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Was kommt nach dem Tod?

Philosophisches / Psychologisches / Körper, Geist & Seele

Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon glider » 30.12.2015, 17:55

@Meikel
mit 'in der Welle' meine ich meine 'Aufmerksamkeits-Möglichkeit' in Quantum-Consciousness... kann es im Moment nicht besser ausdrücken. Vielleicht liegt es daran, dass ich, wie ich zum Buch von Rory Mac Sweeney erwähnte, seine Idee interessant finde, dass unsere Sprache dualistisch ausgerichtet ist und es schwierig, bis unmöglich ist, quantenphysikalische Möglichkeiten/Zusammenhänge oder wie auch immer, damit auszudrücken. In seinen Worten ausgedrückt: wir sollten zu der paralogischen Prosa der reinen Möglichkeiten kommen(wie immer man das jetzt wieder interpretieren soll/kann...)....
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Meikel » 30.12.2015, 18:15

@glider

Dem Vorschlag, dass wir eine bessere und damit meine ich eine präzisere Sprache benötigen, stimme ich unbedingt zu. (Y)

Übrigens: Die Sonne ist gerade untergegangen. Ehrlich.
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon olivioline » 31.12.2015, 12:33

Ich glaube, dass meine Seele, mein reines Bewusstsein, mein wahres Ich oder wie man es auch immer nennen mag, zur Zeit in meinem Körper gefangen ist und nach meinem physikalischen Tod frei sein wird.
Nur um dann wieder in einem anderen Körper wiedergeboren zu werden.
Mein Reines ist unsterblich.
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Meikel » 31.12.2015, 13:51

@olivioline

Dein Posting beginnt mit den Worten ”Ich glaube ...“

Kannst du dich daran erinnern und erklären, nicht wann, sondern wie du diesen Glauben zustande gebracht hast?
Meikel
 
 

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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon olivioline » 31.12.2015, 19:49

Ich kann mich erinnern, ja :)
Ich bin in dem christlichen Glauben aufgewachsen bin, eine Seele zu haben.
Jetzt habe ich meine eigene Richtung gefunden, und auch wenn mein Glauben nicht mehr dem Christlichen entspricht, fühle ich dieses "Reine". Durch häufige Meditation bin ich schon mal zu dem reinen Zustand gekommen.
Wie ich darauf komme, dass es unsterblich ist: Da mein Reines keinen physikalischen Körper hat, kann es nicht sterben :) Außerdem gibt es zahlreiche Menschen, die Orte beschrieben haben, an denen sie noch nie waren. Andere wurden durch Hypnose an ihr Vorleben erinnert, widerum andere haben das starke Gefühl der Verbundenheit zu einem bestimmten Tier ...

Das sind alles keine Beweise, aber das Wort "glauben" beruht ja genau darauf, dass man die eben nicht hat ^^

Guten Rutsch dir, Meikel :-)
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Caty » 01.01.2016, 01:04

Ich hab keinen Bock auf Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus, or sonst was. Also hab ich mir einige erfunden :lol: Sie hat wahrscheinlich ein wenig von allen, aber egal. Hört sich jetzt vielleicht schon ein wenig strange an, aber der Rest von meiner Religion ist noch schlimmer und wir sind sowieso alle strange :lol: Und sorry für die ganzen gespoilerten Fußnoten :lol: :evil:

Meiner Meinung nach, besteht jedes Wesen aus zwei Teilen. Einem Mentalen [1] und einem Physischen [2]. Der mentale Teil ist unsterblich, während der Körper nach einer gewissen Zeit abstirbt [3]. Nachdem der Körper stirbt, wandert die Seele in ein Void [4], bis eine neue Hülle frei wird [5]. Dann lebt die Seele in diesem Körper bis er wieder stirbt. Dabei gehen leider sehr viele Erinnerungen verloren, und nur wenige Leute können sie wieder teilweise zurückholen. Natürlich bei dem ganzen Vorgang noch ne Menge schief laufen, aber dafür hab ich jetz keine Zeit :lol:

Fußnoten
1
Spoiler: show
= abstrakt, geistig, "die Seele", "der Geist" [1.1]

1.1
Spoiler: show
Eine Seele ist nicht die Summe aller guten und schlechten Taten. Sie ist deine Psyche. Mehr oder weniger, deine Charaktereigenschaften, verhaltensweise, etc.

