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Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Philosophisches / Psychologisches / Körper, Geist & Seele

Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon Shapokla » 02.04.2014, 02:19

Ein gewagtes Thema, an das ich mich nach gut einem Jahr intensivster Bewusstseins- und Selbstforschung wage. Aber ich habe etwas Wichtiges in den letzten Monaten lernen dürfen: Frage und dir wird geantwortet. Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass sich vieles im Folgenden nach bloßen Behauptungen anhört wird, da einiges, was ich so von mir geben werde, einfach nicht mit objektivierbaren Beweisen zu unterliegen ist, wenn der persönliche Zugang fehlt. Viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind schon zu denselben Erkenntnissen gekommen, die ich dir gleich präsentieren werde. Ich werde ich versuchen, die Dinge für jeden nachvollziehbar zu erklären. Hiermit lade ich ein anzunehmen, was sich gut und wahr anfühlt und den Rest einfach stehen zu lassen. Also los geht’s:

Wer bist du?
Ja, ich beginne eine Erklärung mit einer Frage, und zwar der wichtigsten Frage, die sich ein Mensch in seinem Leben stellen kann. Ich nehme noch vorweg, dass ich dir in diesem Absatz nicht erklären werde, wer du bist, sondern wer du nicht bist. Aber das ist Vorbereitung. ;) Gut. Als du geboren wurdest, warst du das, was man heute einen Homo sapiens nennt. Doch was ist das, ein „Mensch“? Eine Ansammlung aus Atomen, also der etablierten Wissenschaft zufolge tote Materie, die aus unerklärbaren Gründen angefangen haben soll, zu leben und eine ziemlich komplexe Form annahm. Das ist nur teilweise richtig. Dazu komme ich noch einmal, jetzt zurück zu dir. Du hast das Licht der Welt erblickt und bekamst dein erstes gedankliches Etikett verpasst; deinen Namen. Zwischenfrage: Wärst du trotzdem existent, auch wenn man dir rein theoretisch keinen Namen gegeben hätte? Und vor allem: WER wärst du? Heutzutage beziehen die meisten Menschen ihr Ich-Gefühl aus einem gedanklichen Konstrukt, das weitläufig als Ego bekannt ist. Das Ego ist ein Gebäude aus Gedanken, das wir für unser Selbst halten; „Mein“ Name, „meine“ Geschichte, „meine“ Meinung. Es ist die Stimme in deinem Kopf, der Gedankenfluss, der laut Neurowissenschaftlern beim heutigen Durchschnittsmensch zu 95% automatisch und beinahe willkürlich abläuft. Ich will etwas klären: Du denkst nicht! Es denkt in dir. Das Ego, dein gedankliches Ich mit dem du durch die Welt läufst sagt dir: „Ich bin, was ich denke.“ In der heutigen „modernen“ Welt, wo viele Menschen stolz auf ihren Intellekt und auf ihr gedankliches Ich sind, wird die Erkenntnis des automatischen Denkens meist als unbequem empfunden. Jedoch ist dieses automatische Denken und die fälschliche Identifikation damit auch für alles „negative“ in deinem Leben, für Angst, Hass, Schmerz und Trauer verantwortlich. Die Menschen ergeben sich ihrem Verstand, anstatt ihn benutzen, was für alles Leid auf diesem Planeten verantwortlich ist. In der Computersprache spricht man von Junk-In-Junk-Out, was bedeutet, dass ein Computer, der nur mit Müll gefüttert wird, auch nur Müll ausspuckt. Nun, unser Gehirn ist ein hochkomplexer Bio-Computer und wie füttern wir ihn? Mit starrer Indoktrination an den Schulen, „Erziehung“, einer irrsinnigen Fehlvorstellung von Liebe und Müll aus dem Fernsehen, den Werbungen und dem alltäglichen Wahnsinn, den wir uns im Laufe der Jahrhunderte auferlegt haben. Nach dem Junk-Prinzip, spuckt unser Gehirn also sehr viel Müll aus, auch wenn wir es nicht gerne zugeben. Dieser Müll ist das einzige, was dich je davon hindern kann, in jedem Moment der oder die zu sein, wer du wirklich sein willst. Es ist der Müll, den du denkst, wenn es dir schlecht geht, wenn du traurig bist, oder „verletzt wurdest“. Und jetzt kommt die große Erkenntnis: Du musst dich nicht mit diesen Gedanken identifizieren, denn du bist nicht deine Gedanken! Kleine Gegenrechnung, falls du nicht ganz überzeugt bist: Hast du immer schon so gedacht, wie du heute denkst? Mit Sicherheit nicht, aber warst DU deshalb nicht DU?

Das Ich geht über Denken hinaus, und jetzt wo du davon ließt, wird dir zukünftig sicherlich ab und zu auffallen, wie dumm manche Gedanken sind. Das gedankliche Ego ist das, was zu Streit veranlasst, denn wenn jemand einen deiner Lieblingsgedanken nicht nachvollziehen kann, oder gar einen gegenteiligen Gedanken vertritt, verletzt er dein falsches Ich-Gefühl aus dem du deine Existenz schöpfst. Das Ego muss sich verteidigen und so beginnen wir zu streiten, zu schimpfen und Stresshormone zu produzieren, die unseren Körpern nicht gerade gut tun. Das Ego ist das, was Trennung zwischen den Menschen untereinander und dem Rest der Natur schafft und es ist kurz davor auf globaler Linie selbst abgeschafft zu werden. Das Ego sagt nicht nur, „Ich bin was ich denke.“, sondern auch „Ich bin, was ich habe.“ Die Menschen suchen sich im materiellen, im Außen; sie wollen mehr Geld, mehr Sex, mehr Urlaub, mehr Besitz, mehr, mehr, mehr und werden einfach nicht glücklich. Wieso das so ist, hat mit dem heutigen Weltbild und Erziehung zu tun. Das Paradoxon „Meins“ wurde früh in der Kindheit kreiert. Man gibt dem Kleinen ein Spielzeug und sagt ihm „Das ist deins“. Im Kind passiert etwas Verrücktes: Es beginnt sein Ich-Gefühl aus einem Ding zu beziehen, weshalb es dem Kind auch Schmerz bereitet, wenn man ihm „sein“ Spielzeug wieder wegnimmt. Man nimmt ja ein Teil von ihm weg. Im Laufe unseres Lebens werden unsere Spielsachen einfach nur größer, aber wenn man uns unseren „Besitz“ wegnimmt, oder er zerfällt, was der natürliche Lauf aller Dinge ist, dann bereiten wir uns selbst gedanklichen und in Folge dessen auch emotionalen Schmerz. So verhält es sich mit allen Lebensgegebenheiten. Sei es Religion, Staatsangehörigkeit oder eine „Meinung“, an die sich das gedankliche Ich klammert. Diese kamen irgendwann, meistens in der Erziehung, in unser Leben und all das gilt es vehement zu verteidigen. Aber wehe dem, der das Gleiche auf eine seine eigene Weise macht! Dann fliegen die Fetzen, obwohl ein Gedanke nicht mehr über dich aussagt, als ein Haar auf deinem Hintern. Du bist nicht deine Gedanken, und falls du das erste Mal von dieser Erkenntnis liest, oder hörst, dann fang am Besten jetzt damit an wieder selbst das Ruder zu übernehmen und sortiere den geistigen Müll aus.
So! „Schön und gut, aber wenn ich nicht meine Gedanken bin, was bin ich dann?“ Du bist auch nicht dein Körper – so viel steht fest! Alle paar Jahre hast du einen brandneuen Körper, da sich jede einzelne deiner Körperzellen regelmäßig erneuert. Als Baby sahst du anders aus, als jetzt, weil du faktisch einen anderen Körper hattest.

