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Präkognitive Träume

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Präkognitive Träume

Beitragvon Personalpronomen » 04.10.2017, 19:30

Hallo zu erst Mal,
War ja einige Zeit nicht mehr aktiv ^^.

Ich bin wirklich nicht sonderlich esoterisch und glaube zunächst Mal nichts, das für mich keinen Sinn ergibt, solange ich es nicht selbst erlebt habe.
Dennoch passiert es mir häufig, dass ich etwas träume, dass sich wenige Tage später tatsächlich bewahrheitet. Normalerweise würde ich das so interpretieren, dass es sich dabei um eine Vorahnung handelt, doch meistens ist das bei den Themen unmöglich- . Es handelt sich um belanglose Dinge. Es sind Kleinigkeiten über die ich stolpere wenn ich versuche meine Träume zu deuten. Beispielsweise ein in sich schlüssiger Traum mit einem Kleinem nicht zu deutenden Detail wie, dass ich einen alten Klassenkameraden, der nie eine große Rolle in meinem Leben spielte, nach langer Zeit mal wieder in der S-Bahn treffe... und dann wenige Zeit später passiert es tatsächlich. Auch im Wachzustand fällt mir immer häufiger auf dass ich manchmal kleine, sinnlos erscheinende Gedanken habe, die auf einmal einfach da sind, ohne dass sie zum Thema passen und kurze Zeit darauf passiert es tatsächlich. erklären kann ich mir das nicht, aber ich frage mich ob es möglich ist so etwas zu steuern. oder ist es nur Zufall? Ich glaube das nicht, weil es mir tatsächlich sehr häufig passiert und es meist eine ähnliche Art von Gedanke ist, welche sich als präkognitiv (= sich bewahrheitend/ vorhersehend) herrausstellt.
Nun da ich eigentlich wirklich nicht an derart übersinnliche Dinge glaube, wollte ich euch fragen ob ihr das auch kennt oder vielleicht sogar eine Idee habt wie man das steuern könnte?

Grüße,
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Re: Präkognitive Träume

Beitragvon DreamState » 05.10.2017, 07:20

Hab die gleiche Sichtweise wie du. Aber ich habe früher auch nicht an KTs geglaubt :D

Es gibt sie vielleicht doch... bin da total zwiegespalten... Es gibt ja auch die Theorie, das Träume einem nur einen früheren Beginn vorgaukeln. BSP: Du träumst, dass du verurteilst und hingerichtet wirst. Du wirst genau bei der Hinrichtung wach, weil dir ein Buch auf den Kopf fällt.

Die Theorie sagt, erst als das Buch auf deinen Kopf gefallen ist, entstand rückwirkend der Traum und du glaubst nur, das alles davor geträumt zu haben.

Das würde vieles was ich über Träume glaube zu wissen auf den Kopf stellen...
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Re: Präkognitive Träume

Beitragvon Gumbi » 12.10.2017, 21:36

Sup,
ich kann dich bestätigen, ich habe es tatsächlich auch oft. Das Problem an der Sache ist, jedenfalls bei mir, dass sich die Träume als "vorhersagende Träume" nicht deuten lassen. Also ich weis weniger ob dieser Traum in der Zukunft passieren wird, noch in welchem Maße. Denn, sie haben anfangs keinen offensichtlichen Bezug zu dem geschehen im Wachleben, den Bezug kann ich für mich erst oft bilden, nachdem das Geschehen im Wachleben passiert ist.
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Re: Präkognitive Träume

Beitragvon Ne0 » 21.10.2017, 00:53

Ich kann es auch bestätigen, und bei mir ist es genauso. Es sind eher unwichtige Dinge, Nebensächlichkeiten, die sich dann später im RL zutragen. Mich hat das immer verwundert, denn man sollte eigentlich erwarten, dass prospektive Eingebungen (oder Vorahnungen) sich eher von den psychischen Inhalten einstellen sollten, die für das subjektive Erleben von irgend einer Bedeutung sind (positiver wie negativer Art). Aber bei mir ist dies nicht der Fall. Andererseits sind diese Übereinstimmungen - gerade weil es so unbedeutende Dinge sind - in ihren Details so unwahrscheinlich, daß man sie kaum überzeugend als "Zufälle" erklären kann. Ich benutze daher lieber den Sprachgebrauch nach C.G. Jung und verwende für diese Art akausaler Zusammentreffen den Begriff "Synchronizität".

