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Was kommt nach dem Tod?

Philosophisches / Psychologisches / Körper, Geist & Seele

Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Meikel » 04.01.2016, 15:33

@glider

glider hat geschrieben:Ich habe wiedermal das Gefühl, einen Begriff nicht richtig verstanden zu haben: ‚ich bin‘. So wie du es @olivioline erklärt hast, verstehe ich es jetzt gleichbedeutend mit meinem quantum self = unsterbliche Seele oder Psyche. Dann gehört es eher zu dem ‚IS‘ vom ‚IS/BE‘ und nicht zum ‚BE‘, wie ich annahm. Das ‚BE‘ ist doch sterblich, oder?


In meinem vorherigen Beitrag über Unsterblichkeit habe ich die Kriterien aufgezeigt, die für eine Unsterblichkeit zwingend gelten müssen und die sie ausmachen. Da jedoch Kriterien jedweder Art etwas Konstruiertes, etwas Beabsichtigtes sind, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen, ist demzufolge auch das ”Ich bin“ etwas Konstruiertes und damit etwas Sterbliches. Es hat einen zeitlichen Anfang, eine Mitte und ein Ende, die jedoch nicht unbedingt nur eine einzige Verkörperung nutzt, um sich damit kommunikativ ausdrücken zu können.

Das ”Ich bin“ ist die erste bewusste Qualität, die aufgrund des Ausübens von Aufmerksamkeit in einer ganz bestimmten Intensität entsteht. Da Aufmerksamkeit immer kommunikativ ist, erklärt sich auf diese Weise das Zustandekommen eines ”Ich bin“. Das heißt, das in Form von Aufmerksamkeit fundamental zugrunde liegende Kommunikationsverlangen strebt nach einer Umsetzung. Auf diese Weise entstehen sämtliche Lebewesen zunächst als ”Ich-bin“-Form, das heißt, jedes Lebewesen weiß ganz genau, dass es existiert. Es braucht ihm nicht erst gesagt oder erklärt zu werden.

Die Spiegel-Experimente, bei denen Tiere sich nicht erkennen können, beweisen keinesfalls, dass das Tier von seinem eigenen Vorhandensein nichts weiß. Es weiß genau, dass es vorhandern ist und dass es in einer bestimmten Art und Weise auf das "gespiegelte Wesen" reagiert. Es kann lediglich keinen Ich-Bezug zwischen sich und demjenigen herstellen, der im Spiegel zu sehen ist, weil so etwas in seinem Kommunikationsvermögen nicht vorgesehen ist. Ähnlich wie Fensterglas für Fliegen in ihrem Kommunikationsvermögen nicht vorgesehen sind und dieselbe Fliege immer und immer wieder dagegenfliegt.

Das ”Ich bin“ ist die Gewissheit des eigenen Vorhandenseins. Ohne das ”Ich bin“ gäbe es dich nicht als eine konkrete Aufmerksamkeitsform, weil man dich von etwas anderem nicht unterscheiden könnte. Es gibt dich aber ohne jeden Zweifel, und du bist zudem ein vollkommen anderes Vorhandensein als ich, als dein Nachbar oder sonst jemand und das nicht nur wegen unterschiedlicher Körper.

Niemand kann sehen wie du, fühlen wie du, denken wie du, agieren wie du. Wir alle haben zwar ähnliche sinnlich/kognitiven Qualitäten, das heißt, wir sind diesbezüglich gleich, aber das bedeutet auch, dass wir nicht Dasselbe sind. Dasselbe zu sein würde bedeuten, es gäbe keine zählbaren Eigenständigkeiten, so das man das eine vom anderen unterscheiden könnte.

Das ”Ich bin“ kann als Teil einer dualen Konstruktion verstanden werden. Diese Konstruktion hat Ähnlichkeit mit einer Münze, die zwei Seiten hat. Beide Seiten sind untrennbar miteinander verbunden, und dennoch kann die eine Seite die jeweils andere nicht bemerken. Um beide Seiten gleichzeitig bemerken zu können, muss man den Fokus dimensional derart erweitern, dass man eben nicht nur entweder die eine Seite betrachten kann, sondern beide und zwar gleichzeitig. Das ist es u.a. was Higher Ups beherrschen. Das ist u.a. mit Erhöhung bzw. Erweiterung gemeint. Ein Mehr von geistig/kognitiven Qualitäten, ein Mehr an Dimensionalität.