Ich werde dir jetzt sagen WAS du bist und später eröffne ich dir WER du bist. Du bist nicht deine Gedanken: Sie sind ein automatischer Prozess, den dein Verstand, der nach dem Reiz-Reaktions-Prinzip funktioniert, ausführt. Du bist nicht dein Verstand; du hast einen Verstand. Du bist nicht dein Körper; du hast einen Körper. Du bist das, was deine Gedanken hört, das was durch die Sinne deines Körpers vernimmt; Das, was man in den Religionen und der Spiritualität als Bewusstsein, Licht, höheres Selbst usw. bezeichnet. Ich persönlich finde die Bezeichnung „Bewusstsein“ am Treffendsten. Bewusstsein, dass nach deiner Geburt durch deine Augen gesehen hat, urteilslos, ohne zwanghaft zu denken. Damals, als es dir noch scheißegal war, was andere von dir dachten, als du einfach nur genossen hast, allem mit Neugier gegenüber tratest und vor nichts und niemanden Angst hattest, oder dich sorgtest. Das ist es, was im Buddhismus ein „erleuchteter“ Geist genannt wurde: Die Freiheit vom Ego und ein Bewusstsein voller Liebe, Offenheit und tiefgreifender Akzeptanz. Später kamen Gedankenkonstrukte von außen, wie „Mach was aus dir!“, „Sei brav, sonst wirst du nicht geliebt.“, und viele mehr hinzu, die dein Potenzial nach und nach blockierten – bis zum heutigen Tag. Du (das Ich, das diesen Text ließt) hast dich nicht verändert, nur dein Körper, dein Erfahrungsschatz und deine Art zu denken. Du bist in Wirklichkeit Bewusstsein, reiner Geist. Du suchst dir aus, wer oder wie du bist. Du kannst ein Einstein, ein Mozart, oder was auch immer sein; In dir schlummert schier unendliches Potenzial und es ist keine Kunst, Freiheit von allen negativen Blockaden zu erlangen; es ist bloß eine Entwicklung, die dich nach und nach mehr befreien wird, als du dir das jetzt auch nur erträumen kannst, falls du diese Reise noch nicht angetreten bist.

Ich habe vorhin behauptet, dass das Ego für die Trennung verantwortlich ist, denn faktisch – die mystischen Religionen sagten es schon immer – ist alles eins. Das ist eine Erkenntnis, die ich erstmals durch Wissenschaftliche Forschung erlangen habe, später erst durch Selbstreflexion. Angenommen, du betrachtest dich unter einem sehr, sehr guten Mikroskop. Du würdest sehen, dass du aus kleinsten „Teilchen“ namens Atome bestehst. Ein Atom besteht aus einem Atomkern, der wiederum aus schwingenden Energie-“Päckchen“ besteht, und den sogenannten Elektronen, wiederum Energieeinheiten, die um den Kern kreisen. Dazu wäre noch anzumerken, dass ein Atom zu 99,99999999% leerer Raum ist. Materie ist also im Wesentlichen ziemlich substanzlos und besteht aus schwingender Energie und leerem Raum, die uns nur als fest erscheinen. Hinzu kommt, dass bei noch genauerer Betrachtung gar keine Trennung zwischen hier und dort mehr möglich ist. Das berühmte Doppelspaltexperiment gab Aufschluss darüber, dass Materie erst dann zu Materie wird, wenn sie von einem interpretierenden Beobachter angesehen wird. Andernfalls befinden Atome in einem sich überlappenden Wellenzustand, auch Superposition genannt. Die Atome sind nirgendwo aber überall gleichzeitig und vor allem: sie sind eins und werden erst dann zu Materie, wenn sie von einem sinnerfassenden Beobachter betrachtet werden. In der Quantenphysik kam man zu dem Umkehrschluss, dass das Universum eine einzige interferierende Welle der Möglichkeiten wäre, wenn keiner hinsähe. Bei der Entdeckung von der sogenannten Teilchenverschränkung erkannten die Physiker, dass miteinander verschränkte Quanten unabhängig von ihrer Distanz absolut zeitgleich, also weit über Lichtgeschwindigkeit mit einander kommunizieren können, was zu der Erkenntnis führte, dass sie trotz intergalaktischen Distanzen nie voneinander getrennt und/oder durch irgendetwas verbunden sind. Dieses irgendwas, das alles miteinander verbindet taufte man in der Quantenmechanik „das Feld“, das aller Materie zugrunde liegt. Alles geht aus diesem Feld hervor: die Naturgesetze und das, was wir Realität nennen. Nun behaupte ich, dieses Feld sei intelligent, was all die „Zufälle“ in der Entstehungsgeschichte des Universums, der Naturgesetze, der Beschaffenheit von Atomen bis hin zur Evolution erklärt. Du fragst dich wahrscheinlich schon lange, was das mit dir zu tun hat, also hier die Erklärung:

