Traumlogik: Schlafzeitabhängig?

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Optimist
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Traumlogik: Schlafzeitabhängig?

#1

Beitrag von Optimist »

Mir ist aufgefallen, dass es bei mir von der Schlafzeit abhängt, wie (un)logisch meine Träume sind: Wenn ich z.B. einen Mittagsschlaf von ca. 1,5-2h halte (nach weniger Schlaf kann ich mich auch an nichts erinnern), sind meine Träume dermaßen unlogisch und unstrukturiert, die Story hat einfach keinen roten Faden, ich wechsel z.T. mehrmals die Perspektive, und handle auch sehr viel anders als im Wachleben.
Das ist ein krasser Gegensatz zu den Träumen, die ich nach langer Schlafzeit habe (z.B. am Wochenende nach 9-10h). Da lässt sich eine einigermaßen zusammenhängende Handlung erkennen, es ist in etwa wie in einem Film. Man blickt da zwar im Nachhinein kaum durch, aber in Inception ist es ja ähnlich :D . Meine Handlungen stimmen auch mehr mit dem Wachleben überein, das zeigt sich auch daran, dass ich am Wochenende am häufigsten etwas anzweifel.
Ist es bei einigen von euch auch so, dass die Träume mit zunehmender Schlafzeit logischer sind? Woran könnte das liegen?

Crow
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Re: Traumlogik: Schlafzeitabhängig?

#2

Beitrag von Crow »

Hmm, interessant. Das kann ich bei mir nicht feststellen. Bei mir ist das immer willkürlich. Vielleicht liegts bei dir daran, dass bei längerem Schlaf deine Träume mehr Zeit haben einen roten Faden zu bilden. Evtl. bildest du dir das auch nur ein. :)
Ansonsten wüsste ich grad auch nicht woran es noch liegen könnte...

xMANIACx
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Re: Traumlogik: Schlafzeitabhängig?

#3

Beitrag von xMANIACx »

Ich glaube, dass die Art der Traumhandlung und deren Logik gewiss zu einem Teil von der Schlafdauer abhängig sein kann, denke aber dass dort noch viel mehr mit hinein spielt, wie z.B. Tiefe des Schlafes, Länge der Wachzeit, die Beschäftigung vor dem Schlafengehen, die persönliche und emotionale aktuelle Situation etc.

DreamGuy
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Re: Traumlogik: Schlafzeitabhängig?

#4

Beitrag von DreamGuy »

Bei mir werden die Träume in Verlauf der Nacht immer länger und intensiver. Wie logisch sie sind hängt bei mir oft vom Stress am Abend ab. Wenn ich gestresst ins Bett gehe, sind die Träume oft unstrukturiert. Wenn ich davor meditiere, sind sie logischer.

ChatNoir
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Re: Traumlogik: Schlafzeitabhängig?

#5

Beitrag von ChatNoir »

wenn ich mich nach wenig schlaf nachts, nochmal mittags hinlege (ohne irgendwelche techniken anzuwenden), habe ich auch den eindruck dass ich mehr wirres zeug träume.
ich denke dass es aber nicht direkt mit der schlafenszeit zusammenhängt sondern wie gestresst oder unkonzentriert man sich ins bett gelegt hat, so wie es dreamguy ja schon angedeutet hat.
nach 9~10 h schlaf am wochenende ist man vielleicht generell fitter im kopf und die träume werden dann auch logischer..?

DocBenway
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Re: Traumlogik: Schlafzeitabhängig?

#6

Beitrag von DocBenway »

Ich denke dass nur echter Schlafmangel sich negativ auswirken würde, ansonsten ist es eher von Ereignissen aus dem WL abhängig bzw. wie entspannt man auch nach einem stressigen Tag ins Bettchen hüpft. Wenn man aber schwerwiegende belastende problem hat welche sich länger hinziehen, so wird man wohl weniger ein logisches Erlebnis im Traum haben.

olivioline
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Re: Traumlogik: Schlafzeitabhängig?

#7

Beitrag von olivioline »

Wenn ich mittags träume, ist das NUR wirres Zeugs ...
Ich frag mich schon sehr lange woran das liegen kann.
DreamState, sag du mal was dazu :D

iroaeori

Re: Traumlogik: Schlafzeitabhängig?