Um die Münz-Analogie weiter zu benutzen, lässt sich damit erklären, dass die Gesamt-Konstruktion der Münze das "Ich bin" repräsentiert. Und zwar wie folgt:

Eine Seite der Münze meint das Vorhandensein. Sie ermöglicht jedem "Ich bin" die Gewissheit des eigenen Vorhandenseins (=umgesetzter kommunikativer Ausdruck von "Es gibt mich" bzw. "Ich liebe es, zu sein"). Dieses Vorhandensein ist charakterisiert durch die beiden kommunikativen Erlebnisphasen Wachsein und Träumen sowie all seine Formen. Das heißt, die Wach- und Traumphasen gibt es nur dann, wenn Aufmerksamkeit auf diese Seite der dualen Konstruktion, sprich, auf das Vorhandensein gerichtet ist.

Die anderer Seite repräsentiert die Abwesenheit, aber auf keinen Fall ein Nichtvorhandensein. Da besteht ein imenser Unterschied. Nur etwas Vorhandenes kann abwesend sein. Im Gegensatz dazu kann etwas Nichtvorhandenes unmöglich abwesend, das heißt anderswo sein. Ist keine Aufmerksamkeit auf die Vorhandensein-Seite gerichtet, sondern auf ihr duales Pendant, auf die entgegengesetzte Seite, dann gibt es auch keine der beiden Erlebnisphasen. Für diese Seite/Phase haben wir mehrere Bezeichnungen wie traumloser Schlaf, Bewusstlosigkeit, Koma, Nullpunkt-Meditation und ähnliche Begriffe. Sie alle meinen grundsätzlich Dasselbe, und zwar, keine Umsetzung des kommunikativen Verlangens in der üblichen Art und Weise.

Der Wechsel zwischen den beiden Seiten erfordert einen unveränderlichen Hintergrund, von dem aus diese Wechsel möglich werden. Dieser Hintergrund ist reine Aufmerksamkeit, ohne ein ”Ich bin“ zu sein, ohne ein Dieses oder Jenes zu sein. Diesen Hintergrund muss es deswegen geben, weil die eine Seite der Münze die gegenüberliegende Seite unmöglich bemerken und somit etwas wissen könnte.

Zusammengefasst bedeutet das:

Das ”Ich bin“ ist eine Konstruktion, die einen bestimmten Zweck erfüllt. Sobald der Zweck erfüllt ist, lässt ihre Wirkung (eine Konstruktion zu sein) nach und verschwindet schließlich ganz im Sinne von Nichtvorhandensein. Zurück bleiben die Erinnerungen, dass es mal ein ”Ich bin“ gegeben hat, das sein kommunikatives Ausdrucksverlangen in bestimmten Qualitäten umgesetzt hat. Das heißt: Dann, und nur dann, wenn es mir gelingt, mich in dem Zustand ”zwischen“ beiden Seiten einer Münze zu stabilisieren, egal welcher Münze, werde ich auch wieder einen Bezug zu meinen bisherigen ”Ich bin“s bemerken und ihn herstellen können. Das ist die Erklärung dafür, warum sich manche Menschen an ”vorherige“ Leben zum Teil erinnern können und sie damit die untersuchenden Experten oft staunend und fassungslos zurücklassen. Es gibt keine ”vorherigen“ Leben, weil es Denjenigen, der danach strebt, wiedergeboren zu werden, nicht gibt. Er ist selbst nur ein Konstrukt. Das Lebendige (Aufmerksamkeit) dagegen ist immer Dasselbe.

So viel dazu. Das Ganze ist noch sehr viel komplizierter, doch das Beispiel einer Münze mit seinen beiden Seiten zeigt zumindest im Ansatz den Zusammenhang zwischen ”Ich bin“ und ”Ich bin nicht“ auf.

glider hat geschrieben:Deine Erklärungen, wie das ‚ich bin‘ zu einem menschlichen Körper kommt, habe ich so noch nirgends gelesen, oder gehört.


Dann freut es mich jetzt, dass ich es dir näherbringen durfte. Ich kann dir versichern, deine eigenen Recherchen hierzu werden es dir früher oder später bestätigen, und das hat nix mit Meinungsübernahme zu tun.

glider hat geschrieben:Aber es ist eine interessante Theorie, ja, immernoch eine Annahme für mich, da ich selber noch nie Higher-Ups gesehen habe, die das machen.


