ob er richtig liegt. Selbst der macht es individuell :) Vermutlich waren es dieselben Leute. Tut mir Leid, wie gesagt, ich bin Agnostikerin und ich zweifel ALLES an, bis ich genug Beweise habe. Bisher habe ich noch keinen, weil ich nicht finde, dass deine Interpretation stimmig ist.

Wer soll denn der Hund sein? Was macht mein Bruder da in der Küche? Und zur Wohnung: wieso bin ich denn in der Wohnung meines Freundes und nicht in meiner eigenen? Wieso nicht in der in Frankreich, wo mein Leben sich momentan abspielt? Was bedeutet es, wenn man sich in einem Büro befindet? Welches Symbol stellen Haie dar?

Meine Methode? So wie ich das sehe, ist deine Methode nicht unbedingt eine Sache der ERlernens, sondern des AUSWENDIGlernens. Ich kann google benutzen und deine Methode finden, mit den Angaben, ie ich bisher habe, dürfte das nicht allzu schwierig sein ;)

Ich finde es schade, dass hier nur wir zwei gegeneinander reden, weil keiner wird den anderen davon überzeugen können, welche Interpretation die richtige ist. Und weißt du, manchmal fühlt es sich richtig an, weil es eben richtig ist! Hausfart sieht falsch aus, weil es falsch ist.

"Und manchmal ist eine Zigarre eben einfach nur eine Zigarre" :)

Im Prinzip warte ich auf mehr Deutungen von dir, bzw detailliertere Deutungen. Aber im Moment bin ich alles andere von deiner Methode überzeugt.

Ich bin nicht auf Konfrontationskurs - ich versuche dich zum Nachdenken zu animieren, denn genau wie ich bist du fixiert auf deine eigene Interpretetion. Nur lasse ich deine zu: nur eben trifft sie auf jeden zu, auch ohne vorher einen Traum hinterlegt zu haben. Ich muss nun eben abwarten und sehen, ob jeder Traum sich bei dir gleich anhört. Wenn ja, ist das DER Beweis für mich, dass das, was du sagst, nicht stimmen kann, weil Menschen nunmal Individuen sind und somit individuelle Träume mit individuellen Erklärungen haben ;)

Just think a second about it (or 2000)

e: oh mann... das Haus ist bei Freud die Gebärmutter... *Augenverdreh*

e2: iich wusste ar nicht, wieiele traumdeuungsforen es gibt... ich fürchte, ich finde dein Forum nicht, vlt magst du es mir per PM schicken?
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Re: EinzelExperiment: Ypnas Traumdeutung

Beitragvon Anewex » 10.12.2012, 15:28

:D
Interessant, in der Tat.
Ich glaube Ypna, dir geht es ein wenig so wie mir: Ich fände es unglaublich toll, wenn sich Träume allgemein deuten ließen. Aber ich weiß im Grunde, dass es bei dieser Hoffnung bleiben wird (ich glaube es zumindest).

Träume haben sehr viel mit Gefühl zu tun. Man kann im Traum einen Hund töten und sich gut fühlen, oder man kann einen Hund töten und sich miserabel dabei fühlen. Gibt es einen Unterschied in der Deutung? Lustig ist außerdem, dass man sich als Träumer nicht immer an das Gefühl erinnert, und wie will man DANN eine gescheide allgemeine Traumdeutung machen?

Ich sage nicht, dass allgemeine Deutungen nutzlos sind. Wer weiß, vielleicht sollte man immer dann mit archetypischen Deutungen beginnen, wenn man persönlich keinen Bezug zu etwas sieht. Vielleicht verarbeitet man aber auch nur den Eindruck aus der Werbung...
Es ist sehr fruchtlos darüber zu diskutieren.

Wenn, dann solltet ihr ein richtiges Experiment machen: Du deutest einen Traum von Ypna, den sie einmal hatte und dann schreibst du ihn insgeheim auf. Danach wird sie versuchen, einen Klartraum zu erlangen und genau diesen Traum zu "erfragen" aus ihrem Unterbewusstsein, welches garantiert sagt, worum es geht. Meistens sind es einfache Sachen wie "du willst eine bessere Beziehung zu deinen Eltern und leidest im Moment darunter" (bsp.). Wenn ihr beide das erdeutet hättet, dann könnte man wohl sagen, die allgemeine Methode ist anerkannt. Ansonsten würde ICH sagen, vergiss die allgemeine und erinnere dich an dein Unbewusstes. ;)

Ich hoffe das ist euch eine Alternative zum Diskutieren.^^
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Re: EinzelExperiment: Ypnas Traumdeutung