2
Spoiler: show
= real, körperlich, "der Körper", "die Hülle"

3
Spoiler: show
je nach Wesen von 1 Tag bis zu 100 Jahren (mehrere Jahrtausende in anderen Ebene [3.1]

3.1
Spoiler: show
= Dimension. Sie existiert, kann aber von normalen Menschen nicht wahrgenommen werden.

4
Spoiler: show
= das Nichts, ein leerer Raum

5
Spoiler: show
Das passiert normalerweise während der pre-natalen Entwicklung [5.1]

5.1
Spoiler: show
= die Entwicklung vor der Geburt
Caty
 
 

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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Meikel » 01.01.2016, 11:52

@olivioline

olivioline hat geschrieben:Guten Rutsch dir, Meikel :-)


Happy New Year! :)

olivioline hat geschrieben:Ich kann mich erinnern, ja :)
Ich bin in dem christlichen Glauben aufgewachsen bin, eine Seele zu haben.


Ja, das trifft für sehr viele Menschen zu. So wie du haben sie ihren Glauben, eine Seele zu haben, der Einfachheit halber von anderen Menschen übernommen, ohne ihren Glauben mit einer eigenen persönlichen Erfahrung zustande gebracht zu haben. Die frühesten Ausführungen darüber, was eine Seele ist, finden sich in den überlieferten religiösen und spirituellen Texten der Menschheitsgeschichte. Und in ihren Kernaussagen ähneln sie sich alle sehr.

Heutzutage wird im Allgemeinen und ganz besonders in der Psychologie und in der Medizin, die Gesamtheit der psychischen Funktionen des Menschen als Seele bezeichnet. Das heißt, zu den psychischen Funktionen zählen sämtliche sinnlichen, sensorischen und kognitiven Fähigkeiten. Also nicht, wie einige Menschen erzählen, ihre Charaktereigenschaften. In den Geistes- und Naturwissenschaften wird die Seele demzufolge nicht als zusätzliches Ding oder Teil verstanden, das man hat, sondern als Ausprägungsformen von Fähigkeiten. Doch Ausprägungsformen von was?

Von ihren Fähigkeiten wussten die Menschen schon immer, noch bevor eine Beziehung zwischen Seele und Gehirn hergestellt wurde. So dachte beispielsweise der griechische Philosoph Aristoteles noch nicht, dass es zwischen beiden eine Beziehung gäbe. Und er war ein großartiger Denker, wie man in seiner überlieferten Literatur nachlesen kann.

Wusstest du beispielsweise in diesem Zusammenhang, dass in der Bibel das Gehirn überhaupt nicht erwähnt wird? An keiner einzigen Stelle. So etwas immens Wichtiges wie das Gehirn, auf das wir alle so stolz sind und das wir heute für das maßgebliche Organ halten und von dem man überzeugt ist, dass es diese psychischen Fähigkeiten überhaupt erst hervorbringt, kommt in der Bibel nicht vor. Stattdessen beschäftigt sich die Bibel mit dem, was wir Seele nennen. Mit Funktionen wie Erkenntnis, Erinnerung, Wille, Neigung, etc.. Auch ist vom Herzen die Rede, von Nieren. Aber das Gehirn kommt nirgends vor.

Wenn ich mich nicht irre, waren es etwa im 3. Jahrhundert vor Christus die Alexandrinen Herophilos und Erasistratos, die als erste den Zusammenhang zwischen Gehirn und psychischer Realität begriffen. Seither, das heißt seit etwa 2.400 Jahren hat sich unser Wissen über das Gehirn sehr erweitert. Das Studieren und Untersuchen des Gehirns erschafft jedoch kein Wissen über die Welt, sondern Wissen über das Gehirn.