Es ist für dich nur deswegen eine Theorie, weil du dich an solche Begegnungen derzeit lediglich nicht erinnern kannst.

glider hat geschrieben:Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das irgendwo in der Bibel erwähnt wird, oder in einem anderem Buch, das du erwähnt hast (wobei ich von den indischen Texten keine Ahnung habe, noch nie irgendwelche gelesen habe). Weisst du von so einem Text?


Zum Einstieg empfehle ich das Buch ”I Am That“ von Sri Nisargadatta Maharaj. Hier der als PDF-Datei kostenlose Download:

http://www.anandavala.info/miscl/I_Am_That.pdf
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon glider » 04.01.2016, 16:54

@Meikel
Da jedoch Kriterien jedweder Art etwas Konstruiertes, etwas Beabsichtigtes sind, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen, ist demzufolge auch das ”Ich bin“ etwas Konstruiertes und damit etwas Sterbliches. Es hat einen zeitlichen Anfang, eine Mitte und ein Ende, die jedoch nicht unbedingt nur eine einzige Verkörperung nutzt, um sich damit kommunikativ ausdrücken zu können.


Wie lange benützt denn das 'ich bin' so eine Verkörperung? Bis das Ziel seiner Verkörperungen erreicht ist, die Evolution des Bewusstseins, Erleuchtung oder was auch immer, erreicht ist?
Enstpricht dieses 'Ich bin' dann eher meinem sogenannten Quantum monad? Dieses hätte die Aufgabe, sein dharma zu erfüllen, bis es 'Erleuchtet' wird, d.h. sich seiner Göttlichkeit bewusst geworden ist, sich so lange immerwieder neu zu verkörpern bis nach 'Aeonen' das Paradis im Universum erreicht ist oder so (gemäss Amit Goswami)?

Und vielen Dank für deine Erklärungen. Noch vor einem Jahr war ich gegenüber dieser Reinkarnations-Theorie sehr skeptisch eingestellt... aber wenn es dabei um die Evolution des Bewusstseins gehen könnte, macht es für mich Sinn - und das ich jetzt auch noch mein 'Ich bin' dabei behalten können soll...

Jedenfalls sehr spannende Ansatzpunkte für mich, zum für mich abzuklären versuchen (Y)

Das PDF ist ja ein ganzes, dickes Buch :shock: Aber im Moment bin ich eigentlich neugierig darauf, ob ich was damit anfangen kann :sleep:
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Meikel » 04.01.2016, 19:44

@glider

glider hat geschrieben:Das PDF ist ja ein ganzes, dickes Buch :shock: Aber im Moment bin ich eigentlich neugierig darauf, ob ich was damit anfangen kann :sleep:


Wir sprachen über Bücher. Was hast du denn erwartet? Einen coolen Zweizeiler? Eine Art Werbespruch? Einen Flyer? :)

glider hat geschrieben:Enstpricht dieses 'Ich bin' dann eher meinem sogenannten Quantum monad?


Weil du dein Quantum monad stets im Zusammenhang mit ”unbewusst“ erwähnst, könnte ich mir vorstellen, dass du damit – im Vergleich zu meinem Münz-Beispiel für Dualität – jene Seite meinst, die die Abwesenheit repräsentiert.

glider hat geschrieben:Dieses hätte die Aufgabe, sein dharma zu erfüllen, bis es 'Erleuchtet' wird, d.h. sich seiner Göttlichkeit bewusst geworden ist, sich so lange immerwieder neu zu verkörpern bis nach 'Aeonen' das Paradis im Universum erreicht ist oder so (gemäss Amit Goswami)?


Wenn Erleuchtung (was auch immer jemand darunter versteht) durch eine Übung, durch eine Anstrengung, durch ein Bemühen erreicht werden kann, dann wirf es anschließend in die Tonne. Denn dann hast du mit all deinen Bemühungen lediglich herausgefunden, dass es deine Aufmerksamkeit war, die dir ermöglichte zu erreichen, was du Erleuchtung nennst. Und Aufmerksamkeit gibt es bereits und niemand kann sie dir nehmen. Das heißt, wenn Aufmerksamkeit in der Lage ist, eine Qualität von Erleuchtung bemerken zu können, dann ist sie offensichtlich höherwertiger als jede bemerkbare Erleuchtung. Noch präziser gesagt: Aufmerksamkeit ist das Höchstwertigste, was es gibt.

