Mit Klarträumen Depressionen bekämpfen

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Blausternchen
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Mit Klarträumen Depressionen bekämpfen

#1

Beitrag von Blausternchen »

Ich habe schon seit Wochen keinen Klartraum mehr. Den Grund liegt für mein Empfinden in meinen derzeit sehr starken Depressionen. Ich kann mich zu nichts aufraffen, so auch nicht zum Klartraumtraining. In Tagträumen zu schwelgen, empfinde ich als angenehmer, als mich häufig auf meine Umgebung zu konzentrieren und mir Gedanken zu dieser zu machen. Das empfinde ich als unheimlich anstrengend. Ein Einzelgänger bin ich eh schon, weshalb es mir auch nicht schwer fällt, mich von der Umwelt abzukapseln.

Jetzt habe ich aber die Nase voll von der blöden Depression - was auch daran liegt, dass ich aktuell etwas mehr Antrieb spüre, als meistens. Da mein innerer Antrieb aber ein stetiges Auf und Ab ist, bezweifle ich, dass der Zustand so bleibt, wenn ich mich nicht drum kümmere.
Also starte ich jetzt wieder intensiv mit dem Training. Um dran zu bleiben, habe ich mich zu diesem Thema entschieden, wodurch ich mir erhoffe, meine Anstrengungen aufrecht zu erhalten und nicht wieder, wie so oft in den letzten Wochen, im Nichts versacken zu lassen.


Nun gibt es verschiedene Depressionsursachen, von denen ich vermutilch mehrere aufweise.
Ich habe ADHS was eine Stoffwechselstörung im Gehirn ist. Das Dopamin funktioniert nicht so, wie es soll. Bei Hyperaktiven führt das zu einem verstärkten Antrieb, bei Hypoaktiven, wie ich es bin, zu einem geschwächten Antrieb.
Diese Ursache kann ich nicht mit Klarträumen angehen, das kann ich nur mit Medikamenten.
Allerdings gibt es noch die Minderwertigkeitsdepressionen unter denen ich ebenfalls leide. Mein größtes Problem ist es, dass ich mir nichts, aber auch gar nichts zutraue. Selbst bei den Dingen, die ich tue, zweifle ich immer an mir.

Und genau da will ich ansetzen. Ich weiß woher dieser Mangel an Selbstvertrauen kommt und genau diesen Mangel möchte ich in meinen Klarträumen bearbeiten.
Genau weiß ich noch nicht, wie ich das anstellen soll, aber ich habe eine Vorstellung davon.
Man soll durch Hypnose Depressionen dieser Art bekämpfen können und der Klartraumzustand ist einer Hypnose ja ähnlich. Ich möchte mich im Traum quasi selbst beeinflussen.
Da ich bisher immer nur an spaßige Aktionen gedacht habe, wenn ich im Klartraum war, muss ich mich intensiv mit dem Wunsch, mein Selbstbewusstsein im Klartraum zu stärken, beschäftigen und mir Pläne machen.

Da ich nun aber wochenlang schon klartraumlos war, beginne ich erst einmal mit dem Vorhaben, wieder luzid zu träumen. Um dahin zurück zu gelangen, werde ich mir vorerst meinen Handywecker stellen, der mich alle halbe Stunde daran erinnern soll, dass ich einen RC mache - denn da liegt mein größtes Problem derzeit. Ich erinnere mich zu selten daran und oft, wenn ich mich daran erinnere, habe ich keine Lust auf einen intensiven RC. Also werde ich mich jetzt dazu zwingen.
Außerdem werde ich mich dazu zwingen, meine Wohnung wenigstens für eine halbe Stunde am Tag zu verlassen. Einerseits weil ich weiß, dass es mir gut tut, andererseits weil ich in ausflugsreichen Zeiten immer die meisten Klarträume hatte, weil ich mich besser auf RCs einlassen kann, als zu Hause, wo immer alles gleich ist. Abwechslungsreiche RCs halten mich besser bei der Stange und machten eigentlich auch immer Spaß. Also damals.. als ich noch jung war - vor ein paar Wochen ^^

So. Wecker einstellen, ersten gründlichen RC machen.. los gehts!

Blausternchen
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Re: Mit Klarträumen Depressionen bekämpfen

#2

Beitrag von Blausternchen »

Das Klarträumen läuft bei mir aktuell gar nicht. Ich vermute, dass es teilweise daran liegt, dass ich oft zu schlecht schlafe. Wenn ich Mittagsschlaf mache, dann schlafe ich sehr tief ein. Während eines sehr tiefen Schlafes, hatte ich noch nie einen Klartraumen. Einen WBTB kann ich mir nicht erlauben, da ich dadurch zu lange wach bin.
Teilweise liegt es vermutlich aber auch daran, dass ich mich weniger mit dem Klarträumen beschäftige, als mir lieb ist. Ich versuche es jeden Tag, aber zu wenig und zu wenig enthusiastisch.

