Jorys Klarträume

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Simue
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Re: Jorys Klarträume

#181

Beitrag von Simue »

Viel glück.
Jory
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Re: Jorys Klarträume

#182

Beitrag von Jory »

Ich habe schon eine Weile lang keine KTs mehr gepostet (gut, im April und Mai war ich auch nicht sehr aktiv bei diesem Hobby), aber meine letzten beiden möchte ich mal wieder hier verewigen, da sie eng zusammenhängen thematisch.

Klartraum in der Nacht vom 10. auf den 11. Juni 2020:
Ich wachte um ca. 04:50 Uhr auf und war dann eine Weile wach, da ich starke Migräne hatte. Diese hat mich dann auch eine Weile lang nicht einschlafen lassen, obwohl ich es versuchte. Irgendwann, ich lag auf dem Bauch, spürte ich plötzlich, wie ich einschlief.

Es fühlte sich an, als würde mein ganzer Körper in die Senkrechte gehoben werden, um nach hinten abzufallen, wie eine Art Rückwärtssalto, aber ganz langsam und sanft. Es war ein sehr faszinierendes und interessantes Schwindelgefühl. Ich machte dann einen Nasen-RC und stellte fest, dass ich träumte. Da ich jedoch derzeit den Traumeinstieg durch Hypnagogien übe, stand ich nicht auf, sondern blieb weiterhin liegen und wartete, bis ich irgendetwas sah. Ich visualisierte die Wohnung meines Traumhelfers Mathi, da ich diese schon öfters im Kopf hatte. Dabei sah ich kurz ein Schlafsofa und eine Wand dahinter, an der ein großes Marilyn-Monroe-Bild hing, und eine Pflanze hinter dem Sofa. Das hatte ich mir nicht für Mathis Wohnung vorgestellt, aber okay. Dieses Bild ging jedoch schnell wieder weg und stattdessen sah ich unser Sofa zu Hause im Wohnzimmer vor mir, also nur die Sitzfläche, als würde ich kopfüber darüber schweben. Da passierte es mir, dass ich noch einmal so einen Schwindel-Salto machte wie vorhin und als der vorbei war, war ich im Traum drin. (Die Saltos erinnern mich im Nachhinein sehr an die Szenen aus Stephen Kings "Doctor Sleep", in denen Abra in die Gedanken anderer Menschen eindringt).
Ich war nun also im Wohnzimmer. Auf dem Boden saß eine meiner kleinen Schwestern, aber ich wusste nicht, wer es war. Ich habe es auf den ersten Blick nicht erkannt und fragte daher: „Bist du P. oder J.?“ Als ich dann näherkam, sah ich, dass es J. war und ich begrüßte sie freudig. Sie hatte einen sehr großen Stoffhasen und ich umarmte diesen scherzhaft.
Danach wollte ich nach Mathi suchen und ging nach draußen in den Garten, da ich ihn dort vermutete. Da war er aber nicht. Eines meiner Klartraumziele (und das einzige, das mir in dem Traum einfiel, weil er ja so unerwartet gekommen war) ist es, Mathi nach seinem Geburtsdatum zu fragen.
Ich rief ihn immer wieder und stellte mir immer wieder vor „Hinter der nächsten Ecke steht er!“ und so weiter, aber es klappte nicht. Da fing der Traum auch schon an, instabil zu werden. Ich rieb meine Hände aneinander und rief „Mehr Klarheit!“, was dann relativ gut geklappt hat! Alles war wieder stabiler.
Ich ging dann auf die Straße, wo einige Fahrradfahrer waren. Ich stellte mir bei einem von ihnen, den ich erst nicht richtig erkennen konnte, einfach vor, dass er Mathi sei, das hat aber auch nicht funktioniert. Der Typ kam dennoch herbei und setzte sich vor der Haustür auf das Treppchen. Meine Schwestern P. und J. saßen dann ebenfalls bei ihm.

Klartraum in der Nacht vom 3. auf den 4. Juli 2020:
Ich machte von ca. 03:45-04:00 Uhr WBTB und wildete dann, bis um ca. 5 Uhr folgender Klartraum kam:

