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Spirituelle Hingabe

Verfasst: 04.03.2014, 14:20
von Anewex
Das heißt also jemand schreibt etwas in die Chronik, weil er eine Art "Erleuchtung" hatte.
Also, ob man auch in die Chronik schreiben kann, weiß ich nicht.
Auf jeden Fall gibt es Leute, die darin lesen können. Wobei es auch hier wieder graduelle Unterschiede gibt, d. h. je höher entwickelt jemand spirituell ist, desto höhere Wahrheiten und Ebenen der Wahrheit kann er erfassen − oder besser gesagt, erfahren.
Kann es aber nicht sein, dass sich dann manche Aussagen der Heiligen überschneiden und sich sogar widersprechen? Was wird dann gemacht?
Eine sehr berechtigte Frage. :)
Tatsächlich überschneiden sich die Antworten von verschiedenen Heiligen nur scheinbar.
In Wirklichkeit besteht die Überschneidung nur so lange, wie beide Antworten nicht korrekt oder unvollständig verstanden werden. Dies betrifft meistens Außenstehende und nicht den Adressierten selbst, denn Heilige sprechen immer auf dem Niveau einer Person, das sie verstehen kann.


Es ist auch so, dass z. B. in der Bibel manche Verse für sehr hoch spirituell entwickelte Menschen eine Lehre sein sollen und andere Verse für durchschnittliche Menschen sind. Deshalb gibt es auch so viele Probleme; die Leute begreifen nicht, dass nicht jede Textpassage nur für ihre Entwicklungsgruppe gilt bzw. nicht gilt und deshalb denken sie, dass manche Aussagen sich widersprechen. Dasselbe ist auch mit Heiligen der Fall: Manche Heilige sprechen eine "niedrigere" Wahrheit als als andere, weil auch Heilige verschiedene Entwicklungsstände haben. Das kann dann verwirrend sein, wenn man als Außenstehender das betrachtet.

Beispiel dafür, dass eine Passage bestimmte Adressaten hat und eben nicht Absolutheitsanspruch hat:
Die Anweisung "Du sollst nicht morden" betrifft die niedrigeren bzw. mittleren Stufen spiritueller Entwicklung. Wenn hingegen ein Guru Seinem Schüler aufträgt, jemanden zu töten (kann passieren!), dann ist das in Einklang mit Gottes Willen und dem Schicksal des zu Ermordendem und deshalb keine Sünde. Gehorsam gegenüber dem Guru ist dasselbe wie Gehorsam gegenüber Gott und direkte/spezifische Anweisungen sind immer höherrangiger als allgemeine Gesetze wie beispielsweise die 10 Gebote. :) (Einen wahren Guru sucht man sich nicht selbst aus, sondern Er findet seine Schüler.)

Noch ein Beispiel für das Lehren einer bestimmten Entwicklungsstufe:
Situation: Die Menschen machten viele Opfer und beteten verschiedene Götter an. Hier war die Anweisung: "Gott ist Eins und es sollten nicht mehrere Götter angebetet werden." Diese Lehre war von höchstem spirituellem Niveau, weil irgendwann die Einheit Gottes in Allem erkannt werden muss. Doch für niedrigere Stufen der spirituellen Entwicklung ist es sehr wohl förderlich, mehrere Götter anzubeten.

Beide Beispiele sind im Buch "Science of Spirituality as in The Holy Bible" von Dr. Jayant Balaji Athavale und Sharon Clarke Sequeira zu finden.

Zwecks ORBs: Ich fotografiere ja seit vielen Jahren. Auch mit Kompaktkameras. Meines Wissens werden diese Orbs von Sensoren und Fehlfokusierungen ausgelöst. Vorallem von besonders kleinen Sensoren, wie zum Beispiel bei den Kompaktkameras. Ich hatte beispielsweise eine Superzoomkamera, mit welcher man diese weißen Scheibchen (Orbs) sogar provozieren konnte. Da musste der Sensor dann überarbeitet werden, damit der Fehler nicht mehr auftrat. Heutzutage werden sie bei manchen Fotografien sogar als stilistisches Mittel benutzt. Deshalb denke ich nicht, dass es Geistererscheinungen sind.
Viele Phänomene auf der Welt können sowohl physische/psychische als auch spirituelle Ursachen abwechselnd oder gemischt haben, wobei das eine jeweils das andere nicht ausschließen muss.