Was die Idee der Reinkarnation betrifft, gilt es folgendes zu berücksichtigen:

Wenn es Reinkarnation im Sinne von Weiterentwicklung gibt, und das ist ja das Hauptargument all jener, die überzeugt sind, warum es so etwas überhaupt gibt, dann gibt es Reinkarnationen entweder nur manchmal, also für jeden eine bestimmte Anzahl, oder eben für jeden ständig und kontinuierlich. Diese beiden Möglichkeiten stehen zur Auswahl.


Bedeutung einer befristeten Anzahl von Reinkarnationen

Wenn die Anzahl von Wiedergeburten feststeht, dann bedeutet das, dass es einen Anfang und ein Ende von Reinkarnationen gibt. Die Phase zwischen dem Anfang der ersten und dem Ende der letzten Reinkarnation ist dann die Weiterentwicklung. Weiterentwicklung ist jedoch von einem Erinnerungsvermögen abhängig, damit man überhaupt eine Entwicklung im Sinne von Verbesserung bemerken und überprüfen kann. Eine befristete Anzahl von Reinkarnationen kann es daher nur dann geben, wenn gleichzeitig ein Ende vorher festgelegt wurde und es zudem Kriterien gibt, mit denen man das Ende eindeutig feststellen kann, um sicher zu sein, versehentlich nicht noch eine weitere Reinkarnations-Runde drehen zu müssen.

Eine solche Entwicklungsidee von befristeten und durch eine bestimmte Anzahl festgelegter Reinkarnationen wäre allerdings ein klassisches Eigentor. Denn sie setzt zudem etwas voraus, was die Verfechter aller Reinkarnationstheorien als Perfektion bezeichnen. Und das Erreichen von Perfektion ist dann gleichbedeutend mit dem Ende der letzten Reinkarnation. Nun gilt aber auch hier: Um wissen zu können, was Perfektion ist, muss ich das nicht erst hinterher sondern vorher wissen, das heißt, es muss vorher festgelegt und mir mitgeteilt worden sein. Etwas Perfektes ist zudem nur dann perfekt, wenn ich es mit etwas Unperfekten und dem vorher festgelegten Ziel vergleichen kann und eindeutig festgestellt habe "Ok, das Ende ist erreicht. Mehr geht nicht". Auch dies bedarf zwingend eines Erinnerungsvermögens, um diese Vergleiche ständig durchführen zu können.

Nun ist aber ein solches Ende, ein solcher Perfektionsstand, noch niemals von irgend jemandem bemerkt worden bzw. dass jemand ganz konkret angeben könnte, worin sie eigentlich besteht. Ein undefiniertes Perfektionverständnis von "Alles ist möglich" (=Gott-Sein) ist nämlich keine Perfektion, sondern eine vollkommen offene Situation, die niemals ein Ende erreichen wird, weil es keines gibt, da es sonst heißen müsste ”Manches ist möglich“.

Überlegt man sich weiterhin, dass mit dem Ende einer letzten Reinkarnation das allmächtige Gott-Sein als Ziel erreicht werden kann und dieses Ziel für alle derzeit gut 7 Mrd Menschen gilt (früher oder später), dann muss man sich fragen: Wenn jeder dieser einzelnen Menschen das Ziel erreicht haben wird, wozu braucht man dann 7 Mrd allmächtige perfekte Götter, wenn doch einer vollkommen ausreichend ist?

Das bedeutet: Unter organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gesehen ist die Idee mit einer befristeten Anzahl an Reinkarnationen äußerst ineffektiv. Wer braucht schon 7 Mrd Vorstandsvorsitzende?


Bedeutung einer unbefristeten Anzahl von Reinkarnationen

Die Variante von immerwährenden Reinkarnationen bedeutet, dass es keinen Anfang, keine erste Reinkarnation gegeben haben kann, und es auch kein Ende geben wird. Das Wort "immer" bedeutet nämlich, dass etwas keinen Beginn gehabt haben darf, denn sonst wäre es ja kein immer. Immer heißt zudem, bis in alle Vergangenheit zurückreichend sowie bis in alle Zukunft hinreichend. Kurz gesagt, ewig, denn Ewigkeit gilt für alle zeitlichen Richtungen.