Am Anfang war alles was ist, genau das; alles was ist. Eine Ganzheit puren Bewusstseins: allwissend und allmächtig. Die Wissenschaft bezeichnet den Anfang des Universums als „Singularität“, ein einmaliges Ereignis, dessen Entdeckung bis zum heutigen Tage mehr Fragen aufwarf als sie beantwortete. Alles Energie in unserem Universum, zusammengestaucht in einem Punkt, viele tausend male kleiner als ein Stecknadelkopf, aus dem Raumzeit/das Feld, später Licht und Materie, hervorgingen. Die Ganzheit, die sich selbst (logischerweise ihr einziges Werkzeug) aufspaltete, um sich in sich zu erfahren und das auf jede erdenkliche Weise. Gott, wenn man so will, hat das Universum gebastelt. Wenn Gott aber alles ist, das ist, hatte Gott wie gesagt keine Mittel, kein Material um das Universum zu erschaffen, als sich selbst. Also hat sich Gott aufgeteilt, um sich zu erleben. Und was passiert, wenn man einen Leib Brot aufteilt? Die Eigenschaften bleiben dieselben. Brot bleibt ein Brot. Egal wie du es drehst, es wird nicht urplötzlich zu Holz, nur weil du es aufteilst. So gesehen haben Pantheisten also nicht unrecht zu behaupten, dass Gott in der Natur steckt, doch das ist nur ein kleinerer Teil des Ganzen. Aus dem Urknall, der Singularität entsprangen Unmengen von Energie, die sich als erste Quantenaktivität, hohe Temperatur und einer immensen Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums darbot. Gott/Allah/Tao/der Urprung/die Quelle oder wie man es auch immer nennen mag, ist im Grunde reines Bewusstsein. Bewusstsein, dass sich „vermaterialisierte“. Viele denken, dass Gott, das Universum geschaffen haben muss, und es dann sich selbst überlies. Andere meinen, Gott würde nach biblischem Beispiel eingreifen, wenn es mal aus menschlicher Sicht nicht gut laufen würde. In Wahrheit verhält es sich aber folgendermaßen: Bewusstsein spaltete sich auf, formte Materie, die wiederum wuchs, sich ordnete und durch eine Reihe von scheinbaren Zufälle das hervorbrachte, was wir heute „Welt“ nennen. Es waren aber keine Zufälle, weil dem Universum eine Intelligenz, ein Bewusstsein zugrunde liegt und dieses Bewusstsein ist das, was anfangs alles war. Gott ist das Universum. Auch unsere Erde hat Bewusstsein, auch eine Tasse, eine Blume, eine Biene, die Tastatur, auf der ich tippe und die „individuellen“ Zellen aus denen du und ich bestehen. Auf der Quantenebene ist alles in ständiger Bewegung und Lebendigkeit, nur das, was unser Gehirn aus dem Licht und der Quantenaktivität macht, erscheint uns als solide und leblos. Es mangelt an einer richtigen Definition von Leben, denn alles lebt. Es gibt nur verschiedene Stufen von Bewusstsein. Tote Materie wurde niemals urplötzlich zu einem lebenden Organismus, weil die „tote Materie“ nie tot war. Bewusstsein hat im Laufe der Jahrmilliarden einfach nur immer kompliziertere Formen angenommen, um sich auf mehrere Arten zu erleben. Zuerst waren es Gaswolken, dann Gesteins, Metall- und Eisbrocken, danach Planeten, irgendwann brachte das Feld Organismen mit Nervensystemen hervor, bis hin zum Menschen. Mit dem Ziel durch deine Augen zu sehen, mit deinem Gehirn zu denken und sich durch dich selbst zu betrachten und zu erfahren. Wie Eckhart Tolle sagte: „Du bist das Universum, das sich zeitweilig durch dich erfährt.“, Jesus sagte zu seinen „Brüdern“ und „Schwestern“: „Du bist das Licht der Welt!“, um nur zwei von vielen bekannten Beispielen zu nennen, die zu derselben Erkenntnis kamen. Du bist göttliches Bewusstsein, dass sich selbst durch dich und aus deiner Perspektive erfährt. Und nicht nur durch dich persönlich! Das Ich, das durch deine Augen sieht, ist das Ich, welches auch durch meine schaut. Es ist das Ich einer Kuh, das Ich einer Orange, das Ich deiner großen Liebe, das Ich deines größten Feindes. Der einzige Unterschied zwischen den „verschiedenen Ichs“, sind die Gedanken und Erfahrungen, die wir Menschen fataler Weise als unser Selbst wahrnehmen. Nicht nur spirituell erfahrene Menschen wissen, dass man in Momenten der Gedankenfreiheit eine tiefe Verbundenheit spürt; wenn wir uns bedingungsloser Liebe, der Natur oder einem atemberaubenden Ereignis hingeben, verschwindet dieses Ich-Gefühl und wir werden eins mit dem Außen. Beobachter und Beobachtung werden eins. Tiere und Kinder besitzen diese Verbundenheit von selbst, doch der heranwachsende Mensch hat sich selbst gedanklich von allem abgekoppelt. Der Verstand, die hochkomplexe Maschine, die von Bewusstsein hervorgebracht wurde, um zu erfahren, zu erforschen und zu lernen, wurde im Laufe der Jahrtausende zum Mittel der gesellschaftlichen und geistigen Versklavung. Unsere Gesellschaft fördert das Ego, wo es nur geht, was zur Entfremdung der Menschen untereinander und zur Entfremdung des Selbst führte, was im Umkehrschluss alle Problemen verursachte, unter denen die Menschheit heute, sowohl im Ganzen, als auch im Individuellen zu leiden hat. Das Ego wird systematisch eingesetzt und gefördert, um die Masse der Bevölkerung zu kontrollieren, die Schafsherde nach dem Prinzip „divide and conquer“ zu trennen und somit als Kollektiv zu schwächen. Das ist aber ein Thema für ein anderes Mal. Die Frage wer bist du, ist also mit einer blasphemisch anmutenden Antwort zu entgegnen: Du bist ein Ausdruck Gottes: Das Tao, Bewusstsein, das Universum, das sich durch dich erlebt. Dein antrainiertes Ego ist lediglich eine Maske. Nimm die Maske ab und staune über das unendliche Potenzial, das in dir schlummert! Es gibt nichts, dass dich von deinen Träumen, Zielen und einer Veränderung halten kann, abgesehen von deinem Ego. Der einzige Feind den es gibt, ist der von dem du dachtest, er sei dein bester Freund. Wake up!

Liebe Grüße
Shaps

Ps.: Nächstes Mal geht es um Antikes Wissen und heilige Geometrie, Gottes Mathematik und ein bisschen Symbologie. Ich werde mir nicht allzu lange Zeit dafür lassen. ;)
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Re: Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon Felix » 02.04.2014, 14:57

WOW
Ein wirklich toller Text, danke, dass du dir die Zeit dafür genommen hast.
Also, was du im ersten Teil geschrieben hast, war mir zuerst etwas suspekt, aber als ich den letzten Teil wird es mir veständlich was du meinst.
Zum Mittelteil. Zufälligerweise bin ich einer der Millionen Menschen, die das ähnlich empfinden, als ein Pantheistisches Denken (kann ich das so ausdrücken) haben. Alles ist eins und die "Unterscheide" sind nur verschiedene Fasseten von einer allumfassenden Existens. Und ich habe mir das in meinen spirituellen Selbsterforschung auch teils mit der Quantenphysik erklärt, schön zu wissen, dass ich nicht der einzige bin, der so denkt.
Wenn ich dann nochmal über das wahre selbst, das reine Bewusstsein nachdenke...Ich werde mir mal eine Meinung dazu bilden :-) Auf jeden fall ein sehr inspirierender Text, der (teilweise) 100 % mit meinen eigenen Überlegungen übereinstimmt.
Ich freue mich schon auf dein nächstes Werk. :-) wirft mit der Karmabombe
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Re: Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon magdreamz » 02.04.2014, 17:14

Fantastisch, Shapokla! :-) <3

Ich sehe das genauso. Jeden Satz den ich von dir gelesen habe entspricht ziemlich genau meiner Vorstellung. :D

Shapokla hat geschrieben:Das Ich geht über Denken hinaus, und jetzt wo du davon ließt, wird dir zukünftig sicherlich ab und zu auffallen, wie dumm manche Gedanken sind. Das gedankliche Ego ist das, was zu Streit veranlasst, denn wenn jemand einen deiner Lieblingsgedanken nicht nachvollziehen kann, oder gar einen gegenteiligen Gedanken vertritt, verletzt er dein falsches Ich-Gefühl aus dem du deine Existenz schöpfst. Das Ego muss sich verteidigen und so beginnen wir zu streiten, zu schimpfen und Stresshormone zu produzieren, die unseren Körpern nicht gerade gut tun.