Und klar, daran muss man nicht unbedingt glauben. ;)
Jeder hat seine Erfahrungen und Gründe, um entweder etwas zu glauben oder eben nicht zu glauben.

Spirituelle Hingabe

Verfasst: 05.03.2014, 22:22
von Papierflieger
Beispiel dafür, dass eine Passage bestimmte Adressaten hat und eben nicht Absolutheitsanspruch hat:
Die Anweisung "Du sollst nicht morden" betrifft die niedrigeren bzw. mittleren Stufen spiritueller Entwicklung. Wenn hingegen ein Guru Seinem Schüler aufträgt, jemanden zu töten (kann passieren!), dann ist das in Einklang mit Gottes Willen und dem Schicksal des zu Ermordendem und deshalb keine Sünde. Gehorsam gegenüber dem Guru ist dasselbe wie Gehorsam gegenüber Gott und direkte/spezifische Anweisungen sind immer höherrangiger als allgemeine Gesetze wie beispielsweise die 10 Gebote. :) (Einen wahren Guru sucht man sich nicht selbst aus, sondern Er findet seine Schüler.)
Ich glaube ich verstehe was du meinst. Es geht um Hingabe die so tief geht, dass alles andere bedeutungslos wird.
Ich behaupte nicht zu wissen wohin dieser Weg führt, aber ich weiß was passieren kann, wenn man ihn beschreitet.
Ich war in Treblinka, ich hab die Gaskammern gesehen, die verosteten Rohre, an deren Ende Duschköpfe montiert sind. Mir hat man erzählt, dass die Nazis, die Menschen zu hunderten dort hineingesteckt haben. Sie sollten sich nur duschen. Die Wände waren aus Beton, hart unnachgiebig und trotzdem waren überall im Beton lauter kleine Kratzer - von unzähligen Fingern die zu unzähligen Körpern gehörten, die im Todeskampf selbst den Beton erweichen konnten.

Ich habe mich immer gefragt was für Menschen das sind, die anderen Menschen so etwas antun können. Nazis ist nur ein Wort, das sie als etwas anderes, fremdes, etwas ganz weit weg von uns erscheinen lässt. Nazis waren Menschen die zutiefst an etwas glaubten. Sie sind mit Hingabe ihrem Führer gefolgt, für den sie die ganze Welt in Schut und Asche gelegt hätten. Sie waren voller bedingsloser Hingabe zu diesem Menschen, der ihnen Versprach sie zu mehr zu machen als sie waren - sie zu heilen.

Ich bin mir sicher, die meisten Menschen die sich für erleuchtet und wissend halten, fühlen etwas in sich, dass sie mit anderen Teilen wollen, um ihnen so ein glücklicheres Leben zu ermöglichen. Den Weg den man dafür aber gehen muss, werde ich niemals bereit sein zu gehen - nicht nach dem ich diese nicht enden wollenden, kalte Betonwand voller Kratzer gesehen habe.

