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Schlafparalyse und Alpträume - Erfahrungen

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Schlafparalyse und Alpträume - Erfahrungen

Beitragvon Rehbraun » 24.08.2015, 17:53

Hallo ihr Lieben

ich hatte letzte Nacht eine Schlafparalyse. Insgesamt hatte ich dieses Erlebnis vielleicht 3-4 mal in den letzten 2 Jahren. Jedes mal ist es so, dass ich aus dem tiefen Schlaf heraus in einen Wachzustand gerate und merke dass ich mich nicht bewegen kann. Im gleichen Moment wird mir dann bewusst dass ich schlafe bzw. mein Körper noch schläft. Ich weiß dass dies eine gute Möglichkeit wäre in einen luziden Traum zu gleiten doch leider kommen dabei immer Alpträume auf bzw. das Gefühl beobachtet zu werden oder aus irgendeinem Grund schnell wach werden zu müssen. Ich versuchte letzte Nacht mich aus dem Körper wach zu rollen aber es ging nicht. Dann versuchte ich zu schreien aber auch das war zu anstrengend. Dann fiel mir ein dass die Atmung wohl gut das wach werden beeinflusst (mal gelesen und auch bereits ausprobiert). Dann begann ich im "Schlaf" schnell ein-und auszuatmen und ich wurde dann nach kurzer Zeit wach. Das hat mich letzte Nach ganz schön aufgewühlt.

Warum ist es denn immer etwas negatives was man in diesem Moment wahrnimmt?
Ich hatte mich eine zeitlang mal mit luziden Träumen beschäftigt und versucht es zu erlernen. Jedoch habe ich es entweder nie geschafft oder mich nicht getraut weiterzumachen wenn es anfing zu kribbeln, das Herz zu rasen usw. und Angst bekommen.


Was genau glaubt ihr passiert in dem Moment der Schlafparalyse genau mit dem Körper oder Geist?

Liebe Grüße
Rehbraun
 
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Re: Schlafparalyse und Alpträume - Erfahrungen

Beitragvon Meikel » 24.08.2015, 18:37

@Rehbraun

Rehbraun hat geschrieben:Im gleichen Moment wird mir dann bewusst dass ich schlafe bzw. mein Körper noch schläft.


Ich glaube dir nicht, dass du Derjenige bist, der die einzige Frage auf der Welt, die niemand mit einem ”Ja“ beantworten kann, als Erster beantworten kannst. Die Frage lautet: ”Schläfst du schon?“

Solltest du sie dennoch mit einem ”Ja“ beantworten, dann weiß ich, dass du nur geflunkert hast. Denn man muss wach sein, um erstens die Frage zu hören und vor allem, um sie beantworten zu können. Doch weil Schlafen, im Gegensatz zum Träumen und Wachsein, ja gerade durch eine Nicht-Erfahrbarkeit charakterisiert ist, weiß ich, dass du nur flunkerst, indem du hier erzählst, dass du bemerkst hast: ”Oh, ich schlafe ja noch.“

Auch glaube ich dir nicht, dass dein Körper auch nur eine Nanosekunde lang schläft. Tatsächlich wird dir jeder aufrichtige Schlaf-, Gehirn- und Bewusstseinsforscher sowie Arzt dieser Welt bestätigen, dass in jener Zeit, die du Schlaf nennst, dein Körper voll aktiv und mit allen üblichen Aktivitäten weiterhin (rund um die Uhr, dein gesamtes Leben lang) kontinuierlich beschäftigt ist, wie z.B. Atmung, Verdauung, Steuerung des Blutdrucks und des Blutkreislaufes, Abbau und Regenerierung von Zellen, Aufrechterhaltung des Immunsystems, Registrierung und Weiterleitung sämtlicher Sinnesreize in die entsprechenden Gehirnzentren, Wachstum, Bewegungen im Bett zur Verhinderung von körperlichen Druckstellen, Heilungsprozesse, und noch vieles vieles mehr. Offensichtlich hast du noch gar nicht herausgefunden, dass es nicht dein Körper ist, der schläft, sondern du, der Benutzer deines Körpers.
Meikel
 
 

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Re: Schlafparalyse und Alpträume - Erfahrungen

Beitragvon Amazing_Isi_ » 24.08.2015, 21:25

Liebe Rehbraun

Also ich kann dir gleich sagen, dass ich schon seit meiner Kindheit an gewissen Alpträumen leide, die immer wieder auftauchen. Der Alptraum gleitet plötzlich ohne Grund vom Trübtraum (früher wusste ich nichts von Klarträumen) in den schlimmen Alptraum. Dort hat mich eine grauenhafte dunkle Gestalt meistens in Form eines Tieres immer sofort angegriffen. Ich hatte immer am Anfang des Alptraums die Lage nie begriffen, doch wenn diese Gestalt dann auftauchte, lähmte sich mein Traumkörper oder kam langsam voran und meine Augen schlossen sich. Die Gestalt biss/zerfetzte meistens meinen Rücken sodass im echten Körper ein permanenter Druck ensteht, dass ich aufwache. Nun wie ich diese Alpträume blockierte kann ich dir in einer PN erklären :-). Nun manchmal ist es durchaus passiert, dass ich in der Schlafparalyse landete, denn ich versuchte möglischst schnell aus dem Alptraum aufzuwachen. Jetzt wird es interessant. Im Internet steht, dass man in der Schlafparalyse keine Angst haben muss denn es passiert einem nichts. Manchmal hört man Geräusche, aber sonst kann man eigentlich, wenn man es richtig macht in einem Klartraum landen. Ich persönlich bekomme, wenn ich in so einer Schlafparalyse lande auch das Gefühl beobachtet zu werden und ich höre auch unheimliche Stimmen. In einer Schlafparalyse zu landen ist um ehrlich zu sein beängstigend in meiner Hinsicht, auch wenn einem nichts passiert usw. Der Grund warum ich mich fürchtete war, dass ich öfters nach dem ich von einem Alptraum erwachte, "falsch erwachte", was bedeutet ich wachte auf, lag auf meinem Bett und war geschockt und plötzlich hörte ich in meiner Wohnung Geräusche und spüre die schwarze Gestalt auf mich zukommen. Das ist dann ein falsches Erwachen und bedeutet dass ich eigentlich noch träume. Und wenn ich in die Schlafparalyse lande bekomme noch mehr Angst den ich assoziiere dies mit einem "Falschen Erwachen". Wenn man sich aber bewusst wird, dass dies nur eine Schlafparalyse ist dann verliert man die Angst. Unheimlich ist es trotzdem, wegen der Stimmen und dem Gefühl beobachtet zu werden. ;-p :D
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Re: Schlafparalyse und Alpträume - Erfahrungen