Ja, das merke ich öfters auch bei mir. Es ist nicht besonders leicht damit umzugehen. irgendwie schafft es das Ego sich immer durchzusetzen. Das unter Kontrolle zu bekommen bzw. dem Ego Einhalt zu gebieten, sich eben nicht vom Ego lenken zu lassen ist wirklich nicht einfach. :? Ich habe gemerkt, das Meditationen/Bewusstseinsübungen, Traumyoga ein gutes Mittel ist, um das Ego beim Zaun zu halten. Aber man muss stets aufpassen, das man nicht wieder die Kontrolle verliert, weil sonst fährt man wieder Achterbahn. :D

Shapokla hat geschrieben:Angenommen, du betrachtest dich unter einem sehr, sehr guten Mikroskop. Du würdest sehen, dass du aus kleinsten „Teilchen“ namens Atome bestehst. Ein Atom besteht aus einem Atomkern, der wiederum aus schwingenden Energie-“Päckchen“ besteht, und den sogenannten Elektronen, wiederum Energieeinheiten, die um den Kern kreisen. Dazu wäre noch anzumerken, dass ein Atom zu 99,99999999% leerer Raum ist. Materie ist also im Wesentlichen ziemlich substanzlos

... wenn man weiter bohren würde ich denke man würde immer weniger finden bis man zum Nichts kommt xD. Das fundamentale, das endgültige ist dann praktisch das reine Bewusstsein. Nach meinen Wissensstand soll reines Bewusstsein formlos, substanzlos, zeitlos, halt das Nichts sein. Es ist nicht wirklich erklärbar. Es ist wie ein ruhiges Meer voller potenzieller Schöpfungskraft. Aus diesem Meer entsteht dann Etwas das empör steigt und sich nach und nach immer mehr manifestiert... das Quantenfeld durchquert... dann zu Quarks... Atomkernen... Atome werden und so dann in die uns bekannte Realität einfließt. Naja, wie ihr seht, es ist extrem schwer das irgendwie gut zu erklären. Mir gelingt es selbst kaum. :lol: ;)

Shapokla hat geschrieben:Am Anfang war alles was ist, genau das; alles was ist. Eine Ganzheit puren Bewusstseins: allwissend und allmächtig. Die Wissenschaft bezeichnet den Anfang des Universums als „Singularität“, ein einmaliges Ereignis, dessen Entdeckung bis zum heutigen Tage mehr Fragen aufwarf als sie beantwortete. Alles Energie in unserem Universum, zusammengestaucht in einem Punkt, viele tausend male kleiner als ein Stecknadelkopf, aus dem Raumzeit/das Feld, später Licht und Materie, hervorgingen. Die Ganzheit, die sich selbst (logischerweise ihr einziges Werkzeug) aufspaltete, um sich in sich zu erfahren und das auf jede erdenkliche Weise. Gott, wenn man so will, hat das Universum gebastelt. Wenn Gott aber alles ist, das ist, hatte Gott wie gesagt keine Mittel, kein Material um das Universum zu erschaffen, als sich selbst. Also hat sich Gott aufgeteilt, um sich zu erleben.

Alles ist reines Bewusstsein. Ich denke auch das unser Universum Gott selbst ist. Also diese Aufteilung von der zu geschrieben hast. Also das Gott sich quasi aufgelöst hat und dadurch unser Universum entstanden ist. Es kann aber auch sein, das es mehrere Universen gibt. In diesem Fall könnte ich mir vorstellen, dass das reine Bewusstsein/Gott (die Quelle) praktisch der Raum zwischen und in den Universen belegt und seine Energie kontinuierlich dazu verwendet weitere Universen zu erzeugen oder was auch immer. Ich denke aber es gibt nur ein Universum (das Unsere) und ein außerhalb ist zwar denkbar, aber entspricht nicht so meine Vorstellung (vielleicht ändert sich das noch, wer weiß^^).

Wir haben hier übrigens im Forum noch einen Thread: Wie sieht euer Weltbild aus?. Mittlerweile haben sich viele Weltansichten angesammelt. Ich denke dein Thread passt auch irgendwie dazu. :-) Vielleicht hast du ja Lust und liest dich da mal durch. :D

Auf jeden Fall ein Klasse Beitrag von dir. ich bin zutiefst begeistert! :-) (Y) <3
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Re: Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon Shapokla » 03.04.2014, 18:58

Hey,

danke fürs Lesen erstmal.

@Felix: Danke vielmals.

@magdreamz: Auch dir ein Dankeschön. Die Theorie vom Multiversum schließe ich nicht aus. Allerdings ist es eine These für die es objektiv gesprochen, keinerlei Beweis gibt, weswegen ich's auch nicht angesprochen habe. Ich frage mich aber, was das Tao für ein Gott wäre, wenn es sich nur auf diese eine Weise erfahren würde und nicht auf JEDE. Deshalb bin ich der Annahme von unendlichen vielen Paralelluniversen stark zu geneigt. Mit Sicherheit hatte aber auch jedes dieser Universen einen Anfang und der erste Anfang (wenn es denn mehrere gab) ist das was ich den Ursprung nenne. So etwas wie Zeit existiert nicht wirklich. Das ist bloß ein Konzept des Verstandes. Es gibt einen Moment der wächst und dieser Moment ist das ewige Jetzt. Bewusstsein hat das, was wir Naturgesetze nennen, geformt, was wiederum die Ursache für die fraktale Selbstähnlichkeit des Universums verantwortlich ist. Auf gut deutsch heißt das, dass sich das Universum im großen, wie im kleinen selbst ähnelt, was unter anderem zu scheinbaren Zyklen führt, die einerseits notwendig sind, um komplexe Formen hervorzubringen, andrerseits geben sie uns aber die Illusion von Zeit. Das Quantenfeld der Möglichkeiten beinhaltet alles, zurselben Zeit. Und es drückt sich wahrscheinlich auf jede dieser Arten aus, wie die Annahme vom Multiversum besagt. Das widerspricht aber nichts von all dem, was ich im ersten Beitrag geschrieben habe; es ist nur ein weiterer Teil des Puzzles.