Die Wahrheit über Kornkreise

Verfasst: 06.03.2014, 07:33
von Anewex
Papierflieger hat geschrieben:Ich habe mich immer gefragt was für Menschen das sind, die anderen Menschen so etwas antun können. Nazis ist nur ein Wort, das sie als etwas anderes, fremdes, etwas ganz weit weg von uns erscheinen lässt. Nazis waren Menschen die zutiefst an etwas glaubten. Sie sind mit Hingabe ihrem Führer gefolgt, für den sie die ganze Welt in Schut und Asche gelegt hätten. Sie waren voller bedingsloser Hingabe zu diesem Menschen, der ihnen Versprach sie zu mehr zu machen als sie waren - sie zu heilen.
Die Hingabe eines Schülers zu seinem Guru hat eine ganz andere Basis als die eines Nazis zu Hitler und auch die Motive beider Parteien sind völlig unterschiedlich. :!: :)
Hier die Unterschiede:
  1. Bevor man überhaupt einen Guru haben kann, muss man vollkommen rechtschaffen sein, d. h. immer nur das beste aller Lebewesen im Sinn haben (Handeln nur aus Liebe, niemals aus Hass, Wut, Lust, Egoismus etc.). Haben die Nazihelfer diese Stufe durchgemacht? − Nein.
  2. Ein Schüler erfährt göttliche Glückseligkeit, während er jegliche Mission des Gurus vollbringt, weil der Guru und Gott in Wirklichkeit eins sind. Ein Nazi erfährt − wenn überhaupt − Lustgewinn durch das Morden und selbst das wird ihm relativ bald vergehen.
  3. Dass ein Guru einem Schüler aufträgt, jemanden zu töten, geschieht äußerst selten und ist eine absolute Ausnahme. Und es passiert IMMER nur zum höchsten Wohl der Spiritualität der Welt. Deshalb ist es dann auch keine Sünde, sondern ein höchster Verdienst, dies zu tun. Man muss alles aus der Perspektive der Erhebung der Spiritualität betrachten, um zu begreifen, was eine Sünde ist und was nicht. Allerdings wissen nur Heilige, was für die Erhebung der Spiritualität am besten ist und was es angebracht ist, jemanden zu töten. Menschen, die nicht von anderen Heiligen als heilig erklärt werden, sollten gar nicht erst daran denken, so etwas zu tun.
  4. Hingabe bedeutet, zu 100% Verantwortung zu übernehmen, aber 0% Erwartungen zu haben. Das heißt, ein hingebungsvoller Schüler wird die Tat ohne zu zögern und mit Freuden selbst verantworten, wenn er bei einer Missetat erwischt wird − und nicht die Schuld auf den Guru abladen, so wie zweifelsfrei viele Nazis sich gerechtfertigt haben. (Da gab es verschiedene Arten der Rechtfertigung).
Ich bin mir sicher, die meisten Menschen die sich für erleuchtet und wissend halten, fühlen etwas in sich, dass sie mit anderen Teilen wollen, um ihnen so ein glücklicheres Leben zu ermöglichen. Den Weg den man dafür aber gehen muss, werde ich niemals bereit sein zu gehen - nicht nach dem ich diese nicht enden wollenden, kalte Betonwand voller Kratzer gesehen habe.
Es ist gut, dass Du so denkst − da sollten soch die Terroristen mal ein Beispiel daran nehmen. :)
Solange man nicht die göttliche Glückseligkeit spürt und Gottes Gegenwart in allen Dingen erfährt (intellektuelles Begreifen ist nicht ausreichend!), sollte man nicht mal an solche Taten denken.

Die Wahrheit über Kornkreise

Verfasst: 06.03.2014, 22:45
von Papierflieger
Ich denke, ich verstehe ganz genau was du meinst. Die Basis des Handelns eines Schülers ist seine Liebe zum Guru, von der er vollkommen erfüllt ist. Er wird niemals an ihm und seiner Natur zweifeln.
Das steckt in uns Menschen drin. Ich fühle es in mir selber, aber gleichzeitig leuchtet da in mir auch ein imaginäres rotes Lämpchen auf, dass mich ganz eindringlich davor warnt blind von dieser Hingabe zu werden.
Über die Punkte 1 bis 3 könnten wir diskutieren, aber ich glaube das würde nichts bringen, weil wir beide die selbe Sache aus unterschiedlichen Richtungen betrachten und dazu noch in verschiedenen Gedankenwelten sind.
Hingabe bedeutet, zu 100% Verantwortung zu übernehmen, aber 0% Erwartungen zu haben. Das heißt, ein hingebungsvoller Schüler wird die Tat ohne zu zögern und mit Freuden selbst verantworten, wenn er bei einer Missetat erwischt wird − und nicht die Schuld auf den Guru abladen, so wie zweifelsfrei viele Nazis sich gerechtfertigt haben. (Da gab es verschiedene Arten der Rechtfertigung).
Verantwortung kann man nur für etwas über nehmen dessen man sich bewusst ist. Wenn man jemanden tötet kann man zu 100 % dazu stehen, dass man es getan hat. Aber um Verantwortung für die Tat übernehmen zu können braucht man mehr. Es bedarf eines Grundes, der die eigentliche Ursache für die Tat darstellt. Ohne diesen Grund gäbe es keine Tat, folglich kann nur der die voller Verantwortung übernehmen, der sich dem Grund für die Tat bewusst ist. Damit liegt alle Verantwortung immer zu 100 % beim Guru, weil er Schüler hat die nichts hinterfragen und man davon ausgehen muss, dass sie den Grund für ihre Taten nicht erkennen können. Absulute Hingabe kann nur durch absolute Verantwortung beantwortet werden, alles andere wäre Missbrauch, der unweigerlich zu neuem Leid führt.