Beitragvon Ypna » 10.12.2012, 16:17

das ist wirklich eine tolle Idee! Aber ich habe so wenige Karträume :( Vielleicht sollte das marc machen, unser natürlicher Klarträumer, der da viel geübter ist. Bei mir ist das etwas... naja... langwierig :D und ich bin nicht wirklich geduldig...
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Re: EinzelExperiment: Ypnas Traumdeutung

Beitragvon maRC » 10.12.2012, 16:36

Sehr interessant der Thread :) (Y)

"Ich bin nicht auf Konfrontationskurs, nur sehe ich, dass ein Schlagabtausch nichts bringt, weil ich eine aus Büchern erlernte Methode ohne jeglichen Bezug zur Person als an den Haaren herbeigezogen empfinde"

Haha das könnte ich nicht besser sagen. Das ist auch meine Meinung, wunderbar praktisch zusammengefasst.

Ypna hat geschrieben:das ist wirklich eine tolle Idee! Aber ich habe so wenige Karträume :( Vielleicht sollte das marc machen, unser natürlicher Klarträumer, der da viel geübter ist. Bei mir ist das etwas... naja... langwierig :D und ich bin nicht wirklich geduldig...


Ich glaube da wurde was verwechselt, ich bin kein natürlicher Klarträumer :D Wäre schön, aber ich muss (leider) auch was dafür tun.
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Re: EinzelExperiment: Ypnas Traumdeutung

Beitragvon Hausmeister » 10.12.2012, 17:25

Hallo,

was meint ihr denn eigentlich mit "allgemein" gedeutet?


Ich mach mal ein Beispiel:
Ich habe in meinem Bücherregal 100 Romane. Jeder erzählt eine andere Geschichte.
Aber alle verwenden sie die selben Wörter.

So ist es auch bei Träumen.
Natürlich träumt jeder Mensch individuell, is ja logisch! Aber die Sprache, derer sich der Traum bedient, ist festgelegt.
Die Symbole haben eine feste Bedeutung, so wie die Wörter. Und die Psyche formt mit diesen universellen Symbolen
eine sehr persönliche Aussage über den aktuellen Seelenzustand.
Und welche Bedeutung welches Symbol hat, muss man nicht erraten oder googeln, sondern kann man herleiten.
(Googeln geht übrigends nicht, weil die vorgefertigten Symboltabellen nicht stimmen. Da schreibt einer vom anderen ab.)

Und das hier ist S. Freud, ja
"Und manchmal ist eine Zigarre eben einfach nur eine Zigarre" :)
e: oh mann... das Haus ist bei Freud die Gebärmutter... *Augenverdreh*

Stimmt *Augenverdreh*!
S.Freud hat das auch nicht hergeleitet, sondern nur nach seinem persönlichen Richtigkeitsgefühl gedeutet. Ich stimme mit Freud in weiten Teilen nicht überein. Aber ist eh nicht relevant, denn seit zwanzig Jahren gibt es kaum noch Freud'sche träume.

Was du mir immer noch schuldig bist, Ypna: Wie geht deine Methode? Du wetterst nur gegen mich, bist aber nicht bereit zu sagen, wie du dich den Traumanalysen näherst.


Liebe Grüße
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Re: EinzelExperiment: Ypnas Traumdeutung

Beitragvon maRC » 10.12.2012, 17:38

Allgemeine Traumdeutung ist für mich eine Traumdeutung die auf alle Personen zutrifft und trotzdem alles seine Richtigkeit hat ^^. Das ist eben aus meiner Sicht nicht möglich, jeder Träumer und jeder Traum hat letzendlich seinen eigenen Hintergrund und seine eigene Bewandnis, das kann man doch nicht einfach über einen Kamm schären. Das würde ja bedeuten jeder Mensch wäre gleich und das kann einfach nicht hinkommen! Man spricht nicht umsonst vom Individuum :D.

Es geht schon, aber nicht sehr tiefgründig und weitreichend. Wenn eine Frau oder ein Mann eine Spinnenphobie hat und in den Träumen dann massenweise Spinnen auftauchen und die Unruhe stiften, dann fällt die Deutung nicht allzu schwer aus. Es zeigt sich im Traum die Spinnenphobie. Das kann man auch so festhalten, aber genauerer kann man das auch nicht festlegen (meiner Meinung nach :D) . Phobien , Ängste und im allgemeinen Gefühle lassen sich in Träumen entdecken und auch deuten, aber wie soll man bitte schön "Feuer" im Traum deuten? :D

Es hat sicher auch nicht alles einen Sinn was uns so in unseren Träumen begegnet.
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