In diesem Fall hast du demzufolge bereits unzählige Reinkarnationen hinter dir und man müsste zwangsläufig überall auf deine Rückstände, auf deine Hinterlassenschaften stoßen. Genauer gesagt: Es darf keine einzige noch so winzige Stelle im Universum geben, an der man nichts von dir findet und es dir nicht eindeutig zuordnen kann. Denn wenn du bereits in der Vergangenheit eine Ewigkeit Zeit gehabt hast, und das bedeutet ja Ewigkeit, dann musst du zwangsläufig schon überall gewesen sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob du dich auch daran erinnern kannst. Das Erinnerungsvermögen heranzuziehen ist für so etwas ziemlich ungeeignet. Nur immerwährende Reinkarnationen gewährleisten es, dass du bereits überall gewesen bist. Allerdings bedeutet es auch: Es gibt in diesem Fall gar kein zu erreichendes End-Ziel. Damit ist auch diese Idee vom Tisch, jemals ein Gott-Sein erlangen zu können.


Plausibilitätsfragen

Wie kommt es, dass für die allermeisten Menschen, die von Reinkarnationen überzeugt sind, es zutrifft, dass man absolut nichts von ihnen aus früheren Reinkarnationen findet? Archäologen dürften beispielsweise nicht nur Dino-Knochen finden, sondern diese geradezu massenweise einbettet von deinen jeweiligen Körperknochen, die allein du benutzt hast und die mit einer DNA-Analyse eindeutig dir zugeordnet werden können. Aber sie finden nichts. Nicht mal du selbst findest beispielsweise auch nur die kleinste Hinterlassenschaft von dir aus dem Jahre 1783. Das dürfte doch überhaupt nicht möglich sein, wenn man von Reinkarnationen überzeugt ist. Wie erklärst du dir das?
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon glider » 05.01.2016, 16:15

@Meikel
Weil du dein Quantum monad stets im Zusammenhang mit ”unbewusst“ erwähnst, könnte ich mir vorstellen, dass du damit – im Vergleich zu meinem Münz-Beispiel für Dualität – jene Seite meinst, die die Abwesenheit repräsentiert.
..........................
So viel dazu. Das Ganze ist noch sehr viel komplizierter, doch das Beispiel einer Münze mit seinen beiden Seiten zeigt zumindest im Ansatz den Zusammenhang zwischen ”Ich bin“ und ”Ich bin nicht“ auf.


Mein Quantum monad könnte sogesehen tatsächlich der 'Ich bin nicht' Teil sein. Es ist non-local, hat aber alles 'Wissen' von meinem 'Ich bin'. Es ist verschränkt mit Aufmerksamkeit und wenn vorhanden, meinem physischen Körper.
Das gilt dann aber auch für mein quantum self (Seele/Psyche) und authentic self (mind/Geist)....Auch die gehören zu meinem 'ich bin'.
Wenn ich nun versuche, meinen Aufmerksamkeitsfokus auf dieses 'Ich bin nicht' zu lenken, dann erfahre ich doch Aufmerksamkeit? (Erleuchtung)

das ”Ich bin“ etwas Konstruiertes und damit etwas Sterbliches. Es hat einen zeitlichen Anfang, eine Mitte und ein Ende, die jedoch nicht unbedingt nur eine einzige Verkörperung nutzt, um sich damit kommunikativ ausdrücken zu können

Und wenn mein 'Ich bin ' endet ist nur noch Aufmerksamkeit /'Oneness' ? oder bleibt da von jedem Lebewesen noch sowas wie der Aufmerksamkeits-Impuls? Dann wäre der wieder eher mein quantum monad...

Wenn das 'ich bin' mehrere Verkörperungen nutzen kann, dann reinkarniert es sich doch :?