Spirituelle Hingabe

Verfasst: 07.03.2014, 08:01
von Anewex
Das steckt in uns Menschen drin. Ich fühle es in mir selber, aber gleichzeitig leuchtet da in mir auch ein imaginäres rotes Lämpchen auf, dass mich ganz eindringlich davor warnt blind von dieser Hingabe zu werden.
Das was Du in Dir selbst spürst ist keine Hingabe, mein Freund. ;) Das ist eine Fehlinterpretation des Gefühls "anderen blind Vertrauen", "Verantwortung ablehen" oder "Leidenschaft für etwas" empfinden.

Wie ich oben bereits teilweise erwähnt habe: Wahre Hingabe − wie sie im Bhaktiyoga (Pfad der Hingabe) definiert und gelebt wird − kann erst dann entwickelt werden, wenn man einen reinen Geist hat. Den reinen Geist wiederum kann man nur durch absolute Rechtschaffenheit wie z. B. Liebe und Barmherzigkeit entwickeln. Und den hast Du nicht. Den hab auch ich nicht und somit auch keine vollkommene Hingabe. Einen reinen Geist zu haben, bedeutet im Yoga (Weg nach Innen zur Göttlichkeit), frei von psychozialen Fehlern zu sein und nur noch Tugenden zu besitzen (Liebe, Barmherzigkeit, Geduld) etc.

Also nochmal, weil es wichtig ist zu verstehen: Das was Du glaubst zu fühlen, ist keine Hingabe und auch das was Fundamentalisten fühlen, ist keine Hingabe wie sie im oben gebrauchten Kontext und im Yoga allgemein zu verstehen ist. Wer vollständige spirituelle Hingabe besitzt − das tun Heilige, Gurus und entwickelte Schüler von Gurus −, der handelt nur noch nach Gottes Willen. Und wenn es Gottes Wille ist, wo ist dann der Sinn, das Töten zu verurteilen oder davon alarmiert zu werden?

Ein Moderator kann vielleicht die Konversation verschieben in ein Thema mit dem Namen "Spirituelle Hingabe" oder so ähnlich. :) *Danke*

Die Wahrheit über Kornkreise

Verfasst: 07.03.2014, 08:32
von Papierflieger
:) find ich nicht. Ich denke niemand sollte sich anmaßen wissen zu wollen was ein anderer Mensch fühlt. Verschieben ist vielleicht ganz sinnvoll, mein Diskussionsbedarf hat sich aber erledigt.

Die Wahrheit über Kornkreise

Verfasst: 07.03.2014, 08:52
von Papierflieger
Verschieben ist wohl wirklich ganz sinnvoll.
Bei dem Wort Definition hat es bei mir klick gemacht :) Gut du definierst Wahre Hingabe also als etwas, dass das aus einer bestimmten geistigen Entwicklung resultiert. Demnach würde ein Guru dann niemals einem Schüler eine Aufgabe übertragen, die er nicht versteht?