Unabhängig von deinem erwähnten Glauben, dass du eine Seele hast, würde ich gerne wissen:

Hast du schon entschieden, wer von beiden du tatsächlich bist, deine psychischen Fähigkeiten genannt Seele, oder doch eher ihr Benutzer?
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon olivioline » 01.01.2016, 16:11

Unabhängig von deinem erwähnten Glauben, dass du eine Seele hast, würde ich gerne wissen:
Hast du schon entschieden, wer von beiden du tatsächlich bist, deine psychischen Fähigkeiten genannt Seele, oder doch eher ihr Benutzer?


Erst mal differenziere ich mich von dem Begriff "Seele", das klingt so christlich und nach Paradies etc... Wenn überhaupt, nenne ich es lieber "Das Reine", da ich irgendwie mehr an Wiedergeburt glaube.
Und nein, ich habe mich nicht richtig entschieden. Meine Gedanken gehören schließlich nicht zum Reinen, sondern zu meinem Gehirn, das physisch existiert. Und ich würde sagen, meine Gedanken machen meinen Charakter aus ... Das Reine hat damit keine Persönlichkeit, und wie soll etwas das keine Persönlichkeit hat, ich sein?
Ich tendiere zu der Meinung, der Benutzer zu sein, einfach aus dem Grund, dass das Gehirn zum Körper gehört. Mein "Reines" ergänzt meinen Körper, sodass er komplett ist.

Mein kleines Problem ist, dass, immer wenn ich meine philosophischen Gedanken aufgeschrieben habe, sie danach so falsch klingen. Ich kann dieses Gefühl kaum beschreiben ... Es ist, als würde ich ewig Zeit damit verbringen, eher unklare Gedanken, die man kaum in Worte fassen kann, in Worte zu fassen. Wenn ich damit fertig bin und sie mir durchlese hören sie sich abwegig, unlogisch und falsch an, und ich bin unzufrieden.
Abgesehen davon bin ich sogar in meiner Meinung unsicher: Es gibt Tage, da nehme ich die Welt rein wissentschaftlich wahr, an anderen widerum spirituell.
Es macht kaum Sinn, meine Gedanken aufzuschreiben, wenn sie danach nicht mehr richtig auf mich zutreffen.


EDIT: Sogar die Wortwahl des bunten Absatzes gefällt mir schon nicht mehr. Das Grübeln verärgert mich oft so sehr, dass ich einfach meine verrwirrten Gedanken genervt verwerfe und mich anderen Dingen widme. Geht es anderen genauso? Oder weiss irgendwer was ich meine? :|
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Meikel » 01.01.2016, 17:37

@olivioline

Wenn du das, was du essentiell bist, als das Reine bezeichnest, dann verstehe ich dich sehr gut.

Rein zu sein bedeutet ja sinngemäß, von allen Verunreinigungen befreit zu sein. In dem Zusammenhang, den wir hier diskutieren, ist der Begriff ”Verunreinigung“ vielleicht nicht ganz angebracht, weil er als etwas Negatives verstanden werden kann. Deswegen spreche ich auch lieber von Ausprägungsformen.

Gedanken zum Beispiel sind solche Ausprägungsformen. Sie sind stets begrenzt, damit man sie von anderen Gedanken unterscheiden kann. Das bedeutet auch: Kein Gedanke dieser Welt könnte vollumfänglich das zum Ausdruck bringen, was dich essentiell ausmacht. Denn dann wärst du ja dasselbe wie der Gedanke. Und das bist du auf keinen Fall, weil du schließlich jeden deiner Gedanken bemerken kannst. Und alles, was man bemerken kann, kann man unmöglich selbst sein, wie ich hier an anderen Stellen bereits mehrfach aufzeigte.

Das heißt auch: Ausprägungen (Verunreinigungen des Reinen) sind nichts, was man loswerden sollte. Sie sind sogar äußerst nützlich, notwendig und wertvoll, um sich selbst anderen Menschen und Lebewesen gegenüber kommunikativ zum Ausdruck bringen zu können.