LG
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Re: Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon DocBenway » 05.04.2014, 02:09

Shaps wir haben heute heftig im Chat über das was du gepostet hast diskutiert ....
Hm Frage von einigen Mitgliedern war, ob das was du gepostet hast in dem Sinn war "Hugh ich Shaps habe gesprochen also ist es so" also ob du meinst deine Ansicht ist die einzige Wahrheit und du der Guru ?
Verstehe das bitte nicht falsch der Chat macht sich Gedanken darüber aber der Chat will wissen ob du deine Ansicht als alleinige Ansicht ansiehst und will dir net Böses unterstellen und ich mach mich mal zum Fürsprecher des Chats und frag einfach mal :)
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Re: Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon Shapokla » 05.04.2014, 23:56

Kein Problem. ;) Ich liebe es zu lernen und ich lass mich immer gerne eines Besseren belehren. Wie ich schon Kirschbaum geschrieben habe, bin ich niemand der einen absoluten Schlussstrich zieht. Ich bin für alles offen. Kirschbaum hat mich bereits drauf angeschrieben und ich habe auch ihm geantwortet, dass ich ein Mensch bin, der handfeste Beweise braucht, oder etwas selbst erlebt haben muss, und nicht blind glauben kann.
Ich will außerdem niemanden davon überzeugen, mir blind zu glauben, weil das gegen meine eigene Einstellung geht. Ich zeige nur die Erkenntnisse auf, die mir geholfen haben, mich selbst und alles in diesem Universum zu lieben. Mittlerweile ziehe ich nur noch die Dinge in mein Leben, die ich wirklich will, und bin frei von jeglichen Problemen, negativen Gedanken und einem Sklavenjob, wie er heute üblich ist. Ich verdiene so viel Geld, dass ich problemlos gut leben kann, arbeite dafür wenig, lerne viele verschiedene Menschen kennen, mach jede Erfahrung, von der ich immer geträumt habe und bekomme auf jede Frage eine Antwort. Und das nicht etwa, weil ich so großartig, toll oder besonders bin, sondern weil ich MEINE Wahrheit lebe. Und das kann jeder, denn ich vertrete die feste, feste Überzeugung, dass wir alle eins sind! Ich will den Menschen nur das Leben erleichtern. Wer das nicht will, muss auch nicht. Lasst den Thread stehen und genießt das Leben, wenn euch nicht gefällt was ich schreibe. :D

Ich bin überzeugt von diesen Erkenntnissen (wie ich sie nenne ;) ), weil sie mich befreit haben.

LG Shaps
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Re: Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon maRC » 06.04.2014, 09:53

Hallo, Shapokla du oller Philosoph du :)

Ich habe deinen Beitrag ehrlich gesagt auf den Sonntag aufgeschoben, weil ich mich nicht getraut habe ihn vorher zu lesen. Deine Beiträge regen mich immer zum Denken an und damit sie "reifen" und ihre Wirkung voll entfalten können, habe ich mich dagegen entschiedenen sie nebenher zu lesen, ohne wirklich darüber nachzudenken und den Sinn zu erfassen. Der Sonntag ist erfahrungsgemäß ein sehr ruhiger Tag und so habe ich mir die Zeit genommen :) Ich persönlich finde ihn nicht gut, sondern GIGANTISCH. Von all deinen Beiträgen hat er mich am meisten berührt. Wobei das Thema "Wer oder was bin ich?" mir auch einfach sehr zusagt. Das Thema begegnet mir jeden Tag, beschäftigt mich, quält mich, und hat mir schon oft den Schlaf geraubt. Man merkt dass du dir schon viele Gedanken darüber gemacht hast. Dein Beitrag ist eine Bereicherung. Mich persönlich hat er weitesgehend in meinen Ansichten bestärkt. Danke dafür :)

Ich weiß nicht ob der folgende Text zu sehr am Thema vorbeischrammt, sollte es so sein entschuldige ich mich. Wie gesagt mich beschäftigt die Frage "Wer bin ich?" auch schon seit einiger Zeit. Sämtliche nachfolgenden Gedankengänge sind meine eigenen, ich will niemanden an den Kopf stoßen oder ihn seiner Ansichten berauben. Bedenkt das bitte immer :)

Ich bin mir durchaus darüber bewusst, dass der Name nicht das "Ich" ist und weder Körper, noch Verstand mein "Ich" ausmacht. Aber was ist es dann? Eine Zeit lang war ich der Überzeugung mich gibt es gar nicht :D Alles was ich wahrnehme sei ein Produkt meiner primitiven "tierischen" Wahrnehmung und selbst das was ich wahrnehme, sei verfälscht durch die Gesellschaft und meinen Mitmenschen. Jeder Mensch hat eigene Gedanken und Ideale, die er vertritt, propagiert, verbreitet und das macht den Menschen zu einem hochansteckenden und bedrohlichen Virus. Wenn jeder Mensch auf uns einwirkt und uns mit seinem Fremdbewusstsein infiziert, wie können wir dann annehmen, dass das was wir sind, überhaupt noch unser eigen ist? Sind wir dann nicht beherrscht von fremden Gedanken. Gibt es dann überhaupt noch etwas eigenes? Wenn ja, dann muss der "Selbstanteil" schwindend gering sein. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass auch ihr nicht existiert. Wer sind wir also? Niemand und alle. Dieses Kollektivbewusstsein verhindert es, dass wir zu etwas werden. Zu etwas individuellen, einem Individuum. Diese Bewusstseinsverfälschung beginnt schon früh. Kinder die geboren werden sind bereits verkommen in ihrer Individualität. Sie tragen einen Namen und auch wie sie erzogen werden und unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen formen sie frühzeitig. Ein Kind was früh verwöhnt wird, entwickelt sich anders als ein Kind welches früh lernen musste auch mal auf etwas zu verzichten. Als kleines Kind kann man nicht sprechen oder verstehen wie wir es kennen, aber eine Kommunikation findet trotzdem statt. Schon sehr früh reifen Verhaltensweisen heran und das was wir Charakter nennen wird gebildet. ABER, sie orientieren sich dabei an ihr Umfeld, hauptsächlich an den Eltern. Im Prinzip ist damit schon dass "Ich" gestorben, weil sie sich in Richtung Eltern entwickeln. Und die Eltern haben sich damals an ihren Eltern orientiert und deren Eltern ebenfalls. Auch alle "Eltern" davor haben sich frühzeitig dass "Ich" vergiften lassen. Damit steht eines fest: Mich gibt es nicht. Dich gibt es nicht. Uns gibt es nicht. Und das gleich von Beginn unserer Zeit an. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass wir uns mit zunehmendem Alter auch an anderen orientieren, dann wird erst das Ausmaß dieser Verfälschung bekannt. Da wären Freunde, Bekannte, Schüler, Lehrer, unsere Arbeitgeber und Angestellten, den Fernsehmoderator den wir nicht mal namentlich benennen können ... die Liste würde von hier bis zum Mond reichen (Schriftgrad 4 :D ).