Spirituelle Hingabe

Verfasst: 07.03.2014, 10:44
von Anewex
Ein großes Danke für's Verschieben. :)
Papierflieger hat geschrieben:Verschieben ist wohl wirklich ganz sinnvoll.
Bei dem Wort Definition hat es bei mir klick gemacht :) Gut du definierst Wahre Hingabe also als etwas, dass das aus einer bestimmten geistigen Entwicklung resultiert. Demnach würde ein Guru dann niemals einem Schüler eine Aufgabe übertragen, die er nicht versteht?
Ja, genau. Das altbekannte Definitionsproblem versucht doch immer wieder, die Diskussionen zu stören.^^
Wie Du schon so schön formuliert hast: Die hier gemeinte (vollkommene spirituelle) Hingabe ist ein Resultat geistiger Entwicklung und entwickelt sich erst mit hoher spiritueller Reife. :)

Ein Guru verlangt niemals etwas von Seinem Schüler, was der Schüler nicht kann. Ein Guru verlangt immer das vom Schüler, was der nächste Schritt in der geistigen/spirituellen Entwicklung ist, damit ständiger Fortschritt im Schüler stattfindet − das ist dann oftmals schmerzhaft für den Schüler. Der einzige Sinn und Zweck des Gurus ist, dass Er bestimmte Menschen (= Schüler) zur Selbstverwirklichung/Gottverwirklichung führt.

Und wenn man sich dem (wahren) Guru erst mal hingegeben hat, dann wird man zu 100% Sicherheit die Erleuchtung erlangen − denn: sich dem Guru hinzugeben, bedeutet, sich Gott hinzugeben, weil der Guru nur eine manifeste Form Gottes ist und vollkommen im Einklang mit Gott handelt.

Bis ein Guru uns jedoch als Schüler akzeptiert besteht die Herausforderung darin, tapfer [External Link Removed for Guests] und sich im Dschungel der Welt spirituell zurecht zu finden − immer unter dem Ziel der immerwährenden und unendlich großen Glückseligkeit.

Denn wie auch die Psychologie bereits erkannt hat: Der Antrieb des Menschen ist immer Schmerzvermeidung und sich-gut-fühlen-wollen (in anderen Worten Glück/Glückseligkeit]). Die dauerhafte Version von Glück erreichen wir allerdings nur durch spirituelles Praktizieren, niemals aber allein durch Karriere, Familie, Kunst etc.

Spirituelle Hingabe

Verfasst: 07.03.2014, 20:21
von Holzfalter
Und wenn man sich dem (wahren) Guru erst mal hingegeben hat, dann wird man zu 100% Sicherheit die Erleuchtung erlangen − denn: sich dem Guru hinzugeben, bedeutet, sich Gott hinzugeben, weil der Guru nur eine manifeste Form Gottes ist und vollkommen im Einklang mit Gott handelt.
Oder man verliert sich zu 100 Prozent an einen Scharlatan. Ich verstehe, dass es bestimmt sehr toll sein kann sich einer Sache voll hinzugeben. Ernsthaft. Die vollständige Hingabe zu einem Menschen, birkt aber das Risiko, dass man an einen Scharlatan oder einen Verrückten gerät. Denn es gibt genug Leute, welche wissen wie sie andere zu ihrem Vorteil manipulieren können. 100 prozentige Hingabe zu einem Menschen bedeutet auch 100 Prozentige Selbstaufgabe...

Spirituelle Hingabe

Verfasst: 07.03.2014, 22:01
von DocBenway
Ich will ja net der Sucker-Punch sein aber körperliche Hingabe finde ich interessanter, abwechslungsreicher und tja um ehrlich zu sein es gibt mir mehr ( :D ) ... wobei wenn ich bedenke dass körperliche Hin/Aufgabe für das Gegenüber auch eine spirituelle Hingabe sein kann ... denkt mal da drüber nach ....

Spirituelle Hingabe und Guru

Verfasst: 07.03.2014, 22:19
von Anewex
Holzfalter hat geschrieben: Oder man verliert sich zu 100 Prozent an einen Scharlatan. Ich verstehe, dass es bestimmt sehr toll sein kann sich einer Sache voll hinzugeben. Ernsthaft. Die vollständige Hingabe zu einem Menschen, birkt aber das Risiko, dass man an einen Scharlatan oder einen Verrückten gerät. Denn es gibt genug Leute, welche wissen wie sie andere zu ihrem Vorteil manipulieren können. 100 prozentige Hingabe zu einem Menschen bedeutet auch 100 Prozentige Selbstaufgabe...
Ja, das ist tatsächlich ein Problem heutzutage. SSRF hat spirituell geforscht und das Ergebnis ist nicht wirklich überraschend: 80% aller Leute, die sich "Guru" nennen, sind solche Scharlatane.