Und dass man keine Spuren von solchen Reinkarnationen findet, ist für mich nur logisch. Jeder Körper hat doch eine eigene DNA, dachte ich wenigstens, sonst wärs ja ein Klon, oder? Und warum soll ich mich überhaupt schon mal auf dieser Erde verkörpert haben, wenn es allein in unserer Milchstrasse für jeden Menschen theoretisch einen eigenen Planeten gäbe...
Ich jedenfalls fänds spannender in einer nächsten Verkörperung auf einem anderen, weiterentwickelteren Planeten geboren zu werden, als nochmals auf der Erde....
Aber ich gebe zu, dass ich von möglichen 'Reinkarnations-Theorien' keine Ahnung habe.
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Meikel » 05.01.2016, 17:11

@glider

glider hat geschrieben:Wenn ich nun versuche, meinen Aufmerksamkeitsfokus auf dieses 'Ich bin nicht' zu lenken, dann erfahre ich doch Aufmerksamkeit? (Erleuchtung)


Gelenkte/gerichtete Aufmerksamkeit im Sinne von ”da ist Aufmerksamkeit“ zu erfahren ist deswegen nicht möglich, weil du sie zum Richten bereits benutzt. Die Aufmerksamkeit ist das Erleuchtende, und nicht das, was du mit ihr bemerken kannst.

glider hat geschrieben:Und wenn mein 'Ich bin ' endet ist nur noch Aufmerksamkeit /'Oneness' ? oder bleibt da von jedem Lebewesen noch sowas wie der Aufmerksamkeits-Impuls?


Übrig bleibt der Beobachter, der eigentliche Fokus, der diesen Vorgang bezeugt. Um von der einen zur anderen Seite der Münze zu wechseln, sprich, um von Wach-/Traumzustand in den Zustand der Abwesenheit zu wechseln, bedarf es eines Beobachters, der bezeugt, dass diese Wechsel stattfinden. Das ist der eigentliche Fokus. Aber auch er ist nur ein Konstrukt, allerdings ein höherwertiges Konstrukt als die duale Konstruktion der Münze. (Ich deutete bereits an, dass das Ganze ein äußerst komplexer Vorgang ist).

glider hat geschrieben:Wenn das 'ich bin' mehrere Verkörperungen nutzen kann, dann reinkarniert es sich doch :?


Nicht wirklich. Betrachte es einmal so: Wenn du dir im Leben mehrere Autos kaufst, dann nennst du es auch nicht Reinkarnation von Autos. Der Begriff ”Reinkarnation“ bedeutet Wieder-Fleischwerdung. Aber da wird niemand zu Fleisch. Das ist das Entscheidende. Das heißt: So wie man niemals zum jeweiligen Auto wird, wird man niemals zum Fleisch werden. Der Begriff "Wieder-Fleischwerdung/Reinkarnation" ist völlig daneben und beschreibt etwas, das es gar nicht gibt. Man ist nie das Reinkarnierte und wird auch niemals dazu.
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Seien » 05.01.2016, 19:44

Mal eine Frage an euch beide, glider und Meikel, könnt ihr gut einschlafen?
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Meikel » 05.01.2016, 20:47

@Seien

Ja, sicher.
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Fortune » 06.01.2016, 08:42

Seien hat geschrieben:Mal eine Frage an euch beide, glider und Meikel, könnt ihr gut einschlafen?



:D :D :D :D


Wie kommst du zu der Frage ?


lg,

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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon glider » 06.01.2016, 12:45

@Seien

Ja sicher, ich möchte ja träumen, und du?

----------------------------------------------------------------

@Meikel

Übrig bleibt der Beobachter, der eigentliche Fokus, der diesen Vorgang bezeugt. Um von der einen zur anderen Seite der Münze zu wechseln, sprich, um von Wach-/Traumzustand in den Zustand der Abwesenheit zu wechseln, bedarf es eines Beobachters, der bezeugt, dass diese Wechsel stattfinden. Das ist der eigentliche Fokus. Aber auch er ist nur ein Konstrukt, allerdings ein höherwertiges Konstrukt als die duale Konstruktion der Münze.


Also Aufmerksamkeit ist 'Sein in Ewigkeit' und der Beobachter/Beobachtende, die 'Lebewesen' auch? Und der Aufmerksamkeits-Fokus 'gehört' zu jedem Beobachter? Non-Dual oder dual, da er das Konstrukt zum beobachten ist? Und der Impuls ?

Da wäre sogesehen dann der Beobachter selber mein quantum monad, das sich mit jedem 'ich bin/ich bin nicht'(Münze) weiterentwickelt...
Dieser Beobachter, hat der die 'Uebersicht' über alle seine bisherigen 'Münzen'?