Schule ist übrigens ein gutes Beispiel. Ich bin Schüler und ich sehe wie jeder in seine Rolle gepresst wird. Sie beginnen einen Konkurrenzkampf und lassen sich charakterlich verändern. Dazu werden sie von unserer Leistungsgesellschaft gezwungen. Schon früh wird eingetrichtert "Wenn ihr was werden wollt, müsst ihr etwas lernen" oder "nur mit einem guten Schulabschluss bekommt man einen vernünftigen Beruf". Das will ich auch nicht bestreiten. Nur zwingen diese Ansichten die Schüler dazu etwas zu werden, was sie womöglich gar nicht sind. Ich wünschte ich könnte euch das besser illustrieren, aber ohne dass ihr meine Stufe besucht wird das wohl nicht möglich sein. Manipuliert ohne Ende. Aber wie ich schon sagte, "eine Zeit lang dachte ich so". Durch den Buddhismus bekam ich vermittelt, dass sich der Mensch auch zu einem autonomen Bewusstsein entscheiden kann. Im Prinzip ist das der (oder zumindest ein) Kerngedanke des Buddhismus. Die Befreiuung von Bindungen. Man soll an nichts festhalten, weder an Geld noch an Gefühlen, noch an allen anderen Dingen die uns etwas aufzwängen. Die Loslösung von diesen Dingen bedeutet einerseits eine Befreiung unseres Bewusstseins und andererseits wird auch langfristig ein autonomes Bewusstsein geschult. Vielleicht können wir nicht verhindern, dass andere Menschen auf uns einwirken und uns "erobern" wollen, aber das brauchen wir auch gar nicht. Dann bekämpfen wir eben nicht die Ursache, sondern gleich die Folge. Wir können uns von fremden Gedankengut besitzen lassen ohne an ihm festzuhalten. Wenn es uns in keiner Weise beeinflusst, verändert es unser Bewusstsein nicht. Wie du selbst schriebst Shap, Gedanken und Bewusstsein ist nicht dasselbe. Vielmehr ist es eine Kausalverkettung. Unser Bewusstsein geht aus unseren Gedanken (und unserer Sinneswahrnehmung) hervor, wir können aber selbst festlegen inwieweit das der Fall ist und notfalls auch die Gegenreaktion antreten. Es ist nichts weiter als Ursache und Wirkung. Im Buddhismus nennt man dieses perfektionierte Bewusstsein das "Erwachen", oder weitaus geläufiger allerdings oft falsch gedeutet, die "Erleuchtung". Das ist für mich schlüssig, aber ich würde nicht von einer Identitätskrise sprechen wenn ich mir zu 100% sicher bin. Bei mir rennt einfach alles auf mich zu gut und böse, richtig und falsch, sein und nicht sein. Ich versuche mich in dem kosmischen Wirrwarr zu finden und einzuordnen, oder aber als außenstehender zuzuschauen ohne mich zu positionieren. Hauptsache ich schaffe Ordnung in meinem Universum, denn Chaos ist die ursprünglichste Form der Ordnung. Ich versuche aufzuräumen, das beschreibt es sehr gut. Meditation und ein kontinuierlich auf Eindringlinge hin "bewachtes" Bewusstsein scheinen mir dazu die effektivsten Mittel. Ob das der Anfang meines "Ichs" ist, oder aber dessen Untergang. Ich weiß es nicht. Ich sage mir immer selbst "Wenn du nur alt genug bist und Weisheit erlangt hast, dann wird sich alles ganz von selbst erklären". Nur zweiffel ich sehr stark daran. Denn bisher wurde alles immer nur noch chaotischer. Ich werde regelrecht bombardiert von Eindrücken und Reizen. Ich habe mich in diesem riesigen Meer längst verloren und der Wasserspiegel hat längst nicht seinen Höchstpunkt erreicht. Es wird nur noch konfuser und irgendwann ist das Meer zu weit um noch an Land schwimmen zu können. Meine letzte Theorie ist der verzweiffelte Versuch einen Rettungsring zu finden, der zumindest zeitweilig wichtige Zeit schafft um mir zu schauen wo ich bin und wo ich hin will - sprich mir zu zeigen wer ich bin. Wenn mich jetzt jemand fragen würde wer ich bin, ich würde sagen "Gute Frage, aber ich kann sie nicht beantworten. Ich weiß es nicht". Buddha selbst hatte es damals viel einfacher. Er war noch nicht so verdorben von der Gesellschaft und den Medien. Das beweist eines: Nicht nur in mir steigt der Wasserspiegel, sondern auch in der Gesellschaft an sich. Bewusstsein ist am aussterben und das schlimmste ist, niemand ist sich dessen bewusst. Das wird sich noch drastisch verschlimmern, wir befinden uns in einer sehr bedenklichen Entwicklung und wenn es erstmal soweit ist, haben wir das Problem. Die größte Gefahr für die Menschheit sind keine Atomwaffen sondern die Menschen an sich und das verkorkste Konzept zu versuchen Gemeindschaft und Individualismus zugleich halten zu wollen. Um ehrlich zu sein sehe ich aber keinen Weg es besser zu machen, also maße ich mir auch nicht an etwas daran ändern zu wollen. Zunächst versuche ich sowieso mein Leben in den Griff zu bekommen und das dürfte bereits ein Lebenswerk (oder sogar darüber hinaus?) werden.

Puh das ist länger geworden als es sollte und wahrscheinlich total am Thema vorbei :D Jedenfalls freue ich mich auch auf weitere Beiträge von dir, Shap :)

Dann fliegen die Fetzen, obwohl ein Gedanke nicht mehr über dich aussagt, als ein Haar auf deinem Hintern.

Hehe das pack ich mir zu meiner Zitatsammlung :D (Y)
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Re: Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon DocBenway » 06.04.2014, 10:09

Shapokla hat geschrieben: a) Kirschbaum hat mich bereits drauf angeschrieben und ich habe auch ihm geantwortet,.... b) Ich verdiene so viel Geld, dass ich problemlos gut leben kann, arbeite dafür wenig, lerne viele verschiedene Menschen kennen, mach jede Erfahrung, von der ich immer geträumt habe und bekomme auf jede Frage eine Antwort.


Äh Shaps

zu a) Kirschbaum ist weiblich

zu b) bist du auch im öffentlichen Dienst also "verdienst gut und arbeitest wenig" :lol:

Ich freu mich übrigens echt über jeden Beitrag von dir und lese deine Beiträge sehr gerne obwohl wohlwissen das ich immer ewig hinterher danach drüber nachdenken muss ;) (Y)
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Re: Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon Seien » 07.04.2014, 01:55

ich seh es schon kommen, die führsprecher dieser thesen wandern wieder in die wildnis und leben da mit dem großen geist in einklang, wie es die ureinwohner machen, sie sagen auch die vergangenheit zu bewältigen ist die zukunft, der weg der universellen lebenskraft, ob so oder so :D
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Re: Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon maRC » 07.04.2014, 16:26

die führsprecher dieser thesen wandern wieder in die wildnis und leben da mit dem großen geist in einklang

Wäre das denn schlimm? :D
Fände ich sogar ziemlich cool ehrlich gesagt :lol:
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Re: Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon Kirschbaum » 07.04.2014, 17:08

Warum so eine düstere Prophezeiung, maRC? ;-p Bewusstsein ist am Aussterben und Du drohst zu "ertrinken", meinst du?