#8

Beitrag von iroaeori »

Die Frage ist : Sind Traeume waehrend kurzen Schlafphasen und deren Inhalte vielleicht eher erinnerbar und man erkennt die wirkliche Masse der in der kurzen Zeit auftretenen Sequenzen/Bilder/Zustaende.
Ergo man Traumt nicht so lange, damit was logisches entstehen kann.

Im Gegensatz dazu koennte es sein das die Dauer des naechtlichen Schafes eher beguenstigt, dass sich in dieser langen Zeit aus Wirrwar immer mehr Logik generiert. Wir haben ein nach bekannten Mustern suchendes Programm im Hirn, wahrscheinlich erinnern wir auch besser die Inhalte mit Logik und Zusammenhang , welche in kurzen Schlafphasen vielleicht garnicht oder seltener auftreten.

Das ganze steht auch im Zusammenhang mit aufbau besserer Traumerinnerung, da ggf. vor oder ohne einer solchen Uebung, wirre Szenen vom Hirn eher als "nicht-so-nuetzlich" kategotrisiert werden.

Gruesse der Tim

Meikel

Re: Traumlogik: Schlafzeitabhängig?

#9

Beitrag von Meikel »

@Optimist
Optimist hat geschrieben: Ist es bei einigen von euch auch so, dass die Träume mit zunehmender Schlafzeit logischer sind? Woran könnte das liegen?
Ich kann so etwas auf mein bestehendes Moral- und Wertesystem zurückführen. Zudem träume ich nie etwas, was mich nicht interessiert bzw. nicht fasziniert, denn die Szenarien meiner Traumgeschehen sind niemals langweilig. Wenn es beispielsweise zu meinem Moral- und Wertesystem gehört, dass es doch sehr schön wäre, fliegen zu können, dann werde ich irgendwann auch einen Flug-Traum zustande bringen. Und wenn mich etwas verängstigt (meist ist es etwas, was ich noch nicht verstanden habe), dann kann ich das ebenfalls auf mein bestehendes Moral- und Wertesystem zurückführen, und darf mich nicht wundern, wenn mich manche Traumgeschehen fürchterlich ängstigen. Das heißt: Ob Träume logisch oder unlogisch sind, ist für den Einzelnen stets davon abhängig, welche Moral- und Wertvorstellungen er sich in seinem Leben angeschafft hat. Diese haben jedoch nichts mit Logik zu tun, sondern es sind Meinungen, Anschauungen. Logik ist etwas anderes als Meinung und kommt nicht durch eine Meinung zustande. Logik, manche nennen es auch Wahrheit, drängt sich dem Menschen auf. Entweder er ist bereits in der Lage, sie zu erkennen, oder nicht. Jedoch ist es sehr oft so: Durch ihre Unglaubwürdigkeit entzieht sich die Wahrheit dem Erkanntwerden.

Hourglass of the EH
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Re: Traumlogik: Schlafzeitabhängig?

#10

Beitrag von Hourglass of the EH »

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in irgendeiner Weise mit dem Melatoninlevel zusammenhängt. Der ist in früh in der Nacht niedriger, dann hat man mehr Tiefschlafphasen und später in der Nacht hoch, da gibt es vermehrt REM Phasen. In meiner Beobachtung hat man früh in der Nacht wirrere, weniger zugängliche Träume und später dann vermehrt solche episodischen, wie du sagst eher 'wie filme'. Die frühen sind auch öfter die, wo man Aufgabe in irgendeiner Traumlogik verrichtet, die komplett natürlich erscheint, aber nach dem aufwachen extrem schwer nachzuvollziehen ist. Meistens bleibt nur ein bisschen was vom Inhalt, aber man weiß, dass es im besten Fall nur oberflächlich den Traum beschreibt.

Meikel

Re: Traumlogik: Schlafzeitabhängig?

#11

Beitrag von Meikel »

@Hourglass of the EH

Warum wird denn die schwierigere Version bevorzugt, wenn die nachvollziehbare nicht nur gleichberechtigt, sondern sogar die wesentlich bessere ist? Was genau hindert dich denn daran, gleich die jederzeit nachvollziehbare Version zu träumen? Unter Berücksichtung der Tatsache "Man träumt stets für sich selbst und niemals für jemand anderen", welcher andere Grund als der für Selbst-Unterhaltungszwecke könnte das Träumen von uneffektiven, schwierigen Traumszenarien erklären?

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