Und dann verschwendet man in der Tat wertvolle Lebenszeit, wenn man sich dem Falschen anvertraut. Oftmals ziehen die "falschen Gurus" aber auch die "falschen Schüler" an. Mit falscher Schüler ist hier jemand gemeint, der nur materiellen Wohlstand durch Spirituelle Praxis sucht und der sich gar nicht dem letztendlichen und wahren Ziel des Lebens gewidmet hat, nämlich Spirituelle Praxis ohne Erwartungen. Ein Schein-Guru hat auch irdische Ziele wie beispielsweise Verlangen nach Ruhm und/oder Reichtum.

Wenn jemand versucht, ein Gurumantra zu verkaufen oder weltlichen Wohlstand in irgendeiner Form verspricht, dann ist er sowieso ein Betrüger. Wahre Gurus sind nur an spirituellem Wohlstand interessiert. :)

Es gibt einige Faustregeln, an denen man erkennen kann, ob jemand wirklich ein spirituell entwickelter Führer ist oder eben nicht. [External Link Removed for Guests]
DocBenway hat geschrieben:Ich will ja net der Sucker-Punch sein aber körperliche Hingabe finde ich interessanter, abwechslungsreicher und tja um ehrlich zu sein es gibt mir mehr ( :D ) ... wobei wenn ich bedenke dass körperliche Hin/Aufgabe für das Gegenüber auch eine spirituelle Hingabe sein kann ... denkt mal da drüber nach ....
Ja, werde ich machen. :)

Spirituelle Hingabe und Guru

Verfasst: 08.03.2014, 09:52
von DocBenway
Wenn jemand versucht, ein Gurumantra zu verkaufen oder weltlichen Wohlstand in irgendeiner Form verspricht, dann ist er sowieso ein Betrüger. Wahre Gurus sind nur an spirituellem Wohlstand interessiert. :)

Genauso ist es und ich hoffe dass niemand mehr auf einen falschen Guru hereinfällt (Y)

Ich geb ja meine Weisheiten auch kostenlos weiter :lol:

Guru-Dreamstate und maRC übrigens auch :lol:

Spirituelle Hingabe

Verfasst: 08.03.2014, 10:00
von Papierflieger
Es gibt einige Faustregeln, an denen man erkennen kann, ob jemand wirklich ein spirituell entwickelter Führer ist oder eben nicht. Hier geht's zum Artikel "Wer oder was ist ein Guru?".
Ich glaube Guru ist bei mir automatisch mit dem was du als falschen Guru bezeichnest, assoziert. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es auch nur einen Menschen auf der Erde gibt, der den Anforderungen und vor allem der Verantwortung gerecht wird. Naja... vielleicht begegnet mir ja mal so jemand, bis ich dem das dann aber glaube muss ich ihn und seine Taten erstmal mindestens ein ganzen Leben lang rund um die Uhr beobachten :)
... wobei wenn ich bedenke dass körperliche Hin/Aufgabe für das Gegenüber auch eine spirituelle Hingabe sein kann ... denkt mal da drüber nach ....
es soll ja auch Menschen geben, die stehn mehr auf das in den Geist eindringen als in den Körper :lol:

Spirituelle Hingabe

Verfasst: 08.03.2014, 11:02
von DocBenway
Ich glaube auch dass die meisten die sich als Gurus bezeichnen nur Geld machen wollen .. wenn mir also ein seit 20 jahren ungewaschener Guru in Indien seine Weisheiten verraten würde ohen Geld dafür zu erlangen würd eich über das Gesagte nachdenken

Das in den Geist eindringen ist die Vorausetzung dafür und übrigens sehr viel wirkugsvoller ... der Rest kommt dann von selbst