Was hat sich in den letzten Jahrhunderten wirklich verändert? Meiner Ansicht nach, hat sich im Grunde genommen nichts verändert. Viele Menschen haben heutzutage lediglich mehr Auswahlmöglichkeiten ihr Leben zu gestalten, mehr Zeit zum Nachdenken und verzetteln sich in dem Überfluss an Möglichkeiten und Eindrücken, die sie aufnehmen. Wir werden vor wichtige Fragen gestellt. Soll man sich nun den blauen oder doch lieber den grünen Toaster kaufen und ist eine Reise an den Amazonas einer Reise an den persischen Golf vorzuziehen oder doch eher nicht…? :-) Früher wurdest du Müller, Bauer… hast deine Arbeit verrichtet, bist müde ins Bett gefallen und hast dich gefreut, wenn du genügend zu Essen und ein Dach über dem Kopf hattest. Die einfachen Leuten hätten (und tun es auch jetzt oft) sich über derlei Fragestellungen lustig gemacht und gesagt, sie hätten wichtigere Dinge zu tun als Fragen nach dem Sinn des Lebens und dem Ich zu stellen.

Wir hier leben in der luxuriösen Situation, uns Gedanken über Dinge zu machen, die früher nur einigen wenigen Menschen vorbehalten war und viele fühlen sich dadurch schlichtweg überfordert.

Wenn Bewusstsein am Aussterben ist, wie du behauptest, liegt es meiner Meinung nach daran, dass es sehr viele Ablenkungen (durch die Vielzahl an Möglichkeiten) gibt und nicht daran, dass der Mensch sich gewandelt hat. Durch all die kleinen Annehmlichkeiten des Lebens, wird man ja eher selten wirklich gefordert, sondern hängt seinen Gedanken nach, die allein nichts bewirken. Hinzu kommt, dass sich Menschen über das was sie haben oftmals definieren. Mir stellt sich in solchen Fällen dann immer die Frage was von ihnen noch übrig bleibt, wenn das plötzlich wegfällt.

Ich glaube, es wird kaum einem Menschen in unserer Gesellschaft gelingen ein wirklich bewusstes Leben zu leben, solange man nur einen Bruchteil der gelebten Realität erfährt, weil die Verlockungen durch die kleinen Alltagshelfer zu groß sind und bei vielen Menschen zu Zerstreuungen führen.

Sich die Frage zu stellen wer man ist, wo man sein will, wie man leben möchte… ist eine zu früh gestellte Frage, finde ich, solange man sich selbst nicht genügend erlebt hat. Wo steht man, wenn nichts mehr vorhanden ist oder man sich in Mitten einer krisengebeutelten Umgebung befindet? Soweit muss man nicht zwingend gehen. Möglich ist natürlich auch sich vor den Eltern, Mitarbeitern, Schülern, Freunden… zu behaupten. Man vertritt seine Ansichten in dem Wissen, dass andere Menschen wohl eher negativ darauf reagieren könnten und schaut einfach wie man mit dieser Situation umgeht.

Ohne sich selbst bewusst zu sein und ohne Selbstsicherheit, das sich auch im Interagieren mit der Umwelt äußert, kann man ein bewusstes Leben wohl eher knicken, denke ich.
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Re: Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon maRC » 07.04.2014, 17:53

Heyho Kirsche :)

Warum so eine düstere Prophezeiung, maRC? Bewusstsein ist am Aussterben und Du drohst zu "ertrinken", meinst du?

Joa das triffts in etwa :D Wobei die "Meer-Metapher" vielleicht leicht übertrieben von mir war, gebe ich ja zu :D Ich finde nur dass sich extrem viele Menschen (für sich oder andere) verstellen und nicht mehr sich selbst treu sind, beziehungsweise gar nicht zuordnen können wer sie sind. Meiner Meinung nach war das früher nicht so extrem, da wurde man noch nicht so im Denken manipuliert.

Wenn Bewusstsein am Aussterben ist, wie du behauptest, liegt es meiner Meinung nach daran, dass es sehr viele Ablenkungen (durch die Vielzahl an Möglichkeiten) gibt und nicht daran, dass der Mensch sich gewandelt hat.

Da hast du recht Kirsche, aber diese Ablenkungen gehen vom Menschen aus oder stehen in einem engen Zusammenhang zu ihm. Von daher läuft es mehr oder minder aufs selbe hinaus.

Die einfachen Leuten hätten (und tun es auch jetzt oft) sich über derlei Fragestellungen lustig gemacht und gesagt, sie hätten wichtigere Dinge zu tun als Fragen nach dem Sinn des Lebens und dem Ich zu stellen

Hmm ich würde mich zu den einfachen Leuten zählen und ich mache mir trotzdem Gedanken dazu :D
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Re: Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon Kirschbaum » 07.04.2014, 19:54

@maRC Was meinst du mit "früher"? Reden wir da von 10-20 Jahren oder von 100 Jahren...?
Was die "einfachen Leute"(auf die Gegenwart bezogen) angeht, meine ich damit Menschen die wenig nachdenken, nichts hinterfragen, nichts neues dazulernen wollen, somit auch vermeindlichen Trends hinterher jagen und sich über ihren Besitz definieren...

Es ist doch irgendwie witzig, dass so viele Menschen sich heutzutage verloren fühlen und sich Hilfe von Büchern wie: "Lebe im Jetzt", "Gespräche mit Gott", "Wer bin ich und wenn ja wie viele"... erhoffen. Solche Bücher werden häufig zu Bestsellern und dennoch verändert sich das Gros der Menschen nicht, nachdem sie diese Bücher gelesen haben.

Ich lehne mich da mal weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass sie nichts anderes als was sie tun wollen. Die Menschen werden wach, wenn es um ihre Existenz geht, sonst dösen sie lieber rum und bedauern sich selbst oder finden Ausreden.

Die Menschen sind immer manipuliert worden und tun es auch weiterhin. Früher fiel es vielleicht nur nicht so auf, weil die Möglichkeiten nicht gegeben waren und die Erreichbarkeit viel geringer. Damals warst du Müller und Punkt. Das bist du gewesen, darüber bist du definiert worden und hast dich als solcher verstanden. Evtl. konntest du Streitigkeiten gut schlichten und bist dadurch deinem Umfeld positiv aufgefallen... Heute bist du Kellner, um dir dein Geschichts- und Politikstudium zu finanzieren. Nebenbei willst du für eine Reise nach Australien sparen und dich mit den Aborigines unterhalten... Außerdem erhoffst du dir dadurch zu neuen Erkenntnissen zu gelangen... Der Müller sucht nicht nach einem Sinn, weil er den hat. Der Student mit all den Möglichkeiten, fühlt sich verloren. Wenn man das alles aus einer anderen Perspektive betrachtet, sind diese Menschen doch trotzdem gleich. Sie essen, schlafen, freuen sich, sind mal traurig und am Ende sterben sie.