Was die prophetischen (Jung spricht von 'telepathischen') Träume angeht, so schreibt C.G. Jung in seinem Buch "Traum und Traumdeutung" allerdings das genau gegenteilige:

» Als eine weitere Traumdeterminante muss ich das telepathische Phänomen anerkennen. Die allgemeine Tatsächlichkeit dieses Phänomens ist heutzutage nicht mehr zu bezweifeln.[...] Das Phänomen existiert zweifellos, jedoch scheint mir seine Theorie nicht so einfach zu sein. Man muss in jedem Fall die Möglichkeit der Assoziationskonkordanz berücksichtigen, des parallelen psychischen Ablaufs, der nachweisbar besonders in Familien eine sehr große Rolle spielt und sich unter anderem auch in in der Gleichheit oder weitgehenden Ähnlichkeit der Einstellung manifestiert.[...]
Gewöhnlich werden in der Literatur der telepathischen Träume nur diejenigen erwähnt, in denen eine besonders affektvolle Angelegenheit räumlich oder zeitlich "telepathisch" antizipiert wird, wo also gewissermaßen die menschliche Wichtigkeit des Ereignisses (zum Beispiel Todesfall) dessen Vorausahnung oder Fernperzeption erklärt oder wenigstens dem Verständnis näherrückt. Die telepathischen Träume, die ich beobachtet habe, entsprechen in der Mehrzahl diesem Muster. Eine Minderzahl dagegen zeichnet sich durch die merkwürdige Tatsache aus, daß der manifeste Trauminhalt eine telepathische Konstatierung enthält, die sich auf etwas gänzlich Belangloses bezieht, z.B. das Gesicht eines unbekannten und ganz indifferenten Menschen, oder eine gewisse Zusammenstellung von Möbeln an einem indifferenten Ort unter indifferenten Bedingungen, die Ankunft eines belanglosen Briefes und so weiter.«


Als ich früher lange Zeit mit Trancezuständen experimentierte, um diesen "präkognitiven" oder prospektiven Zustand zu erreichen, habe ich das selbe erlebt: einige sehr erstaunliche, detailreiche Übereinstimmungen, allerdings niemals das was ich eigentlich erfahren wollte, sondern immer nur irgend welche Belanglosigkeiten. Ich habe mich oft gefragt, woran das liegt. Eine Antwort habe ich keine, aber zumindest scheint mir gesichert zu sein, dass besondere Bewußtseinszustände, zu denen anscheinend auch der Zustand des Bewußtseins während des Träumens gehört, uns solche erstaunlichen Fähigkeiten ermöglichen.

Wer sich mehr für das Phänomen der ASW im Allgemeinen interessiert, dem empfehle ich das lesenswerte, alte und wohl nur noch über den antiquarischen Buchhandel zu beziehende Werk von Upton Sinclar "Mental Radio" von 1930 (auf deutsch erschienen unter dem Titel "Radar der Psyche"). Dort beschreibt der Schriftsteller Sinclar höchst erstaunliche Versuche zur Gedankenübertragung mit seiner in diesen Fähigkeiten besonders begabten Ehefrau.

Aside from his political and social writings, Sinclair took an interest in occult phenomena and experimented with telepathy. His book Mental Radio (1930) included accounts of his wife Mary's telepathic experiences and ability. William McDougall read the book and wrote an introduction to it, which led him to establish the parapsychology department at Duke University.
(https://en.wikipedia.org/wiki/Upton_Sinclair)


EDIT:
Noch erstaunlicher als das Phänomen selbst war für mich allerdings beim Lesen dieses Buches, die Ähnlichkeit zwischen den Ergebnissen dieser Versuche und der Arbeitsweise des Träumens. Denn wenn es zu einer Übereinstimmung zwischen Zielobjekt (bspw. eine Zeichnung in einem verschlossenen Kuvert) und der Rückmeldung durch Sinclairs Frau kam, so war diese Übereinstimmung zwar so weitgehend, dass man eindeutig von einer inhaltlichen Übereinstimmung sprechen musste; andererseits waren aber da auch jedesmal Fehler enthalten, zB seitenverkehrte Beschreibung oder Wörter falsch geschrieben. Und genau das kennen wir auch aus der Beschreibung unserer Trauminhalte.
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