Wenn man nun ”Seele“ als das versteht, was einem Lebewesen ermöglicht, sich auf seine Art und Weise zum Ausdruck bringen zu können, dann hat das weder etwas mit dem Christentum oder einer anderen religiösen Glaubensanschauung zu tun. Dann hat man den Begriff Seele von aller Religiösität und gar Spiritualität befreit, da man lediglich sein eigenes zugrundeliegendes Vorhandensein meint. Deswegen wird es von vielen Menschen auch das "Ich bin" genannt. Das "bin" meint das Vorhandensein.

Das "Ich bin" ist das, was jeden Morgen als Erstes aufwacht. Es meint nichts anderes als das Gefühl für das eigene Vorhandensein, die Gewissheit "Es gibt mich". Dieses "Ich bin" muss zwingend gegeben sein, damit etwas vorhanden ist, womit ich anschließend Sinneswahrnehmungen oder andere kognitive Fähigkeiten wie Denken, Erinnern, Vorstellen, benutzen kann. Ohne das "Ich bin" geht das nicht. Ohne das "Ich bin" ist es nicht möglich, mich nach dem Aufwachern erinnern zu können, wie mein Name lautet, wo ich wohne, ob ich mich für eine Frau oder einen Mann halte, zu bemerken, ob ich gut oder schlecht geschlafen habe und mich daran erinnern zu können, was ich mir für den kommenden Tag so alles vorgenommen habe. Dieses "Ich bin" ist die erste Ausprägungsform überhaupt, auf die alles Weitere dann folgt. Es ist jedoch keinesfalls das "absolut Reine".

Das absolute Reine erlaubt kein "Ich bin". Deswegen kann man es auch nicht mit einem konkreten Gedanken, einem Gefühl, oder einem sonstigen kommunikativen Ausdruck bemerken oder gar beschreiben. Man kann es stets nur mit negierenden Begriffen wie unerreichbar, unveränderbar, unverletztbar, etc. bezeichnen, ähnlich, wie ich sie beispielsweise in meinem vorherigen Beitrag über Unsterblichkeit erwähnte, oder aber mit einem Begriff, der keine Ausprägungsform meint, keine Verunreinigung, kein Gedanke oder Gefühl, das heißt mit einem Begriff, wie ich ihn häufig benutze, wenn ich "Aufmerksamkeit" sage. Denn Aufmerksamkeit ist kein Ding, keine Ausprägungsform von irgendetwas. Sie ist das Einzige, was ich kenne, das von allem befreit ist.
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon fakeAcc » 02.01.2016, 02:31

Letzlich müssen wir unseren Fokus immer auf Konzentration und Aufmerksamkeit legen, nur so erkennen wir die wahre Bedeutung des Seins und der Natur. :)
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon glider » 02.01.2016, 13:35

Weil ich gerade so etwas wie ein ‚Heureka‘- Erlebnis hatte, wie ich @Meikel’s Aufmerksamkeit bzw. das ‚Reine‘ für mich logisch verstehen kann, möchte ich es nachfolgend versuchen aufzuzeichnen, wobei mir bewusst ist, dass @Meikel evt. bei meinen gewagten Vergleichen die Haare zu Berge stehen werden…. Aber für mich ist es im Moment einfach total ‚aufgegangen‘(=logisch):

Wenn meine Aufmerksamkeit = mein Quantum Monad = das ‚reine‘ Sein, meine wahre Natur ist,

dann ist die Aufmerksamkeitsqualität= quantum self = Unbewusstes Quantum-Bewusstsein = Psyche = Seele,
unsterblich, transpersonal, holistisch, konstruiert Materie, erschafft meinen ‚ich Körper‘, hier finden auch meine TT’s statt.


dann ist die Aufmerksamkeitsintensität= authentic self (mind) = bewusstes Quantum-Bewusstsein =
Geist, unsterblich und lernfähig, erschafft das ‚ich bin‘,meine persona
Kann durch meinen menschlichen Körper kommunizieren und sich weiterentwickeln. D.h. dann auch, dass Higher-Ups eine höhere Aufmerksamkeitsintensität haben.
Hier findet das Wachleben statt, unsere gemeinsame Realität mit allem physischen Bewusstsein. KT’s entstehen, wenn im Schlaf mein authentic self, meine Aufmerksamkeitsintensität ‚erwacht‘.