Da mein Telefon klingelt, höre ich mal auf zu schreiben. :D

Ich denke, ich sehe die Dinge wohl sehr einfach und nicht kompliziert. :-)
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Re: Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon andykilla » 07.04.2014, 21:45

Erstmal... krasse texte die ihr da raushaut

Ich verstehe aber nicht wie ihr sagen könnt, dass Menschen früher ( also z.B vor 200 Jahren) weniger manipuliert wurden?
Wenn man sich alleine Die Religion anschaut, so erkennt man, dass es heute viele Atheisten gibt. Früher waren die Menschen so von Ihren "Vorgesetzten" abhängig, dass sich keine eigene Meinung bilden konnten und das taten, was auch ihre Väter und Großväter taten. Ich glaube nicht, sie haben keine Zeit oder Lust gehabt haben über eine Größere Frage, wie den Sinn des Lebens, nachzudenken. Sie waren einfach zu DUMM dafür. Intelligenz braucht genug Raum um sich entfalten zu können. Die "Vorgesetzten", die selbst keine Vorgesetzten hatten, hatten diesen Raum. Damit meine ich z.B. Adlige oder Reiche. Deshalb findet man nur von solchen Leuten Schriften, die sich mit komplexeren Fragestellungen befassen.

Heute werden wir in gewisser weise in unsere Denkweise beeinflusst, aber werden wir nur beeinflusst, oder kommen neue Aspekte hinzu, die unser Ego erweitern? Die uns die freie Wahl lassen uns über ihnen eine eigene Meinung zu bilden.

Ich bin mir zu 99,9% sicher sagen zu können, dass mein Ego größer ist, als der eines gleichaltrigen aus normalen "Arbeiterverhältnissen" kommenden Jungen, der vor 200 Jahren gelebt hat.
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Re: Das wahre Selbst, Gott und der Sinn des Lebens

Beitragvon Shapokla » 10.04.2014, 00:15

@MaRC: Ich muss dir in einem Punkt widersprechen. Bewusstsein ist keine Folge von Denken. Denken ist ein automatischer Reaktionsmechanismus des Gehirns. Du kannst, ganz im Widerspruch zu Descartes "Ich denke, also bin ich.", sehrwohl auch sein, ohne zu denken. Ich denke...besser gesagt; in mir denkt es, dass du diesen Schritt bei deiner Selbsterkenntnis bald machen wirst. Bewusstsein ist der Raum in dem das Denken stattfindet. Du bist Bewusstsein, dass sich angewöhnt hat zwanghaft zu denken. Wie ich im Eröffnungsbeitrag schon erwähnt habe, warst du schon als Baby DU. Und damals hattest du gar kein fiktionales Selbstgebilde - sprich Ego. Du warst ohne zwanghaft denken zu müssen und ohne dich als abgetrenntes Wesen zu sehen. Das Ich ist in uns jedem dasselbe, und wenn wir bewusste Wesen wären, würden wir uns ausschließlich gegenseitig helfen, lieben und als verbunden betrachten. Alles andere ist im Grunde ziemlich paranoid. Hör dir eventuell mal Eckhart Tolle an. Wenn du wissen willst, wer du wirklich bist, dann ist er der Mann, der dir dabei hilft es selbst zu erkennen.
Ich denke, dass diese "Realität" nicht besonders viel Bestand hat und sehr traumähnlich ist, aber ich liebe sie und sie ist genauso echt, wie man sie gerade ernst nimmt. Ich weiß aber das ICH existiere und mit "ICH" meine ich nicht den, den ihr Shapokla nennt, sondern das was diesen Text gehört und verfasst hat, und gerade über diese Zeilen liest. Unsere Gedankenansammlungen, die wir "Meinung" nennen und mit Schall und Gewalt verteidigen sind der Strohhalm an den sich eine Rasse klammert, die vergessen hat, wer sie wirklich ist. Einem Baby, oder einem Tier ist es scheißegal, wie du heißt, was du denkst und wieviel (wovon auch immer) du zu besitzen glaubst. Trotzdem bist du in den Augen des Babys, des Tiers genau so real, wie sie in deinen. Nur haben wir gesellschaftsgesprägten "modernen" Menschen und beibringen lassen uns mit unserem Verstand zu identifizieren und uns somit von einem Computer in unserem Kopf, der als Werkzeug gedacht war, versklaven zu lassen. Und wer weiß, wie dieser Computer funktioniert, steuert das Bewusstsein einer Zivilisation - und das haben wir heute im Westen. Despotismus der durch einen Wachstums-Wahn, als Folge des verzinsten Geldsystems und der Konsumgesellschaft, privaten Massenmedien und einer korrupten Politik heute einen Höhepunkt erreicht hat. Ich glaube, dass der Wandel, den die Menschheit braucht die Desidentifikation des Egos sein wird. Grab mal nach, dann findest du wahrscheinlich eine noch konkretere Antwort, als du es jetzt vielleicht für möglich hältst. ;)
Individalismus ist sekundär, es gibt kein abgetrenntes Ich. Wir sind alle verschiedene Ausrücke derselben Entität. Man beobachte nur einmal Zugvögel, Fischschwärme oder Tierherden im allgemeinen. Sie sind der lebende Beweis dafür, dass auch ohne Kommunikation eine Verbindung zwischen den "einzelnen" besteht. Wir sind wie Zahnräder in einer Maschine - jedes Zahnrad mit einer etwas anderen Aufgabe, aber im Kollektiv stark und nur in bedingungsloser Liebe, Entfaltung langfristig sinnvoll.


@kirschbaum: Wenn du keine Antwort suchst, wird dir keiner eine in den Schuss legen...Achja, und sorry, dass ich dachte, du seist ein Kerl.


@andykilla: Vor 200 Jahren - ganz richtig - wurden die Menschen auch schon beeinflusst. Ich spreche von noch viel früheren Tagen. Ich meine die Zeit, von der heute propagiert wird, die Menschen seien primitiv gewesen. Nur ein paar Beispiele: Es gibt weder eine plausible Theorie dafür, wie antike Bauten, wie zum Beispiel, die Große Pyramide von Gizeh, oder ähnliche Monolithgebilde gebaut wurden, noch würden sich moderne Architekten an solche Bauten wagen. Südlich von Japan in der Yonaguni-Bucht liegt ein rießiges Felsmonument in größer einer ganzen Stadt. Dieses Monument war zuletzt vor 14 000 Jahren - noch vor der letzten Eiszeit - am Festland. Laut der etablierten Wissenschaft, haben wir damals aber noch als Jäger und Sammler in Höhlen gehaust. Wie erklärst du dir das präzise astronomische Wissen alter Kulturen, wie der Maya, Dogon und Mesopotamier, um ein paar zu nennen? "Unsere Geschichte ist", wie Napoleon ganz richtig sagte "die Lüge auf die wir uns geeinigt haben". Und ich freue mich, dir in meinem nächsten Beitrag beweisen zu können, dass die alten Völker alles andere als dumm waren. ;))
Abgesehen davon ist das Ego nichts womit man sich umbedingt rühmen sollte, mein Lieber! Es ist dein innerer Sklaventreiber.
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