Als ich merkte, dass ich einschlief, lag ich auf der rechten Seite. Ich fühlte mich immer schwerer und hatte das Gefühl, total zu verrutschen, da nun alle Muskeln schlapp wurden. Es war wie immer ein starkes Kribbeln, jedoch auch eine große Gänsehaut, die ich verspürte. Gemäß dem Motto „Denk nicht an einen blauen Elefanten“ dachte ich unvermittelt an einen gruseligen Werwolf, der sich hinter mir im Raum befände, aber es passierte nichts und ich war sicher.
Ich blieb wie immer in letzter Zeit liegen und wartete, bis sich vor meinen Augen ein Bild auftat. Da sah ich einen großen Park mit riesigen Grünflächen und in der Mitte stand ein braunes, edles Schloss, das auch teilweise von Hecken/Efeu überwachsen war, aber nur im unteren Bereich. Ich sah alles von oben und landete dann vor dem Schloss.
Da ich an mein Klartraumziel dachte, Mathi nach seinem Geburtstag zu fragen, wollte ich ihn herbeiholen. Mir fiel ein Trick ein, den ich vor kurzem bei einem Klartraum-Youtuber gesehen hatte: Wenn man sich jemanden herwünscht, einfach vor irgendeine Ecke stehen und anfangen, so mit der Person zu reden, als würde man sich schon die ganze Zeit in einem Gespräch befinden. Ich stand gerade vor einem kleinen, efeubewachsenen Vorsprung der Schlossmauer und fing einfach an, irgendetwas zu reden, ich glaube, ich redete über Sushi. Und zack, kam Mathi hinter der Ecke hervor! Er war etwas größer als ich ihn von den letzten Träumen in Erinnerung hatte, seine Haare waren viel länger und sein Gesicht war auch wieder ein kleines bisschen anders, aber das ist ja normal. Schließlich ist er keine reale Person und mein Gehirn muss ihn jedes Mal neu erschaffen. Erst sah er total grimmig aus, aber als er mich erkannte, freute er sich. Wir begrüßten/umarmten uns kurz und dann fragte ich ihn, wann er Geburtstag hätte. Ohne zu zögern nannte er mir den 03.07., was ja erst gestern gewesen war. Ein Jahr nannte er mir keines, obwohl ich im Hintergrund spürte, dass mein Unterbewusstsein nach einem passenden Jahr suchte. Aber eigentlich interessierte mich das auch nicht.
An der Stelle endete mein Traum bereits wieder.
Simue
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Re: Jorys Klarträume

#183

Beitrag von Simue »

Sehr schöne kts. Den trick von tipharot wandte ich schon vorher intuitiv an aber erst durch die bestätigung seines videos habe ich darin vertrauen. Richtig toll dass du so deinen traumhelfer manifestieren konntest. An zu vielen details vom aussehen braucht man sich dabei keinen kopf machen, denn es geht eher ums wesen. Die optik kann ruhig variieren. Ich weiß nicht wie es bei dir ist, aber bei mir sind via wild kts oft nur von einem sinn geprägt. Meist rein visuell mit etwas haptik. Geräusche seltenst. Na gut die sind ja auch entweder völlig instabil od zu schnell in der "frame"rate u ich fast immer zuerst körperlos drinnen.
Jory
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Re: Jorys Klarträume

#184

Beitrag von Jory »

Vielen Dank, Simue :) Ja, von Tipharot kann man echt sehr viel lernen! Und besonders dieser Tipp ist Gold wert, weil ich schon so viele Klarträume mit suchen verplempert habe.
Das ist eine gute Frage, welche Sinne in WILD-KTs bei mir am aktivsten sind. Also das Sehen auf jeden Fall und das Fühlen. Also zB Kälte oder den Fußboden, wenn ich barfuß bin, spüre ich schon. Geräusche tatsächlich auch weniger, jetzt wo ich darüber nachdenke.
Jory
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Re: Jorys Klarträume

#185

Beitrag von Jory »

Klartraum vom 14.07.2020 zwischen 04:30 - 05:00 Uhr:
Zunächst war es ein Trübtraum.
Ich befand mich im Freien in einer mir unbekannten Landschaft, gemeinsam mit meiner Arbeitskollegin. Plötzlich kamen zwei junge Frauen in meinem Alter zu uns und eine von beiden sagte, sie würde bei einer Versicherung arbeiten und hätte da mitbekommen, dass ich bei der Arbeit einen Versicherungsbetrug begangen hätte. Ich hätte mich damit strafbar gemacht und müsste bald mit schlimmen Konsequenzen rechnen.
Ich war mir keiner Schuld bewusst, da ich nichts dergleichen getan hatte, aber plötzlich redeten alle wie wild auf mich ein. Ich wurde sehr gestresst, dann bekam ich Angst und flüchtete schließlich, als ich es nicht mehr aushielt.
In der Nähe stand ein großer, sehr breiter Bus, der außen schwarz lackiert war und mit hippen Sprüchen in leuchtenden Farben (türkis, orange, pink) dekoriert war. Von den Sprüchen her war gut zu erkennen, dass der Bus einem sehr jungen Unternehmen von jungen Leuten gehören musste. Ich stieg in den Bus ein und setzte mich auf einen der großen, sehr geräumigen Sitzplätze.
Als ich da saß und der Bus abfuhr, fühlte ich mich sehr glücklich und geborgen. Ich wusste, dass ich nun in Sicherheit vor den Frauen war, die mir die Straftat vorwarfen. Dieses Glücksgefühl kenne ich aus den Klarträumen, die ich mit Mathi verbracht hatte und daran dachte ich, obwohl ich zu dem Zeitpunkt noch trüb war. Ich stand auf, um an der nächsten Haltestelle auszusteigen und sah, dass tatsächlich Mathi der Busfahrer war. Langsam realisierte ich, dass ich träumte und sagte mir: „Was für ein schöner Traum“.