Das Gehirn ist dabei die ‚Schnittstelle‘ dieser ,verschränkten Hierarchien‘ quantenphysikalisch gesehen.
('A brain must have a quantum system in it', Zitat von Amit Goswami).

Mein ‚ich bin‘, mein ego, meine persona, entsteht durch diese Verkörperung und endet mit dem Tod wieder.

Aber mein authentic self , mein bewusstes Quantum-Bewusstsein, meine Aufmerksamkeitsintensität ist unsterblich und wächst mit jeder Inkernation = Sinn des Lebens.

Hmm… im Moment find ich’s immernoch logisch….
:?

Edit:

Jetzt hab ich doch den Aufmerksamkeitsfokus vergessen :shock: :

Hmm...

Im Wachleben nehme ich durch meinen Körper wahr. Also ist in Raum und Zeit vorgegeben, worauf ich meinen Aufmerksamkeitsfokus richten kann.

Im TT bestimmt mein unbewusstes Quantum-Bewusstsein, meine Aufmerksamkeitsqualität,
Im KT bestimmt mein bewusstes Quantum-Bewusstsein, meine Aufmerksamkeitsintensität
zusammen mit:
dem 'X' Factor(dem Larger Awareness), meinem Glauben,Ueberzeugungen, meinen Erwartungen, meiner Absicht, meinem Willen
worauf sich mein Aufmerksamkeitsfokus richten kann....

Editiert um 14:10
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Meikel » 02.01.2016, 15:31

@glider

glider hat geschrieben:Wenn meine Aufmerksamkeit = mein Quantum Monad = das ‚reine‘ Sein, meine wahre Natur ist,
dann ist die Aufmerksamkeitsqualität= quantum self = Unbewusstes Quantum-Bewusstsein = Psyche = Seele,


Seele ist nichts Unbewusstes. Seele ist die Bezeichnung für eine ganz bestimmte, eine ganz konkrete Aufmerksamkeitsintensität, die lediglich das Vorhandensein meint. Du bist jemand anderer als ich oder als dein Nachbar. Wir alle benutzen zwar ähnliche (sinnlich/kognitive) Aufmerksamkeitsqualitäten, aber von unterschiedlichen Beobachtungsstandpunkten aus. Diese unterschiedlichen Standpunkte erfordern ein eigenes Vorhandensein.

Das reine Sein ist nochmal etwas vollkommen anderes als diese konkreten Aufmerksamkeitsintensitäten, die auch Seelen genannt werden.

glider hat geschrieben:Das Gehirn ist dabei die ‚Schnittstelle‘ dieser ,verschränkten Hierarchien‘ quantenphysikalisch gesehen.


Hier würde ich gerne ergänzend hinzufügen: Die Notwendigkeit für das Vorhandensein dieser Schnittstelle namens Gehirn ist es, ein Umsetzungstool zu sein. Dass das zutrifft, ist wissenschaftlich übereinstimmend nachgewiesen.

glider hat geschrieben:Mein ‚ich bin‘, mein ego, meine persona, entsteht durch diese Verkörperung und endet mit dem Tod wieder.


Mit Verlaub, das ist zu einfach gedacht. :) Tatsächlich ist es ein extrem hochkomplizierter Vorgang, mit dem man, um ihn detailliert und explizit beschreiben zu wollen, ganze Bücher füllen könnte. Deswegen erlaube ich mir einige vereinfacht formulierte Anmerkungen hierzu:

Die Entstehung, sprich die Ausprägung der physikalischen Verkörperung (Befruchtung und anschließendes Wachstum) lässt kein ”Ich bin“ entstehen. Und das mit zunehmendem Alter allmähliche Nachlassen und Beenden der Funktionsqualitäten des physischen Körpers lässt ebenfalls das ”Ich bin“ nicht enden. Für die Entstehung und das Beenden eines ”Ich bin“ ist ausschließlich Aufmerksamkeit imstande.