Spirituelle Hingabe

Verfasst: 08.03.2014, 11:43
von Anewex
Ich glaube Guru ist bei mir automatisch mit dem was du als falschen Guru bezeichnest, assoziert.
Ja, das ist so. Der Begriff des Gurus ist bereits zu oft geschändet worden durch Leute, die sich so nennen, aber es definitiv nicht sind, sodass die Leute leider nicht mehr die äußerste Wichtigkeit des wahren Gurus kennen. :(
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es auch nur einen Menschen auf der Erde gibt, der den Anforderungen und vor allem der Verantwortung gerecht wird. Naja...
Das ist ein ganz neues Konzept für uns im Westen, ja, doch in Wirklichkeit ist es so, dass der Guru als "Mensch" überhaupt nichts tut. In Wirklichkeit wirkt allein Gott im Guru. Der Guru ist eine reine Manifestation Gottes.
vielleicht begegnet mir ja mal so jemand, bis ich dem das dann aber glaube muss ich ihn und seine Taten erstmal mindestens ein ganzen Leben lang rund um die Uhr beobachten :)
Du würdest auf jeden Fall immens davon profitieren, einen wahren Guru zu beobachten, obwohl es Dir auf psychologischer Ebene nicht viel bringen würde. :) Allein schon in der Nähe eines Gurus zu sein, lässt spirituelle Entwicklung geschehen. Warum das so ist, wird vielleicht auf [External Link Removed for Guests].

Jedoch, so Leid es mir tut, Dir das sagen zu müssen: Man kann einen Guru durch Beobachtung oder Befragung nicht erkennen. Deshalb nützt es auch überhaupt nichts, auf die Suche nach einem Guru zu gehen. Es birgt viel eher die Gefahr, einem der vielen Schurken auf den Leim zu gehen. Manche der wahren Gurus schreien Ihre Schüler an und schlagen sie sogar; aber das was wir auf körperlicher oder verbaler Ebene als Gewalt wahrnehmen ist in Wahrheit ein Segen und eine Wohltat für den angeschrien/geschlagenen Schüler, auch wenn der Schüler das selbst nicht begreift und Außenstehende erst recht nicht.

Ich will ein Beispiel aus dem Buch "Teachings from Bhaktaraj Maharaj (Baba)" nennen:
Situationsbeschreibung: Der Schüler läuft hinter Baba her, als sie gerade auf Reisen sind. Baba schreit ihn an, er solle nicht so lahm hinter Ihm hergehen. Der Schüler läuft darauf hin schneller und vor Baba. Baba schreit ihn wieder an, warum er denn jetzt auf einmal so hetze. Dann läuft der Schüler links neben Baba und wieder wird er angeschrien "hälst du dich etwa für gleichwertig wie ich?".
Und warum war Baba so unfreundlich? Was war der Sinn dahinter? Er hat den Schüler damit trainiert, das Chanten (Wiederholung eines Mantras) beständig und kontiuerlich zu tun, egal was in der "Außenwelt" gerade passiert.

Jemand, der nicht versteht, dass es hier um höhere Dinge (ununterbrochenes Chanten) geht als nur darum, Freundlichkeit zu bewahren (was durchaus ein wichtiges Ziel auf niedrigeren spirituellen Levels ist), der wird Baba niemals als spirituell hochentwickelten Heiligen erkennen und diese Handlungen missinterpretieren als Unbeherrschtheit oder so. :)

Der Guru tut wirklich nur das, was für den Schüler am besten ist! Und Gott oder das Göttliche Prinzip tut ebenfalls nur das Beste für uns, auch wenn wir das nicht erkennen können, weil es zu hoch für uns ist. 98% der Spiritualität sind nicht mit dem Intellekt/Verstand begreifbar, wie auch in meiner Signatur geschrieben steht. Dazu gibt es die sogennante Spirituelle Praxis und tausend verschiedene Wege, die uns zu der direkten Erfahrung Gottes und dem Begreifen führt, warum wir als Seele existieren und diese ganzen Erfahrungen durchmachen müssen. :)