Das 'ich bin/ich bin nicht' (die Münze) wäre dann meine Aufmerksamkeitsqualität und Intensität...

Sorry für meine vielen Fragen...
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Meikel » 06.01.2016, 13:12

@glider

glider hat geschrieben:Sorry für meine vielen Fragen...


Deine Fragen sind stets willkommen.

glider hat geschrieben:Also Aufmerksamkeit ist 'Sein in Ewigkeit' und der Beobachter/Beobachtende, die 'Lebewesen' auch?


Nein, der Beobachter ist kein reines Sein. Er ist zwar frei von allen Bewertungen, aber er ist nicht rein im Sinne von "von allem befreit" zu sein. Er ist ein Ergebnis des Ausübens von Aufmerksamkeit in einer bestimmten Intensität und Qualität. Er erfüllt einen bestimmten Zweck und ist daher endlich.

glider hat geschrieben:Und der Aufmerksamkeits-Fokus 'gehört' zu jedem Beobachter?


Der Fokus gehört dem Beobachter nicht im Sinne von etwas Zusätzlichem, sondern der Beobachter ist der Fokus selbst.

Er ist es, der es überhaupt erst möglich macht, dass man von seinem eigenen Vorhandensein und von anderen Dingen weiß. Auch hier möchte ich noch mal das Spiegelbeispiel benutzen (Stichwort: sich selbst beobachten), um es zu veranschaulichen:

Wenn ich in einen Spiegel blicke, dann weiß ich, dass ich weder Derjenige bin, der im Spiegel zu sehen ist, noch Derjenige, der in den Spiegel hineinblickt. Ich bin vielmehr das, was bezeugt, dass es jemanden gibt, der in einen Spiegel blickt. (Stichwort: Distanz bei jedem Beobachtungsvorgang).

Das ist gleichzeitig die Begründung und die Erklärung für meine Signatur.

glider hat geschrieben:Dieser Beobachter, hat der die 'Uebersicht' über alle seine bisherigen 'Münzen'?


Ja, über solche, die ihn betreffen. Diese Bezugsverhältnisse können allerdings von Higher Ups blockiert werden, so dass er den Eindruck hat, von den Beziehungen nichts zu wissen.
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Seien » 06.01.2016, 15:51

Fortune hat geschrieben: :D :D :D :D

Wie kommst du zu der Frage ?


Wenn die Frage für deinen Verstand ist kann ich sie nicht beantworten...
Wenn sie für deine Vernunft ist, dann kennst du die Antwort bereits :D :D :D :D



glider hat geschrieben:@Seien

Ja sicher, ich möchte ja träumen, und du?


Edit:
Um die Antwort aufs Träumen zu beziehen...

Man träumt immer, nur die Arten der Kommunikation ist der Untschied, der durch Verstandesgesetzten Festlegungen, zB. ihr Bezeichnet die "Wachwelt" durch einen Verstand, der sich durch die Aufmerksamkeit der Kommunikation durch hauptsächlich Sprache und Logik in den Vordergrund drängt. Eure bezeichnete "Traumwelt" hat mehrere -----Kommunikationsformen/Wesensmerkmale/Lebewesen (Bilder-,-Sprache-, -Gefühle-, -Gedanken-,-Laute-,-Verhalten-,-usw.-, -Impulse)------ , da sie weniger Inhaltlich durch den Verstand begrenzt ist aber durch den "wach" oder "traum"-Zustand voneinander getrennt wird und somit Grundsätzlich vom Verstand beherrscht bleibt, wodurch das Kommunkationsvolumen abnimmt oder vom Umfangher unbrauchbar ist und damit nicht erkannt wird, zu welcher Kommunkikationsart sie gehört, weil man durch das trennen immer davon ausgeht sie mit Sprache und Logik erklähren zu können...
...das mit dem wach und traum ist nur ein beispiel zur versinnbildlichung...
Das erkennen der jeweiligen Kommunikationsart würde ich zum Verständnisshalber als basale Klarheit bewerten.
Jede Kommunikationsform, ist ohne Trennung zu jeder Zeit überall gleichzeitig vorhanden und benutzbar...
Ich hab nichts gegen einen Verstand, der die Vernunft besitzt, vernünftig kommunizieren zu können.