Die Geburts-Absicht

Das ”Ich bin“ muss bereits vor dem Beginn der Verkörperung (vor der Befruchtung) vorhanden sein, damit es jemanden gibt, der geboren werden kann. Dahinter steckt eine sogenannte Geburts-Absicht, die kommunikativ von den Eltern als Kinderwunsch verstanden und bemerkt wird und sie diesen Wunsch dann umsetzen. Die Geburts-Absicht, die das ”Ich bin“ ausmacht, ist ein Ausdruck von Liebe, und zwar der Verbreitung von Liebe. Anders gesagt: Das ”Ich bin“ ist der kommunikative Ausdruck von ”Ich liebe es, zu sein“.

Dieser Ausdruck, diese Geburts-Absicht, beinhaltet nicht die Auswahl der Eltern. Weder das körperlich noch Ungezeugte sucht sich seine Eltern aus, noch wissen die Eltern vorher, für welchen Menschen sie die Geburts-Absicht umsetzen. Das ist die Erklärung dafür, warum kein Mensch weiß, warum er ausgerechnet von diesen seinen Eltern geboren wurde. Die tatsächliche Auswahl wird von Higher Ups vorgenommen, die damit u.a. ihre eigenen kommunikativen Vorgehensweisen zum Ausdruck bringen. Das heißt, sie bestimmen vorher, wie und von wem für ein ”Ich bin“ der sogenannte physikalische Ausformungsprozess stattfinden soll. Das ist u.a. deren täglicher Job.

Und es ist ebenfalls die Erklärung dafür, warum kaum ein Mensch weiß, warum er eigentlich geboren wurde (er fragt nach dem Sinn des Lebens), was er hier auf der Erde eigentlich tun soll und warum das Ganze schon nach ein paar Jahrzehnten wieder vorbei sein soll. Dieser offensichtliche Mangel an Informationen darüber liegt vor allem daran, dass die Informationen für das körperlich noch nicht ausgeformte ”Ich bin“ von Higher Ups blockiert sind. Sie haben dafür zahlreiche Gründe, auf die ich hier nicht explizit eingehen kann.


Der physikalische Ausformungsprozess

Der unverzüglich nach der Befruchtung einsetzende Ausformungsprozess ist in Wahrheit ein Umwandlungsprozess von Lebensmitteln und anderen Elementen wie Luft (Sauerstoff, Stickstoff, etc.), die die Eltern zu sich nehmen. Selbst die Ausformung der Samenzellen des Mannes wie auch die Ausformung der Eizellen der Frau sind die Ergebnisse einer solchen Umwandlung von Energie.

Lebensmittel ist ein anderer Begriff für bereits vorhandene Verkörperungen, die jedoch von keinem ”Ich bin“ mehr für übliche kommunikative Zwecke benutzt werden. Ihre Energie wird nach der Befruchtung vom Körper der Mutter umgewandelt in eine neue, auszuprägende Verkörperung (dem Fötus, dem Babykörper). Bereits hier zeigt sich, warum Eltern keine Seelen (kein ”Ich bin“) gebären können, sondern dass sie ausschließlich mit der Hilfe ihrer Körper an dem wichtigen Energie-Umwandlungsprozess beteiligt sind (als Teil ihrer kommunikativen Ausdrucksqualitäten, Verbreitung von Liebe).

Die sogenannte DNA ist dabei ein entscheidendes Steuerungstool, das u.a. dafür sorgt, dass die umgewandelte Energie die richtigen Ausprägungsformen hervorbringt. Mit ”richtig“ sind hierbei die vorher festgelegten, für kommunikative Zwecke notwendigen und in der Geburts-Absicht bereits enthaltenen Qualitäten gemeint. Das Ganze ist ein gewollter Erschaffungsprozess von solchen Lebewesen (Higher Ups), die dazu in der Lage sind.