Beitragvon Meikel » 24.08.2015, 21:49

@Amazing_Isi

Hältst du es für möglich, dass es höher als der Mensch entwickelte Lebewesen gibt, die dir im Rahmen eines Kommunikationsvorganges etwas zukommen lassen, was du für deine eigenen Gedanken/Gefühle/Erlebnisse hältst, beispielsweise das in einem Traumgeschehen wie deinen Alpträumen, die du hier erwähnst, um dich von etwas abzulenken, was du nicht mitbekommen sollst? Oder hältst du das für vollkommen ausgeschlossen?
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Re: Schlafparalyse und Alpträume - Erfahrungen

Beitragvon Amazing_Isi_ » 25.08.2015, 01:03

@Meikel

Es wäre möglich, dass es andere Lebensformen gäbe und nun ja also ich kenne angenehmere Wege um mit jemanden zu kommunizieren und das ist sicher kein Alptraum der jemanden bis ans Ende seines Lebens verfolgt oO :D. Doch meine Frage an dich wäre: Mich vor was ablenken? Meinst du jemand oder etwas versucht durch einen Alptraum mich vor einer Botschaft abzulenken?
Da würde ich mir die Frage stellen (natürlich wenn wir davon ausgehen,dass es andere Lebensformen gibt): Inwiefern bin ich für diese Lebensform interessant. Was macht mich besonders?
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Re: Schlafparalyse und Alpträume - Erfahrungen

Beitragvon Meikel » 25.08.2015, 08:57

@Amazing_Isi

Amazing_Isi_ hat geschrieben:Doch meine Frage an dich wäre: Mich vor was ablenken? Meinst du jemand oder etwas versucht durch einen Alptraum mich vor einer Botschaft abzulenken?


Gute Analogien gelten nicht nur manchmal, sondern immer. Die ebenfalls als Analogie zu verstehende, erste Ablenkung überhaupt, war die Ablenkung, die in der überlieferten Geschichte (ob ausgedacht oder nicht ist irrelevant) von Adam und Eva zum Ausdruck kommt. Beide wurden mit den zur Verfügung gestellten Früchten des Paradieses von einem bestimmten Wissen abgelenkt. Denn es war kein Fehlverhalten ihrerseits, wie sie miteinander umgingen, sondern ihre Suche nach Wissen (=verbotene Frucht), die der Grund für ihre Vertreibung aus dem Paradies war. Warum aber ist bestimmtes Wissen der Teil einer verbotenen Frucht? Weil bestimmtes Wissen der Schlüssel dafür ist, was Leben bzw. Lebendigkeit tatsächlich ist und weil es den Spaß am Erleben der vorübergehenden Existenz im Wachsein und in den Träumen verderben würde.

Amazing_Isi_ hat geschrieben:Da würde ich mir die Frage stellen (natürlich wenn wir davon ausgehen,dass es andere Lebensformen gibt): Inwiefern bin ich für diese Lebensform interessant. Was macht mich besonders?


Jedes Lebewesen ist der kommunikative Ausdruck: ”Ich liebe es, zu sein.“

Es benötigt jemand Besonderen, der deine Gedanken denkt, deine Gefühle fühlt, deine Träume träumt, der sich kommunikativ wie du verhält. Es ist für jeden, der in der Lage ist dich zu bemerken, erkennbar, dass du etwas Besonderes bist. Denn etwas Besonderes kann man nur sein, wenn jemand da ist, der es sieht.

Beides trifft auf dich zu.
Meikel
 
 

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Re: Schlafparalyse und Alpträume - Erfahrungen

Beitragvon glider » 25.08.2015, 11:54

Hier ist ein Link zu einem interessanten Video zum Thema Schlafparalyse:

http://ed.ted.com/lessons/the-terrors-o ... angelowicz

Für mich haben SP's nichts 'übernatürliches' an sich. Es handelt sich 'nur' um einen ganz natürlichen Prozess vor und nach der REM-Phase.
Zum Glück machte ich während einer SP selber nie eine Erfahrung mit Monstern. Ich hatte nur jeweils todesangst zu ersticken, weil eine Bettdecke sich auf mich senkte (manchmal von geliebten Personen auf mich gedrückt...). Ich wollte jeweils meinem Mann rufen, der neben mir schläft. Ich brachte jedoch nie einen einzigen Ton heraus.

Es gibt auch ein ausführliches Buch zum Thema Hypnagogien und SP:

http://www.amazon.de/Sleep-Paralysis-Hy ... =ryan+hurd

Auf Deutsch kenne ich leider nichts vergleichbares. Ryan Hurd übertreibt meiner Ansicht nach manchmal ein bisschen. Ich bin nicht überall seiner Meinung. Aber mir hat sein Buch trotzdem geholfen.
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