Um es letztlich auf das Thema, was nach dem Tod kommt, zu beziehen, wird es sich zeigen, das es solche Kommunikationsformen wirklich geben könnte.

Jegliche Kommunikationsform, bezeichne ich als eigenständiges Lebewesen.

Hier ein Beispiel zur Versinnbildlichung: Ein Pickel hat man zwar im Gesicht, zB durch Hormone oder Verunreinigungen, aber man selbst ist nicht dieser Pickel, aber man kann ihn irgendwie beeinflussen/kommunizieren (zB ausdrücken oder nicht) :D

Bitte nehmt meine Aussagen nur zum überdenken und nur Sinngemäß auf, nicht wörtwörtlich, weil mein Wesen noch sehr mit weltlichen Speicherungen belastet ist.

Zum Gruß
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Seien » 07.01.2016, 00:26

Nachicht vom 6.1.15 zum besseren Verständnis geändert.
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon glider » 07.01.2016, 13:11

@Seien
Das erkennen der jeweiligen Kommunikationsart würde ich zum Verständnisshalber als basale Klarheit bewerten.
Jede Kommunikationsform, ist ohne Trennung zu jeder Zeit überall gleichzeitig vorhanden und benutzbar...

Das widerspricht sich meiner Meinung nach aber mit folgender Aussage

Jegliche Kommunikationsform, bezeichne ich als eigenständiges Lebewesen.

Bitte nehmt meine Aussagen nur zum überdenken und nur Sinngemäß auf, nicht wörtwörtlich, weil mein Wesen noch sehr mit weltlichen Speicherungen belastet ist.
Sorry, aber ich empfinde deine Aussagen tatsächlich als etwas unverständlich für mich...
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Meikel » 07.01.2016, 15:08

@Seien

Seien hat geschrieben:Man träumt immer,


Ich finde, das solltest du nicht hier, sondern den Wissenschaftlern in den weltweit vorhandenen Schlaflaboren erklären, den Experten, zu deren täglicher Arbeit das Erforschen des Träumens zählt, den Menschen in den Universitäten und Institutionen, die sich profosessionell mit Gehirn- und Bewusstseinsforschung beschäftigen. Du solltest ihnen erklären, warum sie sich irren, wenn sie zwar neben den nächtlichen Traumphasen auch sogenannte traumlose Phasen in den Gehirn ihrer Probanden messen. Und warum sie deswegen in ihren wissenschaftlichen Publikationen das schreiben sollten, was du hier schreibst, nämlich "Man träumt immer".

Du wirst hoffentlich Verständnis dafür haben, dass ich bis dahin deine Aussage als Irrtum bezeichnen muss.
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon nelson » 07.01.2016, 18:27

Meikel hat geschrieben:@Seien

Seien hat geschrieben:Man träumt immer,


Ich finde, das solltest du nicht hier, sondern den Wissenschaftlern in den weltweit vorhandenen Schlaflaboren erklären, den Experten, zu deren täglicher Arbeit das Erforschen des Träumens zählt, den Menschen in den Universitäten und Institutionen, die sich profosessionell mit Gehirn- und Bewusstseinsforschung beschäftigen. Du solltest ihnen erklären, warum sie sich irren, wenn sie zwar neben den nächtlichen Traumphasen auch sogenannte traumlose Phasen in den Gehirn ihrer Probanden messen. Und warum sie deswegen in ihren wissenschaftlichen Publikationen das schreiben sollten, was du hier schreibst, nämlich "Man träumt immer".

Du wirst hoffentlich Verständnis dafür haben, dass ich bis dahin deine Aussage als Irrtum bezeichnen muss.



Beim Lesen eurer Beiträge ist mir spontan ein Gedanke gekommen, welchen ich gerne mit euch teilen möchte: "Ein bewusst Schlafender träumt immer."

Wenn im Tiefschlaf eine Bewusstlosigkeit einsetzt und diese als Loslösung der Aufmerksamkeit von allem Erfassbaren definiert wird, so kann ein bewusster Träumer keinesfalls im Tiefschlaf verweilen, denn seine Gedanken würden sich im Geist manifestieren und zu Träumen werden.

Ist diese Annahme korrekt? Eine direkte Beeinflussung der Traumphasen durch den Schlafenden wäre nämlich die Folge.
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