Beobachte einmal Menschen beim Essen. Wenn sie ein leckeres Steak oder einen schmackhaften Salat auf dem Teller liegen haben, dann sind sie der Überzeugung: ”Das bin nicht ich. Das ist ein Steak und ein Salat“. Doch sobald sie es herunter geschluckt und verdaut haben, sprechen sie plötzlich ”Das ist mein Körper, das sind meine Arme und meine Beine, mein Kopf und meine Hände.“ :)

Menschen selbst sind keine biologischen Lebewesen, sondern empfindende und fühlende Aufmerksamkeits-Intensitäten (englisch: ”IS-BE“s ). Wir selbst sind bereits unglaublich hochentwickelte Higher Ups, doch den meisten Menschen sind die Informationen dazu (von anderen Higher Ups) aus bestimmten Gründen blockiert.

Die Verkörperung selbst ist dann zu verstehen als die Umsetzung der kommunikativen Fähigkeiten des ”Ich bin“, das heißt, mit der Verkörperung kann es dann die Qualitäten (Sinneswahrnehmungen, Denken, körperliche Handlungen, etc.) umsetzen. Die Verkörperung ist ein Prozess, der nicht nur manchmal, sondern ständig und kontinuierlich abläuft und den wir sprachlich in den Begriffen wie Wachstum, Kindheit, Jugend, Erwachsensein, Alter, beschreiben.
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon glider » 02.01.2016, 16:14

@Meikel
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Sie ist wie ich eigentlich erwartet hatte ganz anders ausgefallen, als ich irgendwie erwartet hatte :? aber sehr interessant, irgendwie...

Gibt es zu deinen Anmerkungen, diesen Theorien irgendwelche Bücher oder andere 'Quellen', wenn man doch damit ganze Bücher füllen könnte?
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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon Meikel » 02.01.2016, 17:19

@glider

Welche Theorien? Der Umwandlungsprozess von Körpern ist keine Theorie, sondern eine Tatsache.Ebenso ist es eine Tatsache, dass Bewusstsein nicht immer gegeben ist, sondern stets nur dann, wenn einem etwas ganz Konkretes bewusst ist. Der traumlose Tiefschlaf ist der Beweis für nicht immer gegebenes Bewusstsein. Aufmerksamkeit hingegen muss immer vorhanden sein, denn sonst könntest du weder in ein Traumgeschehen wechseln noch aufwachen. Auch dieser Unterschied zwischen Aufmerksamkeit und Bewusstsein ist keine Theorie, sondern eine Tatsache. Und es ist ebenfalls keine Theorie, dass alle materiellen Verkörperungen/Ausprägungsformen ausschließlich kommunikativen Zwecken dienen, sondern eine Tatsache, die überall bestätigt vorgefunden wird. Diese Tatsachen bilden den Tenor meiner Ausführungen. Von welchen Theorien sprichst du? :)

Ich kenne kein einzelnes Buch, in dem im Zusammenhang mit Aufmerksamkeit alles erklärt wird. Meiner Ansicht nach finden sich jedoch Ansätze von sehr guten Erklärungen dazu u.a. in folgender Literatur:

  • Die überlieferten Texte der antiken Philosophen
  • Die Bibel – Diverse Autoren
  • Kritik der Reinen Vernunft – Immanuel Kant
  • Bhagavad Gita – Hinduistischer Text
  • Alle Originaltexte von Sri Nisargadatta Maharaj
  • Quantenbewusstsein – Dr. Stephen Wolinsky
  • Die alltägliche Trance – Dr. Stephen Wolinsky

Meine Darstellung des Unterschieds zwischen Aufmerksamkeit und Bewusstsein habe ich in noch keinem Buch gefunden. Ich bin jedoch nicht der Erste oder gar Einzige, dem dieser Unterschied und seine Bedeutungen aufgefallen sind. In den aufgelisteten Büchern finden sich zahlreiche Hinweise dazu.
Meikel
 
 

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Re: Was kommt nach dem Tod?

Beitragvon glider » 04.01.2016, 12:32

@olivioline
Zitat:
Meine Gedanken gehören schließlich nicht zum Reinen, sondern zu meinem Gehirn, das physisch existiert. Und ich würde sagen, meine Gedanken machen meinen Charakter aus ... Das Reine hat damit keine Persönlichkeit, und wie soll etwas das keine Persönlichkeit hat, ich sein?