Allerdings haben meine vergangenen Klartraumerfolge einen interessanten Nebeneffekt. In meinen Trübträumen tue ich gehäuft Dinge, die ich in meinen Klarträumen mal getan habe oder die ich in Klarträumen gerne tun möchte oder die ich einfach nur in meinen RCs tue. Damit meine ich nicht, dass ich mir die Nase zu halte oder meine Hände anschaue, das mache ich derzeit im Traum gar nicht, ich werde manchmal plötzlich "bewusst" darüber, dass ich alles tun kann, was ich will und zaubere herum. Das passiert mir bevorzugt in Träumen, die einen unangenehmen Verlauf haben. Als Albtraum möchte ich sie nicht gleich bezeichnen, aber ich gerate in manchen Träumen in schwierige Situationen, aus denen ich normal keinen Ausweg wüsste. Aber dann erinnere ich mich, dass ich alles tun kann, was ich will (das war früher oft der Moment, in dem ich klar wurde) und dann rette ich mich dadurch aus der Situation. Das ist richtig toll! Ich liebe es. Möglicherweise liebe ich diese Träume so sehr, dass das ein weiterer Grund ist, dass ich nicht mal mehr ansatzweise klar werde. Ich denke mir oft, dass ich in solchen Träumen gar nicht klar werden will, da sie einfach zu faszinierend sind.
Das hat allerdings den Nachteil, dass ich mit meinem Unterbewusstsein nicht in direkten Kontakt treten kann. Aber eigentlich bin ich immer noch überzeugt davon, dass das kein Dauerzustand ist, sondern sich irgendwann wieder ändert - und zwar spätestens dann, wenn ich ganz dringend einen Klartraum brauche. Wenn das der Fall war, hatte ich bisher immer einen. Im Moment brauche ich vielleicht diese wundervollen, magischen Trübträume. Wenn ich aus desen erwache, gehts mir immer gut.

Sobald sich in Sachen Klartraum bei mir mal wieder was tut, werde ich hier weiter berichten. Mein Wunsch, mit Klarträumen meine Depressionen anzugehen, bleibt nach wie vor bestehen.

Räuberträumer
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Re: Mit Klarträumen Depressionen bekämpfen

#3

Beitrag von Räuberträumer »

Oha du beschreibst da eine Problematik die ich ähnlich mit mir herumtrage. (Nur hat bei mir bisher keine depressive Phase übern Monat lang angehalten) Daher habe ich mir auch schon über sowas (depressionsbekämpfung!) gedanken gemacht.

Da ich meine lustlosen Tage damit verbringe, sie zu verschlafen, sind mir einige "Nebenwirkungen" aufgefallen:
- Zum einen bin ich in den Wachzeiten irgendwie dröge und ausgelaugt
- ich habe auch den Eindruck dass die Traumerinnerung durch den vielen Schlaf immens leidet.
- mit dem Klarwerden habe ich Probleme, was u.a. daran liegt das ich - vermutlich! - die "Realität" des Wachzustandes erfahren und erleben muss, um den Traum letztlich weniger mit Wachsein zu verwechseln. Denn an und für sich halte ich mich für 'Talentiert' insofern, dass ich beim Träumen ein gewisses Gefühl wahrnehme, das anders ist als im Wachen.(Ich muss einfach mal lernen auf dieses Gefühl zu achten)
- das Zurückerinnern an besondere Ereignisse - neulich habe ich zB Seifenblasen gesehen. Aber war das in Echt oder im Traum..? - wird ziemlich mieserabel, Ich hab mal einige Tage lang ein Erlebnis für einen Traum gehalten, wo ich eine Frisbee gegen den Kopf bekam. Dann hab ich erfahren, das das wirklich passiert ist. Yay.

long story short, auch auf diese Gedanken kam ich vor wenigen monaten erst: es kommt wie es kommt, und dazu gehören auch die von dir beschriebenen Träume in denen du Dinge tust, weil du weißt das du alles tun kannst. Die kenn ich sehr gut - und ich find die wichtig. Akzeptier deinen Status ... ist doof gesagt, okeh. Aber im Ernst: Ich bin auch der Meinung du kriegst n KT wenn es an der Zeit ist mal wieder einen zu haben. Das ist das, woran ich mich auch derzeit festhalte. Aber versuch dich nicht auf Teufelkommraus aufs Klarträumen zu verkrampfen sondern versuch generell lockerer zu werden im Umgang mit dir selbst. Das Selbstverantwortungsbewusstsein kommt dann auch irgendwann wieder, und darauf dann das Klarträumen. So habe ich das zumindest bei mir beobachtet. ^^

Ich drück dir die Daumen. (Y) (Y)

angry Recon
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Re: Mit Klarträumen Depressionen bekämpfen

#4

Beitrag von angry Recon »

Ich habe tatsächlich mit Klarträumen angefangen, weil ich eine zeit lang depressiv war. Den ganzen Tag in der Schule und danach kaum zeit etwas zu machen, was Spaß macht. Auch gab es so viele Dinge, welche zu viel Geld oder Zeit fressen würden um sie umzusetzen.

Ich kann nur sagen, dass ich es nicht bereut habe mir Klarträumen beigebracht zu haben. Ein Klartraum ist das Highlight am Ende des Tages. (Y) Ich habe mir im KTs Sprünge für Parkour beigebracht. Auch hatte ich immer ein unangenehmes Gefühl in Menschenmengen. Das konnte ich mit Klarträumen auch gut loswerden.
Ich habe mir gerade eine VILD-Variante ausgedacht in welcher man eine bestimmte Scene visualisiert. Bei mir hat sie bis jetzt bei jeden Versuch geklappt. Kannst sie ja mal ausprobieren. Man muss jedoch extrem schnell einschlafen können.
Ich gebe dir mal den Link und wünsche dir viel Glück ! ;) Warum etwas machen, wenn man alles machen kann? Ich ja nicht so als ob man sich zwischen dem Leben und Klarträumen entscheiden müsste.

IILD Idee für VILD-Variante (brauche Ideen)
Sonst habe ich mit DDILD auch ziemlich oft KTs gehabt: [External Link Removed for Guests]

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