Ich ließ mich dann einfach während der Fahrt seitlich aus dem Busfenster kippen und war im Klartraum.

Im Klartraum angekommen, sah ich zwei fiktive, von mir entworfene Figuren aus einer Geschichte vor mir, wie sie auf einem Mittelaltermarkt herumspazierten. Da fiel mir ein Klartraumziel ein, das ich schon länger habe: einer von ihnen zu sein. Ich ging zu ihnen und ließ mich mit einem verschmelzen, bis ich er war. Dann lief ich mit seinem Freund weiter. Alle nun folgenden Handlungen sind also quasi mein fiktiver Charakter, erzählt aus der Ich-Perspektive.
Wir gingen gemeinsam umher und sahen uns die Marktstände an. Diese waren allesamt bunt und farbenfroh. An einem Marktstand verkaufte eine wasserstoffblonde Frau Gesichtscremes und Puder, deren Dosen aussahen wie ein Deo, das ich mir vor kurzem gekauft hatte. Wir erhielten etwas Creme auf die Hand, um sie zu testen. Auf einem Pappaufsteller, der leuchtend grün und lila war, stand, dass die Creme regulär 93 Euro kosten würde, und der exklusive Mittelaltermarkt-Preis nur 58 Euro betrug. Ich verdrehte die Augen angesichts dieser blöden Werbemasche und wir gingen weiter.
Als ich ans Aufwachen dachte und dann Angst bekam, dadurch aus dem Traum zu rutschen, rief ich schnell „Klarheit mal 3000!“ und die Klarheit kehrte doppelt und dreifach zurück, alles war wieder gestochen scharf und noch realer als vorhin.
Da sah ich plötzlich ein Pferd auf dem Markt stehen, genau vor mir. Es hatte sicher 2 Meter lange Beine, eher noch länger, der Bauch sah von Größe und Form her normal aus für ein Pferd, aber es hatte einen unglaublich kleinen Kopf und einen entsprechend kurzen und gestauchten Hals. Es sah aus, als hätte ein totaler Zeichenanfänger ein Pferd gezeichnet – aber es war keine Zeichnung, es war ein waschechtes Pferd. Da ich sein Aussehen und die Ähnlichkeit mit schlechten Zeichnungen so lustig fand, bekam ich so einen starken Lachanfall, dass ich Angst hatte, davon aufzuwachen. Daher beruhigte ich mich auch wieder schnell. Den Rest des Traumes dachte ich allerdings nur noch an das Pferd und der Traum war dann tatsächlich bald vorbei.


Das Pferd hat mich im Laufe des Tages immer mal wieder zum Grinsen gebracht, wenn ich daran dachte. Es sah halt einfach total lustig aus. :D
Der Klartraum kam total unerwartet. Nachdem ich die letzten Tage viel Zeit in Techniken (AS, WBTB, WILD) gesteckt hatte und trotz Motivation nicht mal Trübtraum-Erinnerungen hatte, hatte ich in der vergangenen Nacht gar keine Erwartungen, da ich 1,5 Stunden früher als gewohnt aufstehen musste, und damit rechnete, nicht genug Zeit dafür zu haben. Und zack, waren ein KT und vier TTs da. Mann, ich finde diese Gratwanderung so schwer. :( Zu viel Motivation schadet, aber mit zu wenig Motivation hören KTs und Traumerinnerung irgendwann ganz auf. Das ist momentan mein größtes Problem und ich weiß nicht, wie ich das beheben soll.
Simue
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Re: Jorys Klarträume

#186

Beitrag von Simue »

Was für ein traumhafter KT. Genau das ist es was füt mich das klarteäumen ausmacht. Nicht das herumpfuschen. Sondern wie ein tourist alles bewusst wahrnehmen und genießen. Dein beschriebenes geborgenheitsgefühl ließt sich für mich wie die geborgenheit eines kleinkindes bei seiner mutter egal welcher außenumstände.

Und ja, mir gehts auch immer wieder so. Traumerinnerung mal nicjt mehr vorhanden obgleich super lebhafte träume, motivation und auch praxis. Als würde man was aufbaue od ansammeln. Sobald man dann das prinzip des ketting goes anwendet entlädt sich alles und erfüllt sich. Seither sehe ich tagen mit leerlauf als vorbereitend. Gedukd ist halt eine kunst
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