Und ich weiss ungefähr, was du meinst: immer wenn ich denke, jetzt verstehe ich – verstehe ich nicht mehr, bzw. geht die Logik wieder nicht auf. Das gilt für mich für Metaphysik und Quantenphysik….(und ich bin schon ca. 40 jahre älter als du…)


@Meikel

Ich habe wiedermal das Gefühl, einen Begriff nicht richtig verstanden zu haben: ‚ich bin‘. So wie du es @olivioline erklärt hast, verstehe ich es jetzt gleichbedeutend mit meinem quantum self = unsterbliche Seele oder Psyche. Dann gehört es eher zu dem ‚IS‘ vom ‚IS/BE‘ und nicht zum ‚BE‘, wie ich annahm. Das ‚BE‘ ist doch sterblich, oder? Dem sage ich mein ego self, meine ‚persona‘.

Aufmerksamkeit ist reines Sein. Das ‚ich bin‘ ist meine ‚Seele‘, die quantenphysikalisch verschränkt durch meinen Körper, diesen ‚ich‘ Körper erschafft und physisch wahrnehmen kann.
Mein ‚Geist‘ benutzt diesen physikalischen Körper ebenfalls quantenphysikalisch verschränkt mit Hilfe des Gehirns und kann so seine Gedanken und Erfahrungen mit der ‚Seele‘ austauschen‘. Er ist lernfähig, und sollte sein Dharma erfüllen (Lebensaufgabe). Mein ‚BE‘ ist dasjenige, das erlebt, die physikalische Welt, unsere Realität wahrnimmt und verarbeitet und dem Geist so mitteilt.

So ungefähr sehe ich es jetzt nach meinem Weltbild. Wobei ich jetzt immernoch die Aufmerksamkeits-Intensität als ‚Geist‘ und die Qualität als ‚Seele‘ empfinde….

Deine Erklärungen, wie das ‚ich bin‘ zu einem menschlichen Körper kommt, habe ich so noch nirgends gelesen, oder gehört. Aber es ist eine interessante Theorie, ja, immernoch eine Annahme für mich, da ich selber noch nie Higher-Ups gesehen habe, die das machen.
Dieser Ausdruck, diese Geburts-Absicht, beinhaltet nicht die Auswahl der Eltern. Weder das körperlich noch Ungezeugte sucht sich seine Eltern aus, noch wissen die Eltern vorher, für welchen Menschen sie die Geburts-Absicht umsetzen. Das ist die Erklärung dafür, warum kein Mensch weiß, warum er ausgerechnet von diesen seinen Eltern geboren wurde. Die tatsächliche Auswahl wird von Higher Ups vorgenommen, die damit u.a. ihre eigenen kommunikativen Vorgehensweisen zum Ausdruck bringen. Das heißt, sie bestimmen vorher, wie und von wem für ein ”Ich bin“ der sogenannte physikalische Ausformungsprozess stattfinden soll. Das ist u.a. deren täglicher Job.

Aber da ich gut im positiven Denken bin, hoffe ich sogar, wie die tibetischen Mönche im Traumyoga oder auch gemäss einer Aussage von Amit Goswami, dass KT’ler eine Möglichkeit haben, bewusst im Bardo/oder im übergangszustand während des ‚panoramic view‘ über alle Inkernationen zu sein und Wünsche für eine nächste Verkörperung anbringen können…. ;-p :sleep: ....Hoffnung stirbt zuletzt oder so.... :D



Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das irgendwo in der Bibel erwähnt wird, oder in einem anderem Buch, das du erwähnt hast (wobei ich von den indischen Texten keine Ahnung habe, noch nie irgendwelche gelesen habe). Weisst du von so einem Text?

Aber anhand von Kant’s Erkenntnistheorie (ups- wahrscheinlich ist das wieder falsch ausgedrückt) kann ich deine Unterscheidung von ‚Aufmerksamkeit‘ und ‚Bewusstsein‘ , von Objekt und Subjekt gut nachvolllziehen, obwohl ich auch nicht annehme, dass er den Begriff so gebraucht hat…
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